Runder Geburtstag in London: Protokoll einer Irrfahrt

Dieser Text ist nicht wie die anderen auf diesem Blog, denn auch meine vergangene Reise nach London war besonders. Der Anlass: ein runder Geburtstag – mein 30.! Natürlich wollte ich diesen besonderen Tag in meiner Lieblingsstadt verbringen. Weil ich mich in Flugzeugen nicht besonders wohl fühle, entschied ich mich für eine Busreise. Alles andere als eine runde Sache …

3.00 Uhr: Nach knapp drei Stunden werde ich aus dem Schlaf gerissen. Meine Müdigkeit frisst die Reiselust gnadenlos.

3.58 Uhr: Ich besteige den Bus in Witten. Um 4.11 Uhr soll es losgehen.

4.11 Uhr: Natürlich geht es noch nicht los.

4.18 Uhr: Mit russisch-rheinischem Akzent erklärt der Busfahrer mit dem viel zu engen pinken Poloshirt und dem knallroten Kopf, dass noch einige Reisegäste im Verkehr feststecken. Um diese Uhrzeit? Ja nee, is klar!

4.32 Uhr: Die letzten Gäste dieses Zustiegsorts sind da. Endlich! Der russische Rheinländer startet den Motor.

Herzinfarkt oder Schmuddelfilm?

5.17 Uhr: Verdächtige Geräusche vom Fahrersitz: Der russische Rheinländer atmet schwer. Entweder hat er gerade einen Herzinfarkt oder schaut einen Schmuddelfilm. Irgendwie hoffe ich auf Letzteres.

5.54 Uhr: Ankunft in Köln. Neue Gäste sollen zusteigen, aber – Überraschung – niemand ist da.

6.02 Uhr: Der russische Rheinländer verabschiedet sich. Wir begrüßen einen neuen Fahrer und unseren Reiseleiter. Von den Gästen fehlt weiter jede Spur. Der Sperrung der Leverkusener Brücke sei Dank.

6.18 Uhr: Schaue mich im Bus um. Rechts von mir sitzt ein Herr mittleren Alters. Typ Teddybär. Son ganz Gemütlicher. Hat was vom Bären Balu. Die Ruhe in Person. Redet nicht. Ich werde diese Eigenschaft in den kommenden Stunden noch sehr schätzen.

6.33 Uhr: Schluss mit Gemütlichkeit: Massen stürmen den Bus. Die Dame hinter mir zieht mir ihren billigen Polyesterschal quer durchs Gesicht. Die erste Amtshandlung der Dame vor mir: Sie rüttelt so lange am Sitz bis er so weit nach hinten gerückt ist, dass sie fast auf meinem Schoß sitzt. Das kann ja heiter werden …

6.45 Uhr: Die Massen haben sich eingerichtet, der Bus fährt. Versuche, etwas zu schlafen.

7.10 Uhr: „Wir müssen raaaauuuuussss!“ Die Stimme des Reiseleiters lässt mich hochschrecken. Dem Busfahrer ist kurzzeitig entfallen, dass auch in Düren Gäste zusteigen sollen. Er brettert jedenfalls eiskalt an der Ausfahrt vorbei. Kann man so machen.

7.32 Uhr: Der Fauxpas kostet uns einen Umweg von 20 Minuten …

7.41 Uhr: Die Dürener Gäste sind im Bus. Dann kann es ja jetzt endlich losgehen.

7.42 Uhr: Der Reiseleiter kündigt eine Pause an. Das kann doch nicht wahr sein!

„Pissflitschen“, „Schweinebacken“ und zwei Hexen

7.56 Uhr: Die Wörter „Pissflitschen“ und  „Schweinebacken“ lassen mich aufhorchen. Sie kommen von den sympathischen Damen vor mir und gelten Mitreisenden im Bus. Was für Hexen!

