Luino am Lago Maggiore: Ausflug zum Markt am Mittwoch

Dies ist die Geschichte über eine Stadt, die ich besuchte, aber eigentlich gar nicht beurteilen kann. Denn obwohl ich mich mehr als einen halben Tag in Luino am Lago Maggiore aufhielt, habe ich doch so gut wie nichts gesehen. Schuld waren unzählige Schuhe, Jacken und Oliven. Mittwochs ist in Luino Markttag.

Bereits seit 1541 findet in der größten Stadt am lombardischen Ufer, die direkt gegenüber von Cannero Riviera liegt, der Mercato di Luino statt. Karl V. war es, der der Stadt damals das Marktrecht verlieh. Seitdem zieht es jeden Mittwoch zwischen 8 und 16 Uhr unzählige Besucher ins Stadtzentrum. Bis zu 10.000 Menschen sollen sich in den Sommermonaten mittwochs durch die Straßen mit den Marktständen schieben.

Ich muss zugeben, dass ich schon etwas skeptisch vor meinem Besuch in Luino war und lange überlegte, ob ich mich überhaupt auf den Weg dorthin machen soll. Ich leide nämlich unter Platzangst und hasse nichts mehr als Menschenmassen. In einigen meiner Reiseführer wurde sogar explizit davor gewarnt, den Markt zu besuchen, wenn man Klaustrophobie hat. Andererseits mag ich Märkte einfach unheimlich gerne und war neugierig. Also machte ich mich trotz Bedenken auf den Weg von Stresa nach Luino.

Anfahrt nach Luino: Am besten per Schiff

Am Markttag fahren von fast allen Häfen des Lago Maggiore Schiffe nach Luino. Dieses Verkehrsmittel würde ich auch unbedingt empfehlen, denn der Verkehr in und um Luino bricht am Markttag regelmäßig zusammen und von der Parkplatznot will ich gar nicht erst anfangen …

Nun liegt Stresa nicht gerade um die Ecke von Luino (circa 90 Minuten mit dem normalen Linienschiff), aber auch von dort legten Sonderschiffe ab, die allerdings etwas mehr kosten, ihr Ziel jedoch schneller erreichen als die anderen Boote.

In Luino musst du den Markt nicht suchen. Er beginnt direkt an der Anlegestelle und zieht sich tatsächlich durch die gesamte Innenstadt. Mehrere Hundert Stände kannst du besuchen, zahlreiche Händler aus der Region bieten Kleidung, Kunsthandwerk und Delikatessen an. Natürlich mischen sich darunter auch einigen Stände mit Ramsch aus Asien und Osteuropa, aber da musst du ja nicht schauen und kaufen, wenn du nicht magst.

Ich schlenderte einige Stunden durch die unzähligen Straßen, die komplett von Ständen und Marktbesuchern beschlagnahmt wurden. Von der eigentlichen Stadt konnte ich nicht viel sehen (höchstens etwas erahnen). Teilweise versperrten Stände sogar Eingänge zu Geschäften, die fast alle so gut wie leer waren. Voll waren allerdings die zahlreichen Restaurants. Ich ergatterte nur mit Glück einen Platz in einem Restaurant mit wunderschönem Innenhof und aß eine der besten Pizzen, die ich je hatte.

Fazit: Das lohnt sich!

Der Markt war gut besucht, aber nicht überfüllt. Ich hätte mich sehr geärgert, wenn ich auf die Tipps in den Reiseführern vertraut hätte. Nun war ich im Juni da, wo es am Lago Maggiore noch lange nicht so voll ist wie im Juli und August. Ob ich in der Hochsaison zum Markt nach Luino fahren würde? Wahrscheinlich schon.

Insgesamt hat sich der Besuch gelohnt. Ich habe sogar einige Schnäppchen machen können. Auch wenn ich von Luino nicht viel sehen konnte, habe ich gemerkt, dass es eine größere Stadt ist, der ich definitiv irgendwann eine Chance geben werde. Dann allerdings nicht an einem Mittwoch.

Wenn du Märkte magst, dann interessiert dich bestimmt auch meine Übersicht über die Märkte am Lago Maggiore.  

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