Bloggeburtstag: Ein Jahr „Die bunte Christine“

Meine Oma pflegte in solchen Situationen immer zu sagen: „Mensch, wie die Zeit vergeht.“ Ich konnte es selbst kaum glauben, aber „Die bunte Christine“ feiert Bloggeburtstag und ist tatsächlich bereits ein Jahr alt. Hinter mir liegen interessante zwölf Monate.

Obwohl, eigentlich sind es mehr als zwölf Monate, nicht nur, weil „Die bunte Christine“ bereits am Montag Einjähriges hatte (ich aber krankheitsbedingt nicht posten konnte). Einen Blog stampfst du ja nicht einfach so aus dem Boden. Bevor mein erster Beitrag online ging, stand die eigentliche Arbeit an. Vor allem Recherche. Denn ich wollte einen Blog starten, obwohl ich noch vor einem Jahr nicht zu den Lesern von Blogs gehörte. Ich wollte meine eigene Plattform, die ich von Anfang an gestalten kann, eine Seite, auf der ich meine Reiseerlebnisse teilen kann.

Ein Jahr „Die bunte Christine“: Rückblick zur Namensgebung

Zunächst musste ich mich für einen Namen entscheiden. Auf meiner Ideenliste befanden sich unter anderem „Tine travels“, „Ich packe meinen Koffer …“ und „mehr sehen“. Nichts, was mich nur im Ansatz überzeugt hätte. Dann erinnerte ich mich: Als kleines Mädchen habe ich immer Geschichten geschrieben. Sie hießen „Die bunte Christine“. Die Hauptperson war ich und ich hatte zwei sprechende Mäuse, die mir zur Seite standen. Bunt habe ich damals gewählt, weil ich mich nie für eine Farbe entscheiden konnte. Außerdem ist bunt viel interessanter als nur Blau oder nur Rot. Irgendwie passte „bunt“ auch zu meinem Blog. Denn für nur einen Schwerpunkt konnte ich mich nicht entscheiden. Ich liebe London, den Lago Maggiore, aber auch den Ruhrpott, meine Heimat, dessen Reisezielpotenzial oft unterschätzt wird. Unterschiedlicher könnten meine Schwerpunkte kaum sein. Aber auf meinem Blog wollte ich auch über meine anderen Reisen berichten, dazu über Reiseliteratur. Der Name „Die bunte Christine“ war beschlossene Sache.

Schwerer tat ich mich mit der technischen Umsetzung. Schreiben kann ich, fotografieren auch, aber ein Blogdesign erstellen? Ohne Vorkenntnisse mit WordPress umgehen? Ich war mehr als einmal davor, alles hinzuschmeißen, und zwar noch lange bevor die Seite online ging. Letztendlich habe ich mich aber reingelesen. Dazu kam vor dem ersten Beitrag die Entscheidung für ein Logo und für einen Schreibstil. Bin ich froh, dass diese Anfangszeit vorbei ist.

Ein Jahr „Die bunte Christine“: Überraschungen

Lange hatte ich Vorurteile gegenüber Bloggern. Auch heute noch bin ich nicht mit allem einverstanden, was ich lese. Aber überwiegend entdecke ich eine große Anzahl wirklich großartiger Blogs, die auch von nicht ausgebildeten Schreibern und Hobbyfotografen mit tollen Texten und mit wundervollen Bildern gefüllt werden. Ich empfinde Respekt für erfolgreiche Teilzeitblogger, die nicht aus dem Schreibermetier stammen. Wenn ich heute nach Reiseinspiration suche, dann steuere ich im Netz zuerst die Seiten von Bloggerkollegen an.

Ein Jahr „Die bunte Christine“: Das habe ich gelernt

Das Patentrezept für einen erfolgreichen Blog gibt es nicht: Was habe ich alles im Netz gelesen über Tipps, wie man mehr Leser bekommt. Gute Beiträge setzen sich durch … bla bla bla. Das stimmt nicht! Ich kenne wirklich hervorragende Blogs mit hervorragenden Beiträgen, aber leider ohne riesige Leserschar. Manchmal gehört zu einem erfolgreichen Blog auch Glück dazu – und Vernetzung. Denn wenn ich eins gelernt habe, dann, dass es ohne Vernetzung nicht geht. Blogparaden sind außerdem immer eine gute Möglichkeit, um neue Leser zu bekommen und natürlich Präsenz auf Social-Media-Kanälen. Facebook hatte ich auch vor meinem Blog immer privat genutzt. Für meinen Blog meldete ich mich auf Twitter und Instagram an, was mir sehr viel brachte. Neuerdings bin ich auch auf Pinterest.