8.04 Uhr: Pause an der Raststätte Aachener Land: Ich schaue mir die Hexen genauer an. Hexe 1 hat tatsächlich eine Hakennase, zudem trägt sie ein großes Pflaster im Gesicht, keine Ahnung, warum sie es nicht einfach weghext. Hexe 2 sieht aus wie Alice Schwarzer in alt und magersüchtig.

8.40 Uhr: Endlich hat es auch der Letzte wieder in den Bus geschafft. Es geht weiter. Ich nehme erstmals den Herrn vor Balu wahr. Er redet. Und redet. Und redet. Hin und wieder hat er Tipps für den Busfahrer und lacht dann wie Ernie aus der Sesamstraße. Vorzugsweise über seine eigenen Witze.

8.43 Uhr: Kann mich nicht entscheiden, ob ich den Herrn vor Balu Ernie oder Oberlehrer nennen soll. Entscheide mich schließlich für Letzteres.

8.56 Uhr: Balu ist wach. Er spricht nicht. Er sitzt einfach nur gemütlich auf seinem Platz. Ich mag Balu.

9.22 Uhr: Sind mittlerweile in Belgien. Die Hexen unterhalten sich lautstark. Sie behaupten, dass sie aus Los Angeles kommen. Gibt es neuerdings in Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel oder Oer-Erkenschwick Stadtteile mit dem Namen Los Angeles?

10.08 Uhr: „Wenn wir nachher die belgiche Landschaft sehen, werden Sie einen Unterschied zu der französichen Landschaft sehen. … Die kölche Kultur ist ebenfalls sehr unterchiedlich zur belgichen …“ Überlege für jedes „ch“ , dass der Reiseleiter anstatt eines „sch“ verwendet, einen Schnaps zu trinken. Doch es gibt zwei Probleme: 1. Ich habe meiner Reisebegleitung versprochen, mich nicht zu betrinken. 2. Den Schnaps müsste ich erstmal an der nächsten Raststätte besorgen, am besten gleich zwei Pullen.

10.14 Uhr: Hätte ich tatsächlich ein Trinkspiel gestartet, würde ich bereits jetzt betrunken im Gang liegen.

10.56 Uhr: Déjà-vu: Der Reiseleiter brüllt, der Busfahrer flucht, und wir alle fahren einen Weg, den wir nicht brauchen. Trotz zweier Navis und der Tatsache, dass der Reiseleiter einen Rucksack voll mit Straßenkarten dabei hat und sich zur Dekoration eine auf seinem Schoß drapiert hat. Profis!

11.11 Uhr: Diesmal dauert der Umweg „nur“ 15 Minuten.

Eine Symphonie aus Besserwisserei und Meckerei

11.34 Uhr: Die beiden Hexen und der Oberlehrer kreieren eine Symphonie aus Besserwisserei und Meckerei. Setze meine Kopfhörer auf. Als erstes Lied spuckt mein Smartphone das gute alte „Ich find‘ dich scheiße“ von Tic Tac Toe aus. Das kann kein Zufall sein.

11.36 Uhr: „So richtig sch, sch, sch, sch, sch, sch, scheiße!“ Kann mich gerade noch beherrschen, laut mitzusingen.

12.11 Uhr: Der Fahrer genießt die Fahrt. Damit ist er der einzige im Bus. Er möchte seine Eindrücke mit dem Reiseleiter teilen. „Guck mal da, die Kirche wie schön!“ Kann der mal auf die Straße gucken? Eine weitere verpasste Ausfahrt scheint nur noch eine Frage der Zeit.

12.53 Uhr: Keine Ahnung, ob wir noch in Belgien oder schon in Frankreich sind. Jedenfalls referiert der Reiseleiter ausgiebig über beide Länder. Nur über London verliert er kein Wort.

13.37 Uhr. Der Reiseleiter rennt durch den Gang. Will die Getränke abkassieren, die einige Mitreisende verzehrt haben. „Will noch jemand was loswerden?“ Ich wüsste einige, die ich gerne loswerden würde …

14.07 Uhr: Ankunft in Calais. Ein Spürhund soll unseren Bus checken. Dumm nur, dass der keine Lust hat. Er macht jedenfalls ein Gesicht, als wolle er sich um den Titel „Grumpy Dog“ bewerben.

