
Und wieder ist ein Jahr rum: Heute vor elf Jahren habe ich den ersten Blogpost auf „Die bunte Christine“ veröffentlicht. Bei dem Text handelte es sich damals um eine Buchvorstellung eines London-Reiseführers. Nun heißt es also schon 11 Jahre „Die bunte Christine“. Das ist doch der perfekte Anlass, um dir mal wieder einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Denn es hat sich in den vergangenen Monaten wieder einiges getan.
Schon als ich 2015 mit meinem Blog startete, hatten die ersten Experten davon abgeratet. „Bloggen ist tot“ hieß es immer wieder. Ich sehe das nicht so, denn immerhin gibt es meine Website noch und ich verzeichne bis zu 80.000 Page Views im Monat. Bloggen ist nicht tot, doch es verändert sich extrem. Und ja, vor einigen Jahren war es noch deutlich leichter, eine Website zu führen und damit einen Teil des Lebensunterhalts zu verdienen. Doch ist „Die bunte Christine“ mittlerweile weit mehr als eine bloße Reisewebsite. Mit dem Blog sind heute viele weitere Projekte verknüpft, die es wohl nie gegeben hätte, wenn ich auf den Rat vermeintlicher Experten gehört hätte.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Es wird schwerer

Zum Bloggeburtstag setze ich mich jedes Jahr hin und ziehe Bilanz: Was lief gut? Was lief schlecht? Wohin könnte sich mein Blog entwickeln? Was muss ich tun, damit die Website wirtschaftlich bleibt? Denn ja: Ich blogge nicht nur, weil es mir Spaß macht, ich bestreite auch einen Teil meines Lebensunterhalts mit der Website. Man kämpft jedes Jahr einen anderen Kampf. Wenn etwas gut läuft, läuft plötzlich etwas anderes nicht mehr, was zuvor immer gut lief.
In diesem Jahr hat mich die unkontrollierte KI-Welle sehr viel Zeit und Nerven gekostet und ja, die eine oder andere schlaflose Nacht war auch dabei. Viele Unternehmen rennen KI-Tools hinterher, als wären sie der heilige Gral, und kürzen dafür radikal Budgets und Jobs. Wenn ich sehe, wie viele großartige, top ausgebildete Kollegen in den letzten Monaten ihre Aufträge oder Festanstellungen verloren haben, dann wird mir ganz anders.
Habt ihr in den vergangenen Monaten mal in euren Instagram-Feed oder bei Pinterest reingeschaut? Oder anders: Es reicht auch schon ein Blick auf Plakate beim örtlichen Fest. Überall gibt es nur noch den scheußlichen KI-Einheitsbrei, und zwar bei Grafiken und Texten. Der Markt wird mit Müll überschwemmt. Viele KI-Tools sind nichts anderes als der Tod der Kreativität und viele Unternehmen merken gar nicht, wie sehr sie sich damit schaden, kreative Köpfe durch so etwas zu ersetzen. Ich entfolge zum Beispiel Accounts sofort, wenn ich merke, dass nur noch KI-Tools genutzt werden und ich kaufe auch nicht bei Firmen, die das im Übermaß nutzen.
Und bevor gleich ein riesiger Aufschrei erfolgt: Ich bin nicht komplett gegen den Einsatz von KI, aber bitte nur dort, wo es wirklich angebracht ist und kreative Arbeit gehört definitiv nicht dazu, zudem ja viele Arbeiten der Kreativen ohne Wissen, Zustimmung oder Vergütung zuvor genutzt worden sind, um die Tools zu trainieren.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Kampf gegen Windmühlen

Leider ist es nicht immer so leicht KI auszuweichen, selbst wenn man es sich vornimmt. Google hat zum Beispiel vor einiger Zeit die Anzeige geändert. Wenn du etwas googelst, kommt zuerst immer die KI-Antwort, die oft leider nicht einmal stimmt. Ich habe es in Bezug auf den Lago Maggiore ausprobiert, vier von zehn Infos, die ich angefragt hatte, waren falsch. Erst weiter unten folgen Links zu Texten, die (hoffentlich) von echten Menschen verfasst worden sind. Doch viele Menschen scrollen nicht nach unten und vertrauen der KI blind. Manchmal habe ich das Gefühl, ich kämpfe bei dem Thema gegen Windmühlen.
Doppelt unverschämt wird es, wenn Menschen, die durch KI (noch) nicht ihre Jobs verloren haben, so lustige Anmerkungen machen, wie „Augen auf bei der Berufswahl“ und „Pech gehabt, heul leise“. Jeder, der mit kreativer Arbeit nicht sein Geld verdient, sollte sich mal überlegen, wie er sich fühlen würde, wenn sein Beruf von heute auf morgen nicht mehr existieren würde und durch irgendetwas ersetzt würde, das einfach so viel schlechter ist.
„Die bunte Christine“ steht jedenfalls auch in Zukunft für echte Texte und Bilder von einem echten Menschen, der echte Erfahrungen gemacht hat. Dass ich so etwas mal schreiben muss, hätte ich vor elf Jahren auch nie gedacht.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Ein neues Langzeitprojekt