Ein Jahr „Die bunte Christine“: Meine Ziele

Ich werde mich auch in Zukunft nicht verbiegen. Der Blog ist in erster Linie ein Hobby. Er soll mir Spaß bereiten, keinen Stress. Wenn ich mal keine Zeit habe (schließlich habe ich noch ein Leben fernab des Internets), dann schreibe ich halt mal nichts. Außerdem werde ich um keinen Preis auf der Welt Kooperationen eingehen, hinter denen ich nicht stehe. Ist ja schon sehr amüsant, was für selbsternannte Geschäftsleute einem für Angebote machen. Blogger wissen, was ich meine …

Wichtig ist mir, dass ich auch weiterhin nur das von mir preisgebe, was ich möchte. Bikinifotos wird’s von mir nicht geben. Es soll auf meinem Blog um die Reiseziele gehen, die schöne Natur, tolle Sehenswürdigkeiten, nicht um das Shirt, das ich gerade trage. Ich werde auch weiterhin den Urlaub in den Vordergrund stellen, wenn reise. Und wenn ich was Tolles erlebe und mal ausnahmsweise kein Foto davon habe, dass ich auf meinen Social-Media-Kanälen posten könnte, dann ist das halt so. Ich bin gespannt, was die kommenden Monate bringen werden.

Ein Jahr „Die bunte Christine“: Meine Highlights

Zum Abschluss möchte ich dir noch einige Texte präsentieren, die mir besonders am Herzen liegen.

Mein erster Text: Wenig Geld, viel erleben: Low-Budget-Führer London

Mein persönlichster Text: Souvenirs: Wie hältst du es mit den Urlaubs-Erinnerungen?

Mein ausgefallenster Text: Runder Geburtstag in London: Protokoll einer Irrfahrt

Mein liebster London-Text: Mein erstes Mal in London: Am Anfang war Wembley

Ein Text, der mir besonders am Herzen liegt: Auf in den Pott: 5 Gründe für Urlaub im Ruhrgebiet

4 Kommentare zu “Bloggeburtstag: Ein Jahr „Die bunte Christine“

  1. Iris

    Hallo Christine,

    herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag. Ich finde deinen Blog toll – sonst wäre er auch nicht in meiner Blogroll ! 🙂
    Ich musste grinsen als ich das mit den Anfangsschwierigkeiten las und dass du es mehr als einmal hinwerfen wolltest. So ging es mir nämlich auch und ich glaube vielen anderen auch, die nicht beruflich damit zu tun haben.
    Bei Instagram und Twitter könnte ich nicht sagen, dass es sich super bei mir entwickelt, aber ich habe auch nicht täglich was zu posten oder ein neues Bild. Was ich feststellen musste ist, dass sobald du bei Instagram einen Tag aussetzt, du gleich weniger Follower hast. Dann ist das halt so. Mein Schwerpunkt liegt auf dem Blog und danach kommt Facebook. Der Rest entwickelt sich dann eben im Schneckentempo.
    Viel wichtiger finde ich, dass man sich so wie du absolut treu bleibt und ich finde, dass kann man ganz oft rauslesen. Die angeblich „perfekten“ Blogs sind m. M. nach schon zu sehr auf Kooperation ausgerichtet, dass das eigentliche Informieren ein bißchen in den Hintergrund tritt – aber das betrifft glücklicherweise nicht alle Blogs.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Bloggen und deine Mischung Italien, London, Pott ist wie ein luxuriöses 3-Gänge-Menü – besser Kombi gibt es nicht.

    Liebe Grüße
    Iris

  2. Christine Autor des Beitrags

    Liebe Iris,

    vielen Dank für die Glückwünsche. Dein Blog gefällt mir auch sehr, ich habe ihn ebenfalls schon länger in meiner Blogroll.

    Die Instagram-Erfahrung, von der du berichtest, habe ich erst vergangene Woche gemacht. Ich war einige Tage krank und habe nichts gepostet. Schon hatte ich 30 Follower weniger. Ich habe aber generell bei Instagram das Gefühl, dass Follower auch schnell wieder weg sind. Twitter ist in der Hinsicht beständiger und bringt mir oft und regelmäßig Leser. An meiner Facebook-Seite muss ich noch etwas arbeiten (aber ich habe sie auch lange vernachlässigt und mich auf die – für mich – neuen Kanäle) spezialisiert.

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend,
    Christine

  3. Simone

    Liebe Christine,
    Herzliche Glückwünsche zum ersten Geburtstag, von den technischen Anlaufschwierigkeiten können wir vermutlich alle ein Lied singen. Umso toller, dass du dran geblieben bist und schön, dass ich eine Gleichgesinnte für London gefunden habe 😀 alles Gute für 2017, Simone

  4. Christine Autor des Beitrags

    Hallo Simone,

    Ich danke dir! Ich bin auch sehr froh, dass ich jemanden gefunden habe, der London ebenso sehr liebt wie ich und darüber bloggt.

    Liebe Grüße,
    Christine

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