14.22 Uhr: Die Passkontrolle ist geschafft. Natürlich ist die Fähre gerade weg. Das nächste Schiff legt erst in einer knappen Stunde ab. Jetzt rächen sich die verpassten Ausfahrten. Langsam werde ich sauer.

14.27 Uhr: Der Oberlehrer nutzt die Wartezeit, um den Busfahrer all‘ das zu fragen, was er schon immer fragen wollte. Er will viel wissen. Sehr viel. Als er den Fahrer nach seiner bevorzugten Rasiertechnik fragt, suche ich fieberhaft nach meinen Kopfhörern.

14.34 Uhr: Auch durch die Kopfhörer nehme ich den dauerquasselnden Oberlehrer wahr. Hält der mal eine Sekunde den Mund, schalten sich Hexe 1 und Hexe 2 ein. „Also bei uns in Los Angeles …“ Schalte die Musik wieder aus. Hat doch alles keinen Sinn! Schaue nach rechts. Balu schläft. Ich. Bin. So. Neidisch!

Ein Referat über die größten Fährunglücke der Menschheitsgeschichte

14.47 Uhr: Um die Wartezeit bis zur Einschiffung zu verkürzen, referiert der Reiseleiter locker flockig über die größten Fährunglücke der Menschheitsgeschichte …

15.08 Uhr: „Sauf Service“ steht in großen weißen Lettern auf einem blauen Schild am Hafen geschrieben. Riesenfreude bei einem Großteil der Reisegruppe. Ohne Alkohol ist das auch echt langsam nicht mehr zu ertragen! Ernüchterung, als sich herumspricht, dass das Schild nichts anderes als „Einfahrt verboten“ bedeutet.

15.25 Uhr: Selbst die Fähre legt mit Verspätung ab. Hoffentlich verfährt sich der Kapitän nicht auch dauernd!

15.43 Uhr: Mein Herzchen hüpft: In der Family Lounge des Schiffes laufen Cartoons von „Tom & Jerry“. Die habe ich als Kind geliebt. Überlege, mich zu den Zwei- und Dreijährigen auf die Kinderstühle zu gesellen. Entscheide mich dagegen. Der Rücken! Bin ja schließlich nicht mehr die Jüngste. Obwohl … noch bin ich ja 29 …

15.49 Uhr: Verfolge die Cartoons aus der Ferne. Sechs Minuten habe ich Spaß, dann brüllt ein kleiner englischer Junge den kompletten Raum zusammen. Vielleicht hat er soeben Bekanntschaft mit Hexe 1 und Hexe 2 gemacht. Dummerweise scheint er sich vorgenommen zu haben, den Zwergenaufstand die ganze restliche Überfahrt durchzuziehen. Seine Eltern stört das kein bisschen. Das war es mit „Tom & Jerry“. Ich verlasse den Raum. Auf dem extrem vollen Schiff finde ich aber kein ruhiges Plätzchen mehr. Wo ist Balu? Der hat doch sicher ein stilles Örtchen zum Schlafen gefunden …

16.14 Uhr: Vor den Toiletten bietet eine Dame hinter einem Verkaufsstand den Reisenden Gratis-Wodka-Proben an. Ich will auch! Mir fällt ein, dass ich meiner Reisebegleitung ja versprochen habe, mich nicht zu betrinken (siehe 10.08 Uhr).

16.36 Uhr: Tanze auffällig oft vor dem Gratis-Wodka-Stand rum. Wenn mir die Hostess aktiv etwas anbietet, wäre es ja unhöflich einfach abzulehnen. Da hätte auch meine Reisebegleitung sicher nichts dagegen.

