5 Tipps für das Reisen mit Metallimplantat

Man sollte meinen, für Sicherheitsmitarbeiter an Flughäfen oder Sehenswürdigkeiten wäre es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, dass ihnen täglich Menschen begegnen, die nach einer Operation mit einem Metallimplantat leben müssen. Leider ist dem nicht so, so jedenfalls sind meine Erfahrungen und ich reise seit 17 Jahren mit Metall im Körper.

Regel Nummer 1: Sei vorbereitet! „Wie soll das denn gehen, du weißt doch nie, wie ein Mitarbeiter oder ein Gerät reagieren.“ Klar, aber mit diesen 5 Tipps kannst du die Sicherheitskontrolle ohne Schweißperlen antreten.

Ausweis dabei haben

Ausweis? Aber mit dem reist man doch immer! Ich meine den Ausweis für dein Metall. Das Krankenhaus, in dem ich operiert worden bin, hat mir einen speziellen Implantatspass ausgestellt. Darin steht, was wann wo operiert worden ist. Auf der Rückseite steht auf Deutsch, Englisch und Französisch, dass ich Metall in mir trage und es deshalb zu Reaktionen bei Metalldetektoren kommen kann. In den meisten Fällen hat dieser Ausweis schon alle Fragen des Sicherheitspersonals beantwortet, wenn ich mal bei der Kontrolle „gepiept“ habe.

Röntgenbilder zeigen

Als ich vor einigen Jahren vor einer Israel-Reise stand, war ich mir nicht sicher, ob der einfache Pass für meine Implantate am Flughafen reichen würde. Ich hatte gelesen, dass gerade dort die Sicherheitskontrollen extrem streng sind. Deshalb habe ich mir meine Röntgenbilder als Bilder auf mein Handy gezogen und zusätzlich als Ausdruck dabei gehabt. Sicher ist sicher.

Vokabeln raussuchen

Da im Implantatsausweis der Hinweis auf mein Metall nur in drei Sprachen zu finden ist, suche ich mir vor Urlauben die benötigten Sätze immer noch in der Landessprache raus und schreibe sie mir auf einen Zettel, den ich bei den Kontrollen bei mir habe.

Freundlich bleiben

Wenn es bei der Kontrollen piept und das Personal zieht dich zur Einzelkontrolle raus, dann werde nicht unfreundlich (auch, wenn der Sicherheitsmitarbeiter es zu dir sein sollte). Wenn es piept, dann lächle ich und sage: „Ach, das ist bestimmt mein Metall.“ In den allermeisten Fällen wirst du dann gefragt, an welcher Körperstelle das Metall zu finden ist. Dann geht der Sicherheitsmitarbeiter genau dort mit seinem Handmetalldetektor entlang und du darfst gehen.

Narbe zeigen

Erst einmal haben alle vier Tipps, die ich dir vorher genannt habe, nichts gebracht. Ich war alleine unterwegs in London und wollte von Luton aus zurück nach Deutschland fliegen. Es piepte bei der Sicherheitskontrolle, der Implantatsausweis, Röntgenbilder und alle Erklärungen waren dem Herrn völlig egal. Er nahm mir sogar meine Schuhe weg und irgendwann musste ich in einen anderen Raum gehen, wo mich zwei Damen genauer untersuchen sollten. Mittlerweile war es spät geworden und ich hatte Angst, meinen Flug zu verpassen. Deshalb habe ich schnell mein T-Shirt ausgezogen und meine Narbe gezeigt. Die Damen waren peinlich berührt, haben sich Tausend Mal entschuldigt und ich durfte gehen. Bis heute habe ich immer ein mulmiges Gefühl vor der Sicherheitskontrolle in Luton.

Hast du ein Metallimplantat und auf Reisen schon einmal Probleme gehabt? Oder reist es sich problemlos mit deinem Implantat? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

2 Kommentare zu “5 Tipps für das Reisen mit Metallimplantat

  1. Renate

    Liebe Christine,

    ich selbst habe keines aber mein Schwager. Er hat immer seine Ausweise und Unterlagen dabei. Die Wörter in der jeweiligen Landesspache aufzuschreiben halte ich für einen zusätzlich guten Tipp.

    Wünsche dir weiterhin viel Freude am Reisen.

    Liebe Grüße
    Renate

  2. Christine Autor des Beitrags

    Liebe Renate,

    dein Schwager hat an Flughäfen und weiteren Sicherheitskontrollen bestimmt auch schon so einiges erlebt. Ich freue mich immer, wenn ich weiterhelfen kann.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Christine

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