Nicht verpassen: 5 Dinge, die man am Lago Maggiore getan haben sollte

Lago Maggiore 1Schon der Name klingt nach Urlaub: Lago Maggiore. Der nördlichste Punkt des Sees liegt in der Südschweiz (Tessin), der südlichste Zipfel 66 Kilometer weiter Richtung Mailand in Italien. Die Gegend rund um den See strotzt vor Gegensätzen: mondäne Touristenorte liegen nur wenige Kilometer von schmucken Bergdörfern entfernt, künstlich angelegte Gärten grenzen an wilder Natur, Wanderer kommen in der bergigen Landschaft ebenso auf ihre Kosten wie Strandurlauber.

Wer erstmals zum Lago Maggiore reist, kann aufgrund der zahlreichen unterschiedlichsten Orte und Möglichkeiten leicht überfordert sein. Ich stelle euch 5 Dinge vor, die ihr am Langensee, wie er übersetzt heißt, auf jeden Fall getan haben solltet.

Top-Ausflugsziel am See: Die Borromäischen Inseln besichtigen

Lago Maggiore 2/Isola BellaNew York hat die Freiheitsstatue, Paris den Eiffelturm, Rom das Kolosseum und die Lago-Maggiore-Region die borromäischen Inseln. Sie sind DER Anziehungspunkt für Touristen. Die fünf Inseln liegen zwischen Verbania und Stresa. Am berühmtesten ist sicherlich die Isola Bella. Hauptanlaufpunkt ist der Sommerpalast der Familie Borromeo, indem bereits Napoleon nächtigte. Sehenswert sind auch die Gärten mit ihren pyramidenartigen Terrassen. Die größte Insel ist die Isola Madre. Sie kann ebenfalls gegen Eintrittsgeld besichtigt werden, beherbergt sie doch sehenswerte Gärten, die im englischen Stil gehalten sind. Die Isola die Pescatori (oft auch Isola de Superiore genannt) hat mir fast noch besser gefallen als die Isola Bella. Auf ihr ist ein kleines Fischerdorf zu finden mit Restaurants und kleinen Läden. Ich hatte das Glück einmal dort zu sein, bevor der große Touristenansturm kam. Traumhaft!

Nicht zu besichtigen sind die Isolino di San Giovanni, die im Privatbesitz ist, und das Eiland mit dem Namen Scoglio della Malghera.

Fahrt durch Hundert Täler: Centovalli-Bahn

Lago Maggiore 3Aus einer ganz anderen Perspektive erlebt man die Lago-Maggiore-Region von der Centovalli-Bahn (cento = 100, valli = Täler) aus. Die Schmalspurbahn verkehrt seit 1923 zwischen dem italienischen Ort Domodossola und Locarno in der Schweiz und passiert auf ihrem Weg zahlreiche Tunnel und Viadukte. Fazit: Tolle Ausblicke!

Beide Seiten sehen: Italien und Schweiz

Lago Maggiore 4/LocarnoDer Lago Maggiore liegt zu 80 Prozent in Italien, und zwar im Piemont (Westufer) und der Lombardei (Ostufer). Die restlichen 20 Prozent gehören zur Schweiz (Tessin). Ich habe bisher immer in Italien übernachtet. Hauptsächlich aufgrund der großen Gastfreundschaft der Italiener und der tollen Küche, die ich unglaublich mag. Dennoch sollte man bei einem Besuch am „Lago“ auch mal die andere Seite gesehen haben. Mir hat zum Beispiel Locarno sehr gut gefallen, obwohl die Preise in der Schweiz um einiges höher sind als in Italien. Wer andererseits in der Schweiz urlaubt, findet die italienische Seeseite sicher auch spannend. Alleine schon aufgrund der verschiedenen kulturellen und kulinarischen Einflüsse.

Fortbewegungsmittel und Attraktion in einem: Schiffstouren

Lago Maggiore 5 Wer seinen Urlaub am See verbringt, sollte auch eine kleine Schiffstour gemacht haben. Zumal es ziemlich praktisch ist. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das nämlich so eine Sache. In der Schweiz fahren häufig Busse von A nach B. Am Westufer des Lago Maggiore verkehren auch Busse, aber nicht sehr häufig. Die Ostseite des Ufers ist touristisch nicht ganz so erschlossen wie der übrige Teil des Sees, weshalb man dort nur schwer ohne Auto von einem Ort zum anderen gelangt. Es sei denn, man benutzt ein Boot. Am Lago Maggiore verkehren im Minutentakt Schiffe, die die Orte des Sees miteinander verbinden. Wer sich viel anschauen will, kann sogar eine Wochenkarte kaufen und so oft hin und her schippern wie er nur möchte. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug zur Villa Taranto in Verbania oder mit einem Besuch der vielen Märkte? Der Sonntagsmarkt in Cannobio ist sehr beliebt. Wer es ursprünglicher mag, besucht samstags den Markt in Verbania-Intra, den auch viele Einheimische für ihre Einkäufe nutzen. Der größte Markt der Region findet mittwochs in Luino statt. Aufgrund der großen Besuchermassen verkehren sogar Sonderschiffe.

Last but not least: Schlemmen

Lago Maggiore 6Der Region rund um den Lago Maggiore profitiert von zahlreichen kulinarischen Einflüssen. Am liebsten würde ich dort den ganzen Tag nur essen. Polenta isst man beispielsweise im Tessin, aber auch auf der italienischen Seite des Sees. Auch Reisgerichte stehen in Italien (neben Pasta) auf jeder Speisekarte, denn rund um die Po-Ebene wird dieses Getreide massenhaft angebaut. Besonders lecker finde ich Risotto alla milanese. Die Küche in der Lombardei ist sehr fleischlastig, im Piemont merkt man mitunter französische Einflüsse. Im Herbst und Winter ist Trüffelsaison, was sich auch auf den Speisekarten der Restaurants bemerkbar macht. Wein, Eis (die Sorte Limoncello ist großartig) und Pizza sind ohnehin in Italien ständige Favoriten. Das Tessin ist dagegen für seine Gemüsesuppen und Eintöpfe bekannt, serviert leckeren Käse und im Herbst gerne Wild und Kastanien.

Lust bekommen? Hier erhaltet ihr weitere Inspiration für Ausflüge am Lago Maggiore.

2 Kommentare zu “Nicht verpassen: 5 Dinge, die man am Lago Maggiore getan haben sollte

  1. Christine Autor des Beitrags

    Hallo Christina,

    Ich war mittlerweile mehrmals auf der Isola Bella und finde es jedesmal wieder beeindruckend und wunderschön. Besonders die weißen Pfauen waren zuletzt sehr anhänglich! 😉

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag,
    Christine

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