16.48 Uhr: Gebe es auf. Diese blöde Kuh gibt mir einfach keinen Alkohol!

17 Uhr: Die Fähre legt in Dover an. Stelle die Uhr um.

16.06 Uhr: Sitze wieder im Bus. Leider sind die Hexen, der Oberlehrer, der Busfahrer und der Reiseleiter nicht über Bord gegangen.

16.11 Uhr: Balu schläft – nicht. Er isst. Beginne die Melodie von „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ zu summen. Muss unbedingt mal wieder das Dschungelbuch schauen.

16.23 Uhr: „Was ist denn jetzt mit morgen Abend?“, brüllt Hexe 2 Richtung Reiseleiter. „Was ist denn da?“, will dieser wissen. „Wir haben über das Reisebüro Musicaltickets für morgen dazu gebucht!“ Der Reiseleiter ist – wie immer – ratlos. „Für welche Show?“ „Wicked – Die Hexen von Oz!“ Ich lache hart!

16.27 Uhr: Habe mich immer noch nicht eingekriegt. Die beiden Hexen schauen sich ein Hexenmusical an! Familientreffen in London sozusagen. Also deswegen haben sie den weiten Weg von Los Angeles in Kauf genommen. Wären sie auf ihren Besen nicht schneller gewesen?

17.06 Uhr: Der Reiseleiter gibt seinen ersten London-Tipp: „Da gibt’s so eine Bahn: Die heißt DHL, oder so.“ Will erst: „DLR, du Honk!“ brüllen, beherrsche mich aber. Scheint ja ein echter London-Experte zu sein.

„Insgeheim hoffe ich, dass sie nicht mehr vom Klo runterkommen”

17.53 Uhr: Die Hexen haben sich immer noch nicht nach London gehext. Stattdessen meckern sie mal wieder: „Jetzt machen Sie aber mal hinne“, wirft Hexe 1 Richtung Busfahrer. „Wir wollen nachher nämlich noch indisch essen gehen“, ergänzt Hexe 2. Insgeheim hoffe ich, dass sie die kommenden Tage nicht mehr vom Klo runterkommen. Währenddessen lacht der Oberlehrer lautstark. Worüber weiß – wie immer – nur er.

18.24 Uhr: London ist zum Greifen nah. Einige Mitreisende melden sich aus den hinteren Busregionen: „Wie fährt man U-Bahn in London?“, „Wo muss ich aussteigen, wenn ich ins British Museum möchte?“, „Ist London Eye weit von unserem Hotel weg?“ Ich bezweifle, dass der Reiseleiter der richtige Ansprechpartner ist, wenn es um Fragen über London geht. Gleichzeitig verstehe ich nicht, wie man so dermaßen unvorbereitet in ein anderes Land reisen kann.

18.52 Uhr: „Grüner wird’s nicht“, bölkt Hexe 1 Richtung Fahrer, der direkt vor ihr sitzt. Die Ampel zeigt allerdings seit mehreren Minuten ein rotes Licht. „Wollen Sie fahren?“, brüllt der Busfahrer. Die Stimmung kippt. Ich hoffe auf eine kleine Schlägerei. Balu bekommt davon nichts mit, weil er – Überraschung – schläft. Ausnahmsweise hält der Oberlehrer seinen blöden Schnabel.

19.04 Uhr: „Boah ey, mir fällt der Arsch gleich ausse Hose, ich kann nicht mehr sitzen“, nölt der Busfahrer in feinstem Ruhrpott-Dialekt. Ja frag‘ mich mal, ich sitze immerhin schon seit 4 Uhr … lassen wir das.

19.15 Uhr: Ankunft im Hotel in unmittelbarer Nähe des Towers – mehr als 16 Stunden nach Abfahrt sind wir endlich am Ziel. In dieser Zeit hätte ich nach New York hin- und wieder zurück fliegen können oder von Dallas nach Sydney. Auch eine Reise nach China oder Rio wäre problemlos möglich gewesen. Aber ich wollte nach London und es war gut so, wie ich es gemacht habe. Flugangst hätte ich vor und nach meinem Geburtstag nicht haben wollen.

