Besuch auf der ITB Berlin: Meine Vorbereitungen Teil 2

2020 sollte es für mich erstmals zur ITB Berlin gehen. In meinem ersten Teil der Artikelserie habe ich unter anderem geschildert, wie ich an meine Akkreditierung gekommen bin und wie die Registrierung zum Blogger Speed Dating lief. Doch meine Vorbereitungen auf die ITB waren noch weitaus umfangreicher. 

Dass die Vorbereitungen auf die ITB so zeitaufwändig sein würden, hätte ich vor meiner ersten Reisemesse nicht gedacht. Aber wenn man dann schon mal nach Berlin zur Messe fährt, möchte man die Zeit natürlich auch optimal nutzen.

Meine Vorbereitungen auf die ITB: Der vielleicht wichtigste Tag im Vorfeld der Messe 

Einer der wichtigsten Termine für mich sollte das Blogger Speed Dating sein, das für den zweiten Messetag geplant war. Schon die Registrierung verlief nicht optimal, aber die war nichts, im Gegensatz zum Matchmaking. Matchmaking heißt: Ab einem bestimmten Zeitpunkt schalten die ITB-Verantwortlichen eine Internetseite frei, auf der Blogger und Kooperationspartner sich passende Gesprächspartner suchen und Termine mit ihnen vereinbaren können. Aus einer Facebook-Gruppe, in der sich Blogger über die ITB austauschen, wusste ich, dass die ersten Minuten an diesem Matchmaking-Tag entscheidend sind und es auch schon Jahre gab, in denen nach 20 Minuten die Termine bei den interessantesten Partnern weg waren.

Die ITB-Verantwortlichen verkündeten, dass das Matchmaking in Kalenderwoche 6 online gehen sollte. Ein Reisebloggerkollege fragte bei den ITB-Verantwortlichen nach, wann denn genau und bekam – immerhin – den Tag gesagt. Der 3. Februar sollte es sein. Doch mehr Infos wollte man ihm nicht geben, um „Chancengleichheit“ zu wahren. Auch die am Blogger Speed Dating teilnehmenden Unternehmen wurden aus dem gleichen Grund vorab nicht kommuniziert. Die Verantwortlichen versprachen, eine Mail zu senden, wenn es losgeht.

Dieses Vorgehen sorgte für reichlich Irritation. Dadurch herrschte nämlich eben keine Chancengleichheit. Nicht jeder kann einen ganzen Tag freihalten, um permanent zu schauen, ob die Plattform freigeschaltet ist. Und nicht jeder ist besonders schnell, wenn es darum geht, aus zahlreichen Unternehmen genau diejenigen rauszusuchen, die zu einem passen. Wenn jeder vorher weiß, wann es losgeht und wer dabei ist, dann herrscht Chancengleichheit, aber so …

Meine Vorbereitungen auf die ITB: Matchmaking beim Blogger Speed Dating

Wie viele meiner Kollegen, hätte auch ich am 3. Februar zahlreiche andere wichtige Dinge zu tun gehabt. So saß ich allerdings ab 8 Uhr morgens vor dem PC und aktualisierte alle paar Minuten meine Mails und die Matchmaking-Plattform, weil ich irgendwie im Gefühl hatte, dass es mit der rechtzeitigen Mail-Benachrichtigung – wie schon bei der Registrierung zum Blogger Speed Dating – nicht klappen würde.

Um kurz nach 13 Uhr, als ich das erste Mal dachte, ich würde vom vielen Aktualisieren bald eine Sehnenscheidenentzündung bekommen, tat sich endlich was. Das Tool schien freigeschaltet. Doch die Ernüchterung folgte schnell. Ich konnte von 7 Seiten voller Partner lediglich eine sehen und auch nur Termine bei diesen Partnern anfragen. Jeder andere Klick funktionierte nicht. Dafür hatte ich also 5 Stunden vorm PC gesessen. Mir blieb nichts anderes übrig, als weiter zu warten. Langsam wurde ich echt sauer, denn ich hasse nichts mehr, als wenn andere Menschen meine Zeit verplempern. Eine Info im Vorfeld über den Startzeitpunkt und alles wäre gut gewesen.

Also bin ich weiter mit dem Laptop im Schlepptau durch die Wohnung gelaufen, um überhaupt noch Dinge erledigen zu können. Gegen 14.30 Uhr funktionierte das Matchmaking dann und ich entschied mich recht fix, welche Partner ich treffen wollte. Auch die Zusagen für meine Wunschpartner bekam ich recht schnell. Ich erhielt nur eine Absage und ein angefragter Partner meldete sich gar nicht. Bei anderen Bloggerkollegen lief das nicht so reibungslos.

Um 14.50 Uhr war ich mit meinen Anfragen durch und hatte auch schon einen Großteil meiner Zusagen. Die E-Mail von der Verantwortlichen, dass es nun losgeht, kam um 16 Uhr. Da waren die für mich interessantesten Partner bereits ausgebucht.

Meine Vorbereitungen auf die ITB: Eine virtuelle Visitenkarte anlegen und Termine planen

Das Blogger Speed Dating ist nur eine Möglichkeit, um Termine mit potenziellen Partnern zu verabreden. Du kannst dir auch auf dem Virtual Market Place der ITB eine virtuelle Visitenkarte anlegen, auf der du dich und – in meinem Fall – den Blog vorstellst und schreibst, was du suchst, welche Ländern für dich interessant sind und was du einem potenziellen Partner bieten kannst. Um von den anderen Ausstellern besser gefunden zu werden, kannst du auch bestimmte Branchen angeben, die für dich interessant sind.

