Bernkastel-Kues an der Mosel: Einfach entzückend

Wie sich die Wahrnehmung mit dem Alter doch verändert. Vor fast zwanzig Jahren verbrachte ich mit meiner Familie einen Urlaub an der Mosel. Ich war elf Jahre alt und fand es im Großen und Ganzen nicht besonders spannend. Als ich vergangenen Frühling erneut ein Wochenende an der Mosel verbrachte, war ich überrascht.

Als meine beste Freundin mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, sie beim Besuch ihres Patenonkels, der in einem kleinen Ort in der Nähe von Bernkastel-Kues wohnt, zu begleiten, musste ich nicht lange überlegen. Zwar hatte ich noch den weniger spannenden Urlaub in Erinnerung, allerdings auch große Lust mal wieder rauszukommen, wenn auch nur für eine Übernachtung.

Ich habe es nicht bereut: Wir wanderten durch die Weinberge (normalerweise wandere ich nie), spazierten durch den herrlichen kleinen Wohnort und ließen es uns gutgehen. Als ihr Patenonkel uns vorschlug, einen kleinen Ausflug in den nächsten „großen“ Ort Bernkastel-Kues (7000 Einwohner) zu unternehmen, waren wir direkt einverstanden. Ich war bereits während meines ersten Mosel-Aufenthalts in Bernkastel-Kues, hatte allerdings keinerlei Erinnerungen mehr. Dafür hinterließ das Städtchen diesmal Eindruck.

Giebelfachwerkhäuser und der „Balkon von Bernkastel“

Es wirkte fast irreal, so malerisch, so schön: Der mittelalterliche Marktplatz mit seinen Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert ist entzückend. Auch die vielen netten Läden fielen mir positiv auf. In Bernkastel-Kues findest du hauptsächlich inhabergeführte Geschäfte, nicht die großen Ketten, die den meisten Städten jede Individualität nehmen. Und die Auswahl an bezahlbaren wie gemütlichen Restaurants und Cafés ist auch groß.

Viele Touristen besuchen in Bernkastel-Kues die Burgruine Landshut, die ehemalige Sommerresidenz der Trierer Erzbischöfe. Nach einem recht steilen Aufstieg wirst du mit einem tollen Ausblick belohnt. Nicht ganz so hoch musst du wandern, um dennoch einen wunderschönen Blick auf die Mosel zu bekommen. Das Schützenhaus (ein Restaurant mit Biergarten) liegt auf dem Weg zur Burgruine und nennt sich nicht umsonst „Balkon von Bernkastel“. Ich wanderte nicht mehr bis oben, sondern ließ mir auf der dortigen Terrasse einen weißen Traubensaft (es gab aber auch eine riesige Auswahl an Moselweinen) schmecken. Danach lief ich wieder zum Ortskern zurück. Es war sicher nicht mein letzter Besuch in Bernkastel-Kues und an der Mosel. Denn im Gegensatz zum Urlaub vor fast zwanzig Jahren, genoss ich die Ruhe und die kleine heile Welt diesmal sehr.

Warst du mal an der Mosel oder sogar in Bernkastel-Kues? Wie hat es dir gefallen?

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