Epilog

Die Rückfahrt dauerte zum Glück „nur“ 12,5 Stunden. Der Busfahrer hat sich ausnahmsweise nicht verfahren, die Hexen haben natürlich kein einziges nettes Wort verloren (und auch nicht vom Familientreffen erzählt), der Oberlehrer hat vor der Abfahrt nochmal Quasselwasser getrunken und Balu … der hat das gemacht, was er am besten konnte: essen und schlafen. Der beste Mitreisende ever!

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7 Kommentare zu “Runder Geburtstag in London: Protokoll einer Irrfahrt

  1. Claudia

    Erst wurde ich immer sprachloser und mein einziger Gedanke war: Gott sei Dank wird mir leicht Schlecht im Bus, so dass ich Busfahrten nach Möglichkeit vermeide.

    Bei 14.47 Uhr angekommen musste ich dann laut auflachen. Klasse vor einer Fährfahrt über Fährunglücke zu referieren. Ne typische Sitcom-Situation…

    Bin dann wieder in meine Schreckensstarre zurückgefallen – bis 17.06 Uhr. Allerdings brauchte mein Gehirn etwas um zu realisieren was ich gelesen hatte. Dann bricht wieder Lachen aus mir heraus.

    Als ich 19.15 Uhr lese und dass das Hotel in der Nähe des Towers ist brauch ICH nen Drink! Die Reisenden sollen die DLR nehmen? Will er sie aus London raushalten?!

    Ich hätte ja, bei Flugangst, den Tip das nächste mal den Zug zu nehmen. London-Spezial gibts total günstig und die Strecke geht über Brüssel wo es mit dem Eurostar direkt nach London-St.Pancras geht. Geht bestimmt auch schneller – und läuft garantiert ohne Verfahren ab!

    Nach dieser Anreise bin ich sicher, dass der Aufenthalt in London selbst bestimmt viel besser war und Du einen tollen 30. Geburtstag hattest!

  2. Christine Autor des Beitrags

    Hallo Claudia,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Über eine Anreise per Zug hatte ich bis zu dieser Irrfahrt nie nachgedacht, werde es aber beim nächsten Mal ernsthaft in Erwägung ziehen.

    Mein Geburtstag selbst war super. Ich hatte ja auch den kompletten Tag vorher organisiert. Wir waren im Buckingham Palace, der wirklich unfassbar pompös war. Leider durfte man nicht fotografieren, danach ging es auf den Portobello Market, den ich wieder einmal super schön fand. Abends haben wir noch einen Spaziergang rund um die Tower Bridge gemacht. Angestrahlt hat sie ja auch ihren Charme.

    Liebe Grüße,
    Christine

  3. Iris von Reiseschnappschuesse

    Liebe Christine,

    herzlichen Glückwunsch nachträglich zu deinem Geburtstag 🙂 Du hast diesen ja super in London mit Programm verbracht. Wir hatten letztes Jahr den runden Geb. von meinem Mann auch in London verbracht – das hat einfach was.
    Bei deiner Busreise konnte ich nur abwechselnd den Kopf schütteln und lachen. Wobei ich dich für deine ruhige Art noch bewundert habe. Mir wäre der Kragen geplatzt und das schon recht früh.
    Mir wird im Bus schnell schlecht. Von daher reise ich lieber per Flugzeug oder Auto an. Ich würde es beim nächsten London-Trip mit dem Zug versuchen 🙂 Zwar hast du dann nicht so einen tollen Reiseleiter, der kurz vor der Abfahrt über Fährunglücke spricht, aber ich denke, dass kannst du verschmerzen.

