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Reisen bedeutet für viele Menschen Freiheit. Doch wer an Rückenproblemen oder anderweitigen Erkrankungen leidet, die das schwere Heben verhindern, den begleiten vor jeder Reise auch Sorgen. Die Frage, die auch mir als Betroffene immer wieder im Kopf rumgeistert, lautet: Wie bekomme ich mein Gepäck zum Zielort, ohne zu schwer zu heben? Denn nicht immer ist jemand in der Nähe, der mir helfen kann. Schon eine kleine Stufe oder Bordsteinkante am Bahnhof oder Flughafen kann zu einer großen Herausforderung für Betroffene werden. Die richtige Wahl von Koffer oder Trolley kann den entscheidenden Unterschied machen.
Vor mehr als 25 Jahren bin ich mehrfach an der Wirbelsäule operiert worden. Seitdem darf ich nicht mehr schwer heben. Im Alltag merke ich die Einschränkung nicht ganz so häufig – höchstens mal, wenn ich Getränke in meine Wohnung tragen muss. Dann gehe ich lieber einmal mehr zum Auto, als zu viel auf einmal die Treppe hochzutragen.
Problematischer wird es, wenn ich eine Reise plane. Der größte Stressfaktor bei der Reiseplanung ist stets die Frage danach, ob ich es auch schaffen werde, mein Gepäck an den Zielort und wieder nach Hause zu bekommen. Doch ich möchte mich von meiner Einschränkung auch nicht von meinen geliebten Soloreisen abbringen lassen. Die brauche ich dringend, um auch mal wirklich abzuschalten. Zum Glück muss ich auf meine Auszeiten auch nicht verzichten. Denn in den vergangenen Jahren habe ich gelernt, dass die richtige Wahl des Gepäckstücks schon eine enorme Erleichterung für mich sein kann.

Wenn ich daran denke, mit was für Koffern mein reisebegeisterter Opa Willy in meiner Kindheit verreist ist, bekomme ich schon Rückenschmerzen. Er hatte immer einen robusten, aber vor allem unfassbar schweren Koffer mit nur einem Griff dabei. Ich weiß bis heute nicht, wie er es geschafft hat, damit die halbe Welt zu erkunden. Denn auch er hatte nicht den gesundesten Rücken. Aber das hat ihn nicht von seiner Reisefreude abgehalten, sodass er bis heute für mich ein großes Vorbild ist.
Erst nach und nach kamen damals die ersten bezahlbaren Koffer mit Rollen und ausziehbarem Teleskopgriff auf den Markt. Und auch beim Material hat sich eine ganze Menge getan in den letzten Jahrzehnten. Mittlerweile gibt es eine schier unendlich große Auswahl an Koffern und Trolleys, die sich für das rückenschonende Reisen eignen, zum Beispiel im Online-Shop Travelbags.
Ich achte gleich auf mehrere Dinge, wenn ich mir einen Koffer anschaffe. Vielleicht helfen dir meine Tipps ja, um selber einen passenden Koffer zu finden, falls du auch nicht so schwer heben kannst.
Rückenschonendes Reisen: Leichter Koffer als Grundlage