Um einen Eindruck dieser virtuellen Visitenkarten zu erhalten, schaute ich mir die Profile einiger Kollegen an und merkte, dass sie zahlreiche Branchen angeben konnten, ich konnte jedoch in meinem Profil lediglich 6 Branchen auswählen. Ich schrieb daraufhin die Verantwortlichen der ITB mehrfach an, erhielt aber keine Antwort. Dadurch, dass ich weniger Branchen angeben konnte, wurden ich bei einer gefilterten Suche auch weniger potenziellen Partnern angezeigt. Das dies ärgerlich ist, ist noch eine Untertreibung.

Natürlich ging ich auf der Plattform auch selbst auf Ausstellersuche. Und ich gebe zu: Anfangs fühlte ich mich sehr verloren. Insbesondere wenn man bedenkt, wie viele Aussteller auf der ITB sind. Bei meiner Selektion nutzte ich vor allem die Merken-Funktion des Virtual Market Place, und speicherte mir da erstmal alle für mich interessanten Orte und Aussteller. In erster Linie suchte ich nach Orten, die auf meine Blog-Schwerpunkte passen und dann noch nach einigen neuen Destinationen, die mich grundsätzlich interessieren.

Auf meiner finalen Liste landeten schließend 50 Aussteller. Diese Liste ging ich dann in Ruhe durch und legte fest, welche ich um einen Gesprächstermin bitte und wo ich einfach so spontan vorbeischauen möchte.

Bei vielen Ausstellern, die ich auswählte, gab es keine „Termin anfragen“-Funktion, weshalb ich nur eine Nachricht (beschränkt auf 200 Zeichen) schicken konnte. Die anderen schrieb ich mit einer personalisierten Mail an.

Meine Vorbereitungen auf die ITB: Route über die Messe planen und weitere Termine

Dann hieß es erst einmal warten. Antworten auf meine Anfragen bekam ich anfangs tatsächlich nur wenige, was mich etwas irritierte. Das kann natürlich auch an der Masse an Anfragen liegen, die einige Aussteller sicher bekommen. Auch ich habe im Vorfeld der ITB zahlreiche Mails erhalten und war manchmal echt verwundert, wenn ich Terminwünsche von Destinationen bekam, wo weder Land noch Kontinent zu meinen angegebenen Wunschorten passten. Einige Aussteller scheinen wohl blind massenhaft Mails verschickt zu haben.

Insgesamt wollte ich an drei Tagen auf der Messe sein und hatte schon Wochen vor Messebeginn zwei wichtige Termine, um die ich alles herumplante: Am ersten Tag sollte nachmittags das Reiseblogger-Kaffeetrinken anstehen und am zweiten Messetag ebenfalls nachmittags das Blogger Speed Dating. Dazu kamen dann einige Termine mit Ausstellern. Alle restlichen Wunsch-Aussteller wollte ich so ablaufen und plante mir eine Route, auf der ich entspannt alle Messestände besuchen konnte.

Mir war wichtig, nicht die ganze Messezeit zu verplanen. Ich wollte nicht nur von Termin zu Termin hetzen, sondern auch über die Messe schlendern und spontan an Veranstaltungen teilnehmen, wenn sich was ergibt.

Meine Vorbereitungen auf die ITB: Unverzichtbares im Reisegepäck

Die ITB 2020 sollte zwar mein erster Besuch auf der weltgrößten Reisemesse sein, aber natürlich nicht mein erster Messebesuch. Deshalb – und nach einiger Internetrecherche – weiß ich, dass einige Dinge in meinem Gepäck in keinem Fall fehlen sollten.

Das wichtigste sind wohl bequeme Schuhe. Von anderen Frauen weiß ich, das sie oft überlegen, ob sie nicht doch High Heels zu ihrem Outfit tragen sollen. Die klare Antwort lautet: Nein! Du wirst es bereuen. Die Wege auf der Messe sind lang und du tust dir keinen Gefallen, wenn du schon nach zwei Stunden mit schmerzenden Füßen durch die Messehallen hetzt.

Ebenso wichtig sind Visitenkarten. Ich habe mir schon vor einiger Zeit welche drucken lassen, mit denen ich wirklich sehr zufrieden bin. Da ich im Alltag nicht so häufig Visitenkarten verteile (aber immer welche in der Handtasche habe), sind vor der Messe noch genug da. Ich musste nichts nachdrucken lassen.

In meiner Tasche landen ebenfalls Desinfektionsspray, Pfefferminz, Kugelschreiber, ein kleiner Notizblock, mein Handyladekabel, eine leichte Powerbank und Kopfschmerztabletten. Man weiß ja nie. Da die Preise für Essen und Trinken auf der ITB recht hoch sein sollen, nehme ich auch eine Flasche Wasser und kleine Sattmacher wie Müsliriegel mit.

Jetzt bist du dran: Bist du schon auf der ITB gewesen? Wie liefen deine Vorbereitungen? Hast du weitere Tipps?

Edit: Die ITB 2020 wurde 5 Tage vor der Eröffnung aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Meine Meinung zur Absage kannst du hier nachlesen

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