    Liebe Grüße
    Iris

  4. Christine Autor des Beitrags

    Liebe Iris,

    ich danke dir! Es stimmt, Geburtstag in London, das hatte was. Man kann einfach so viele aufregende Dinge unternehmen. Ich hätte an keinem Ort lieber sein wollen.
    Ich musste mich während der Reise auch schwer beherrschen, nicht auszurasten. Der eine oder andere Spruch ist mir auch rausgerutscht. Als der Busfahrer sich das zweite Mal verfahren hatte und die Mitreisenden sich immer absurder verhielten, habe ich beschlossen, das ganze für den Blog festzuhalten. Damit wurde es erträglicher. Stellenweise habe ich mich sogar gefreut, wenn was Absurdes passiert ist. 😉

    Liebe Grüße,
    Christine

  5. Renate

    Liebe Christine,

    erst einmal herzliche Glückwünsche zum Geburtstag! Ich habe mich über deinen Bericht kringelig gelacht. Sorry! Du solltest ihn beim Fernsehen einreichen! Hach, Busfahren könnte so herrlich sein, wenn nur die Mitmenschen nicht wären. Man glaubt ja nicht, welche Leute man da so alles trifft. Kopfhörer, am besten inear, sind ein guter Tipp, damit man den Quark nicht hört.

    Ich bin auch einmal mit dem Bus nach London gefahren. Bei uns hatte die Fähre einen Motorschaden und hat dann 4 Stunden statt 2 gebraucht und mir war die ganze Zeit schlecht. Hab es dann mit Schnaps versucht, hat etwas geholfen.

    In meiner Jugendzeit sind wir schon mal mit dem Bus nach Spanien gefahren. War auch so ein ewig langer Horrortripp! Ich völlig eingeklemmt im Sitz, vor mir eine fröhliche Skatrunde, die die ganze Nacht Skat gekloppt hat. Die hatten einen Viererplatz mit Tisch.Der Fernseher zeigt die ganze Nacht laute Videofilme. Ich will das nie mehr haben!

    Liebe Grüße
    Renate

  6. Christine Autor des Beitrags

    Liebe Renate,

    ich danke dir!

    Ja, bei Busreisen trifft man teilweise Menschen, die man sich besser nicht hätte ausdenken können. Perfekte Charaktere, wenn man mal ein Buch schreiben möchte. Habe auch schon mehrere längere Busreisen hinter mir und wirklich bei jeder war irgendjemand dabei, den man nicht besser erfinden könnte.

    Deine Geschichte mit der Fähre hört sich ja auch schlimm an. Bei deinen Worten über Spanien wurde ich an meine Abschlussfahrt vor dem Abitur erinnert. 48 Stunden mit dem Bus bis nach Griechenland. Der Mitschüler neben mir hatte einen CD-Player dabei, auf dem 80 Prozent der Reise „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens lief. Ich hasse dieses Lied bis heute! 😉

    Liebe Grüße,
    Christine

  7. Sandra

    Ich war im Mai in Deutschland, hab ne Freundin in Trier besucht. Ich hätte um 40 Euro mit den Bus hinfahren können – 18 Stunden Fahrt – zuerst an Trier vorbei nach Frankfurt – dort 1 Stunde warten und dann nach Trier. Dachte mir nur: NEIN DANKE, und hab dann lieber um die 250 Euro für ein Flugticket nach Luxenburg bezahlt.
    Ich muß im Bus auch immer vorne sitzen – hinten wird mir meistens auch etwas übel.

    Als ich 2 Jahre nach Wien mit dem Zug in die Arbeit gefahren bin, da trifft man auch die kuriosten Leute. Bin ich froh das ich jetzt nicht mehr nach Wien muß, und wenn würde ich mit dem Auto fahren – ist viel entspannter und ich bin nicht so gestreßt.

    Mir hätte es Spaß gemacht über Fährunglücke zu quatschen. Wenn ich fliege udn weiß das es kein IFE gibt, hab ich auch immer eine nette Auswahl an Flugzeugkastrophenfilmen mit die ich dann gucken *g* Meistens hab ich eh die Airport Quadrology dabei 🙂 Am besten kommt ja wenn man über den Atlantik fliegt: „Verschollen im Bermuda Dreieck“

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