Elf Jahre sind eine ganz schönes Alter für eine Website. Damit Google mich weiterhin mag und meine Website beim Ranking besser bewertet, habe ich im Frühjahr ein neues Langzeitprojekt gestartet: Content Pruning.
Google bewertet die Gesamtqualität einer Website. Content ohne Mehrwert und alte News, die nicht mehr stimmen, können das Ranking der gesamten Website nach unten ziehen. Deshalb habe ich knapp 100 (von rund 680) Texten offline genommen, die schlecht gelesen wurden oder nicht so viel Mehrwert boten. Zudem wird jeder einzelne Text von mir noch auf Aktualität geprüft. Das ist nichts, was man mal eben nebenbei macht. Es wird Monate dauern, bis ich damit durch bin. Und wenn ich ohnehin schon einmal dabei bin, werde ich auch Bilder bearbeiten, tauschen und besser beschriften, um die Ergebnisse in der Google-Bildersuche zu verbessern.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Lake Maggiore for Beginners

Die Einschnitte durch KI und dieses Großprojekt haben leider dazu geführt, dass ich bei meinen geplanten Buchprojekten kaum weitergekommen bin zuletzt. Dennoch gibt es eine Neuigkeit in Sachen Büchern.
Meine beiden Bücher Lago Maggiore für Einsteiger* und Märkte am Lago Maggiore* sind seit einiger Zeit über Amazon auch auf Englisch erhältlich: Lake Maggiore for Beginners* und Markets at Lake Maggiore*.
Besonders gefreut hat mich, dass gleich mehrere Ausgaben der Englisch-Versionen beider Bücher direkt zu Beginn verkauft worden sind. Vielleicht sitzen nun George Clooney oder Taylor Swift mit einer Ausgabe meiner Bücher im Wohnzimmer und planen ihre nächste Reise zum Lago Maggiore (man wird jawohl mal träumen dürfen).

Apropos Amazon: Ich verfüge seit einiger Zeit über eine Amazon Storefront. Dabei handelt es sich um eine Mini-Website, auf der ich Produkte zu unterschiedlichen Themen empfehlen kann. Das ist eine schöne Ergänzung zu meinen Blogposts mit Geschenkideen, von denen es ja einige auf meiner Website gibt. Ich habe auf Amazon zu unterschiedlichen Themen Ideenlisten angelegt (z.B. eine Liste über den Lago Maggiore* und eine über praktische Reisegadgets*). Wenn du also nach einem passenden Geschenk für jemanden suchst, und du weißt, er interessiert sich beispielsweise für Italien, dann wirst du auf meiner Amazon Storefront vielleicht fündig. Wenn du die Artikel über meine Ideenlisten kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Nach und nach werde ich übrigens mehr Ideenlisten anbieten. Es lohnt sich also, häufiger mal reinzuschauen.
Hier geht’s zur Amazon Storefront von Die bunte Christine*.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Kaffee oder Trinkgeld

Ich kenne einige Blogger, die überlegen, ihre Texte zukünftig hinter Bezahlschranken zu verstecken. Ich möchte diesen Schritt nicht gehen und habe stattdessen schon vor längerer Zeit eine Trinkgeldfunktion via Buy me a coffee auf meinem Blog eingebaut.
Tatsächlich bedanken sich mehr Leser für meine Tipps als ich vorher dachte, insbesondere die Leser, die dank mir Geld fürs Parken gespart haben.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass man Buy me a coffee auch via PayPal nutzen kann. Doch dem ist aktuell nicht so, weshalb ich mich entschieden habe, zusätzlich einen PayPal-Link in jedem Blogbeitrag und auf der Startseite anzubieten, um nicht die Menschen auszuschließen, die keine Zahlungsmethode nutzen, die via Buy me a coffee möglich ist.
Hier geht’s auch nochmal zu meinem PayPal-Link: paypal.me/DiebunteChristine.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Meine Reisen