Für mich als Mensch mit Rückenerkrankung zählt beim Reisen jedes Gramm. Und damit meine ich gar nicht mal mein Gepäck selber. Da könnte ich sicher noch ordentlich Gewicht einsparen, wenn ich etwas disziplinierter wäre. Aber dann landet doch noch die eine Hose mehr mit im Koffer und ein weiteres Paar Schuhe … Wie das halt so ist. Du kennst das sicher auch.
Mir geht es beim Gewicht viel mehr um den Koffer selber, den ich nutze. Heutzutage gibt es ja zum Glück schon eine Menge leichter Materialien. Bei Hartschalenkoffern sind das zum Beispiel Curv (gewebtes Polypropylen), Polycarbonat oder Polypropylen. Noch leichter sind oft Weichschalenkoffer, die jedoch dafür nicht ganz so robust sind, weshalb ich dann doch meist den Hartschalenkoffer wähle.
Als groben Wert achte ich bei der Anschaffung eines neuen Koffers darauf, dass er ein Leergewicht von höchstens drei Kilo hat. Eine gute Anlaufstelle für eine Auswahl von Gepäck mit niedrigem Gewicht ist die Kategorie für leichte Koffer bei Travelbags. Dort gibt es einen praktischen Filter, dank dem du dir direkt alle leichten Modelle anzeigen lassen kannst, was deine Suche nach einem passenden Koffer extrem beschleunigt.
Allerdings ist das Gewicht für mich nicht das einzige Kaufkriterium. Damit das Reisen für mich am Ende wirklich entspannt ist, muss der Koffer noch einige andere wichtige Anforderungen erfüllen.
Das passende Gepäckstück für rückenschonendes Reisen: Darauf achte ich noch beim Kofferkauf
Ich nutze ganz unterschiedliche Verkehrsmittel, um zu reisen. Meist sind es jedoch mein Auto und innerhalb Italiens der Zug. Und da bleibt es nicht aus, dass man auch mal mit dem Koffer einige Zeit laufen muss, um ans Ziel zu kommen. Damit das auch unproblematisch klappt, kaufe ich nur noch so genannte „Spinner“, also Koffer mit vier leichtgängigen Rollen. Im Idealfall sind die Rollen um 360 Grad drehbar, da so Stöße abgefedert werden können.
Diese Rollen ermöglichen es mir, den Koffer auf ebenem Untergrund aufrecht neben mir herzuschieben. Das eigentliche Gewicht merke ich so gar nicht, was meinem Rücken natürlich sehr gefällt. Wird der Untergrund uneben, zum Beispiel aufgrund von Pflastersteinen, dann winkle ich den Koffer an und kann ihn auf zwei Rädern mit mittlerer Kraftanstrengung hinter mir herziehen. Das ist zwar nicht mehr ganz so leicht, aber immer noch gut machbar für mich und meinen Rücken.

Wichtig bei einem Spinner ist allerdings, dass du nicht nur auf gute Rollen achtest, sondern auch auf einen passenden Teleskopgriff. Als Studentin hatte ich beim Kofferkauf ausschließlich auf den Preis geachtet und mich damals für ein Koffermodell entschieden, das einen furchtbar instabilen Teleskopgriff hatte. Bei jeder Unebenheit auf dem Boden, flog mir der Koffer fast aus der Hand. Ich steuerte intuitiv dagegen, was mir anschließend körperliche Schmerzen bereitete – zwar nicht im Rücken, aber im Handgelenk. Das kann dir auch den (Reise-)Tag ruinieren. Ein guter Teleskopgriff sollte nicht wackeln und mehrstufig ausziehbar sein, damit du ihn an deine individuelle Körpergröße anpassen kannst. Nur so ist ein rückenschonendes Ziehen möglich. Ideal ist, wenn der Griff zusätzlich gummiert ist, damit er besser in der Hand liegt.
Ein weiteres Kriterium für mich: Mein Wunschkoffer muss Griffe an der Oberseite und an der Seite haben. Der seitliche Griff erleichtert es mir, den Koffer mit möglichst wenig Kraftanstrengung in den Kofferraum ein- und auszuladen. Und auch wenn du Treppenstufen überwinden musst, lässt sich der Koffer am Seitengriff leichter tragen.
Das sind gar nicht mal so viele Kriterien, die ein Koffer erfüllen muss, aber eine große Wirkung haben. Denn so ein Koffer entlastet nicht nur meinen Rücken, sondern auch mich, denn ich kann sorgenfreier in die Reiseplanung starten. Und wenn es auf Reisen doch mal zu Situationen kommt, in denen ich den schweren Koffer nicht heben kann oder auf Barrieren stoße, habe ich immer nette Menschen getroffen, die mir geholfen haben.
Jetzt bist du dran: Kannst du vielleicht auch nicht schwer heben und musst deshalb darauf achten, dass du einen besonders leichten Koffer wählst? Hast du ein Koffermodell gefunden, mit dem du seit Jahren sehr zufrieden bist und das du mir weiterempfehlen kannst? Gibt es weitere Kriterien, auf die du beim Kofferkauf achtest, die ich hier nicht genannt habe? Verrate mir deine Gedanken zu dem Thema doch in den Kommentaren.
Disclaimer: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Travelbags. Meine Meinung bleibt davon unabhängig.
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