Pflichtlektüre: Meine liebsten 5 Reiseführer über London

Ich lese alles, was ich über London in die Finger bekomme. Kürzlich stellte ich fest, dass meine Reiseführer-Sammlung in den vergangenen Monaten ganz schön angewachsen ist. Meine liebsten London-Bücher möchte ich dir gerne vorstellen.

Alleine 12 verschiedene Reiseführer über London beherbergt mein Schrank. Sie alle geben einen tollen Überblick über die Stadt. Doch mein perfekter Reiseführer muss mehr können. Er muss Informationen enthalten, die ich noch nicht überall gelesen habe. Die folgenden fünf Bücher erfüllen dieses Kriterium.

 

1. 100 % London

Dieses handliche Buch würde ich als klassischen Reiseführer mit großem Mehrwert kategorisieren. „100 % London“ teilt die Stadt in sechs Spaziergänge auf. Greenwich & Canary Wharf, Southwark, The East End, Westminster, St. James’s & Mayfair, Marylebone, Regent’s Park & Primrose Hill und Knightsbridge & Chelsea. Zu jedem Spaziergang gibt’s wertvolle Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken, Shoppen und extra Tipps unter den Schlagwörtern „100% there“, immer mit Adressangaben und Infos zu Öffnungszeiten, Preisen und nächster Metro-Station. Jeder Spaziergang schließt mit einer ausklappbaren Karte, die die Route detailliert darstellt.

Dazu gibt’s Infos über Feiertage und Veranstaltungen, Hotels, Transport, weitere Sehenswürdigkeiten, das Nachtleben, ein Schlagwortverzeichnis, einen U-Bahn-Plan, eine herausnehmbare Karte und eine App, die auch offline verwendbar ist.

Kein Buch, das ich bisher in die Finger bekommen habe, bot mir so viel neue Informationen und Tipps über London.

Maaike van Steekelenbur: 100 % London, mo media GmbH, 152 Seiten, 12,99 Euro

 

2. Low-Budget-Führer London: Wenig Geld, viel erleben!

Es ist mein erster London-Führer, der sich bei meinem Debüt in der englischen Metropole als unverzichtbares Utensil entpuppte. Der Low-Budget-Führer London passt in jede Tasche und ich benutzte vor allem den Cityatlas mit dem angehängten Straßenverzeichnis. Denn gerade, wenn du noch keinen groben Überblick über die Stadt und die Entfernungen hast, ist der Atlas hilfreich.

Das Besondere an dem Reiseführer sind allerdings die zahlreichen Spartipps. Das Buch listet viele Hinweise auf, wie du in der Metropole auch mit schmalem Budget viel sehen und Spaß haben kannst, vernachlässigt dabei aber nicht die klassischen Infos über Anreise und Sehenswürdigkeiten.

Kathleen Becker und Michael Pohl: Low-Budget-Führer London, Marco Polo, 160 Seiten, 7,50 Euro

 

3. Fettnäpfchenführer London

Als großer Fan der Fettnäpfchen-Reihe (ich habe insgesamt 9 Bücher), freue ich mich, dass seit einiger Zeit auch Fettnäpfchenführer in der Stadt-Edition erscheinen. Das Prinzip der klassischen Fettnäpfchenführer ist einfach: Ein oder mehrere fiktive Personen reisen aus den unterschiedlichsten Gründen in ein Land und der Leser begleitet sie während ihres Auslandsaufenthalts. Getreu dem Motto „Andere Länder, andere Sitten“ passieren den Protagonisten im Alltag jede Menge Missgeschicke. Die Führer klären nach jeder Episode darüber auf, was falsch gelaufen ist und was du beim nächsten Mal besser machen kannst. Ich mag diese Art der Literatur, um einen Eindruck von einem Reiseland und den jeweiligen Sitten und Gebräuchen zu erlangen.

Der Fettnäpfchenführer London ist ein klein wenig anders. Autor Michael Pohl erzählt keine zusammenhängende Geschichte, sondern lässt dich an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. Das Buch gibt Infos zu ALLEM, was du über die englische Metropole wissen musst: Wie findet man das richtige Hotel? Wie verhält man sich im Pub? Wo kann man am besten shoppen? Und was hat es mit den „Gentlemen’s Clubs“ auf sich? In speziellen Kapiteln listet er zusätzlich auf, was du beim ersten Mal gesehen haben solltest, bei welchen Aktivitäten du dich als echter Londoner fühlen kannst, was du kaufen solltest, was typisch britisch ist, was du unbedingt vermeiden solltest, gibt Reisetipps der Londoner und dazu noch Tipps für Ausflüge ins Umland.

Michael Pohl: Fettnäpfchenführer London. Ein Reiseknigge für das größte Dorf Englands, Conbook, 320 Seiten, 9,95 Euro

 

4. A Curious Guide to London

Im Museums-Shop des „Tate of Modern Art“ fiel mir dieses Buch sofort auf. Ich blätterte kurz darin und beschloss recht schnell, dass es die Heimreise nach Deutschland mit mir antreten darf. Eine gute Entscheidung. Aufgeteilt nach Stadtteilen erzählt Autor Simon Leyland in kurzen Episoden die absurdesten Begebenheiten, die sich einst in der englischen Metropole ereigneten oder führt den Leser zu Orten fernab der Touristenrouten. Wenn du also wissen möchtest, wo in London einst ein Mensch von einem herabfallenden Steinpenis erschlagen wurde, warum die Carting Lane auch Farting (furzende) Lane genannt wird und wo der allererste Shop der Welt zu finden ist, solltest du dir dieses Buch anschaffen.

Simon Leyland: A curious guide to London, Bantam Press, 224 Seiten, £9,99

 

5. 111 Gründe, London zu lieben

Weil mir „111 Gründe, Italien zu lieben“ von Beate Giacovelli schon so gut gefallen hatte, habe ich mir auch das Buch aus der beliebten Reihe des „Schwarzkopf & Schwarzkopf“-Verlags zum Thema London gekauft – und hatte wieder großen Spaß. Autor und Wahl-Londoner Gerhard Elfers berichtet in 111 Häppchen, was London so einzigartig und liebenswert macht, erzählt von Straßenkünstlern, hippen Kneipen unter Tage, der schönsten Toilettenspülung der Welt und absurden Abendessen. Zugegeben: Kein klassischer Reiseführer, aber viele der Geschichten behandeln Orte, die für Reisende interessant sein können. Und ein großer Lesespaß für London-Fans ist es allemal.

Gerhard Elfers: 111 Gründe, London zu lieben. Eine Liebeserklärung an die großartigste Stadt der Welt, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 344 Seiten, 9,95 Euro  

Welche Bücher über London kannst du mir empfehlen?

 

2 Kommentare zu “Pflichtlektüre: Meine liebsten 5 Reiseführer über London

  1. Anna

    London ist immer eine Reise wert, einen Reiseführer habe ich aber nur bei meinem ersten Besuch genutzt. Danach habe ich die Spots immer so entdeckt. Trotzdem ein schöner Artikel!

    Herzlich,
    Anna

  2. Christine Autor des Beitrags

    Liebe Anna,

    vielen Dank für deinen Kommentar.
    Ich habe bisher auch viele Ecken von London zufällig entdeckt, weil ich durch die Straßen gebummelt bin und neugierig war. Aber in die eine oder andere Ecke hätte es mich erst gar nicht verschlagen, hätte ich nicht in einem meiner vielen Reisebücher einen interessanten Eintrag gelesen.

    LG,
    Christine

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