Natürlich hatte ich im vergangenen Jahr nicht nur mit Aufgaben hinter den Kulissen zu tun, ich bin auch unterwegs gewesen.
Vieles drehte sich in diesem Jahr um meine Reise zum Lago Maggiore im August über meinen 40. Geburtstag. Die hatte ich seit Jahren geplant und mir vor Ort gleich mehrere Wünsche erfüllt, insbesondere den Besuch des Grand Buffet di Ferragosto im Regina Palace in Stresa. Aber auch den Sommer-Weihnachtsmarkt in Lesa wollte ich schon ewig besuchen. Und natürlich war ich auch wieder in Mailand.
Grundsätzlich bin ich wieder einmal darin bestätigt worden, dass der August nicht die beste Reisezeit ist, um den Lago Maggiore zu besuchen. Es war einfach viel zu heiß, um Ausflugsvorhaben in die Tat umzusetzen. Deshalb und weil die Züge nicht so fuhren wie sie sollten, haben wir auch eine Städtereise nach Florenz abgesagt, die wir in unseren Lago-Maggiore-Trip integrieren wollten. Dafür waren wir auf dem Hinweg im schönen Elsass.

In bester Erinnerung ist mir dieses Jahr auch mein Städtetrip nach Lüneburg geblieben, den ich mit meiner Mutter im Frühjahr unternommen habe. Sie hatte die Reise von meinem Bruder und mir zum Geburtstag geschenkt bekommen und wir haben von Lüneburg aus auch einen Ausflug nach Travemünde gemacht.
Im Herbst bin ich ebenfalls wieder unterwegs. Ich werde einen Ort besuchen, den ich seit Jahrzehnten nicht gesehen habe. Ich bin gespannt, was sich alles verändert hat und werde in jedem Fall berichten.
Zusätzlich habe ich auch sehr häufig Tagesausflüge unternommen, zum Beispiel in die Niederlande oder ins Münsterland. Von Bochum aus kann man ja in kurzer Zeit an den unterschiedlichsten Orten sein.
Viele Orte, die ich in den vergangenen Jahren besucht habe, haben es bis heute nicht auf meine Website geschafft. Die Themen gehen mir also so leicht nicht aus, du darfst gespannt sein, was da in Zukunft noch alles kommt.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Überlegungen und Pläne

„Oberste Priorität hat im kommenden Jahr endlich die Weiterentwicklung meiner Buchideen“. Diesen Satz veröffentlichte ich an dieser Stelle vor genau einem Jahr. Und was ist passiert? Genau. Selten hatte ich so wenig Zeit an meinen Projekten zu arbeiten wie in den vergangenen 12 Monaten. Ich hatte zu sehr damit zu kämpfen, die Schäden einzudämmen, die durch KI-Müll verursacht worden sind und mich in Sachen SEO besser aufzustellen.
Aber wenn es nicht KI gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich einen anderen Kampf kämpfen müssen. Ich nehme mir diesmal einfach vor, feste Schreibtermine in meinem Kalender zu integrieren.
Außerdem möchte ich meine anderen Langzeitprojekte vorantreiben, also die Überarbeitung der vorhandenen Texte, die Beschriftung der Fotos und generell Suchmaschinenoptimierung.
Von Social Media möchte ich mir nicht mehr so viel Zeit stehlen lassen. Ja, es ist wichtig Kanäle zu haben. Aber ich poste nur noch, wenn ich Spaß daran habe und werde mich nicht mehr dazu zwingen.
Was das Reisen angeht, bleibt Italien zwar meine große Liebe, aber ich möchte auch wieder mehr innerhalb Deutschlands und in den angrenzenden Nachbarländern unterwegs sein.
11 Jahre „Die bunte Christine“: Folge mir
So, das war wieder ein Text, der viel länger geworden ist als er sollte. Deshalb bleibt mir an der Stelle nur noch kurz auf meine Accounts in den sozialen Netzwerken aufmerksam zu machen. Folge mir dort doch gerne, wenn du es nicht ohnehin schon machst.
Du findest mich auf folgenden Netzwerken:
- Facebook: https://www.facebook.com/diebuntechristine
- Instagram: https://www.instagram.com/die_bunte_christine_travelblog/
- Flipboard: https://flipboard.com/@BunteChristine
- Pinterest: https://www.pinterest.de/BunteChristine/
Vielen Dank an dieser Stelle an alle Leser, die mich auf meinem Weg begleiten, mir Nachrichten schicken und das schätzen, was ich hier mache.
Gleich gibt es für mich noch Geburtstagskuchen und vielleicht ganz sicher auch einen Aperol Spritz.
Weiterlesen: Tolle Geschenkideen für Blogger.
* = Affiliate-Link/Werbung: Wenn du über diese Links etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Du hast dadurch keinerlei Nachteile und es entstehen für dich keine zusätzlichen Kosten. Ich empfehle nur Produkte, von denen ich selbst überzeugt bin.
