5 Dinge, die du in Lüneburg nicht verpassen solltest

Lüneburg nicht verpassen Aufmacher 2 bearbeitet kleinJahrelang bin ich auf dem Weg an die Ostsee immer nur für einen kurzen Zwischenstopp in Lüneburg gewesen. Jahrelang habe ich mir vorgenommen, mal länger in der malerischen Hansestadt zu verweilen. Und doch habe ich es nie getan, jedenfalls nicht bis zu diesem Frühsommer. Im Juni habe ich ganze zehn Tage in der Salzstadt verbracht und kann dir deshalb erzählen, was du in Lüneburg nicht verpassen solltest.  

Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist: Aber die langen Lockdowns, die ganzen Einschränkungen und die unfreiwillige Freizeit während der Pandemie haben zu einem gewissen Umdenken bei mir geführt. Nein, anders. Sie haben mir letztendlich den Anstoß gegeben, Pläne auch endlich einmal in die Tat umzusetzen.

Ich habe zum Beispiel endlich meinen Reiseführer über den Lago Maggiore beendet, den ich im Herbst 2018 begonnen hatte. Und ich habe mir vorgenommen, nicht immer nur davon zu träumen, bestimmte Orte mal länger anzuschauen, sondern sie auch tatsächlich anzusteuern. Den Anfang machte ich mit Lüneburg zu einem Zeitpunkt, als man endlich wieder reisen durfte, aber noch lange nicht alles geöffnet war. Dennoch fühlte ich mich selten so frei und war auch selten so froh und dankbar reisen zu dürfen. Zu erleben gab es in Lüneburg – trotz Einschränkungen – dennoch eine ganze Menge.

Was du in Lüneburg nicht verpassen solltest: Entdecke die Highlights der malerischen Altstadt

Lüneburg nicht verpassen Bild 3 bearbeitet klein NEUWenn du mich nach DEM Highlight von Lüneburg fragst, muss ich ein bisschen überlegen. Denn wenn ich ehrlich bin, ist für mich die komplette Altstadt ein absolutes Highlight. Selten habe ich eine solche Anhäufung malerischer Häuser und Gassen gesehen.

Beliebt bei Touristen ist vor allem das Wasserviertel mit seinen vielen Brücken rund um den Alten Kran an der Ilmenau. Besuche dort unbedingt den Stintmarkt. Hier warten wirklich an jeder Ecke tolle Ausblicke und Fotomotive.

Einen grandiosen Ausblick hast du auch vom Wasserturm aus. Er war zur Zeit meines Besuchs leider noch wegen Corona geschlossen, aber ich kenne Bilder, die von der Aussichtsterrasse in fast 60 Metern Höhe gemacht wurden und ärgere mich ein wenig, dass ich diesen Ausblick nicht genießen durfte.

Genossen habe ich dafür die vielen anderen Highlights der Stadt. Das Lüneburger Rathaus ist mit seiner hellen Fassade und den vielen Verzierungen zum Beispiel ein echter Blickfang. Das Glockenspiel auf dem Rathausturm ist aus Meißener Porzellan. Hättest du das gewusst?

Ein malerisches Haus neben dem anderen steht auch auf dem 225 Meter langen Platz „Am Sande“. Mein liebstes Haus auf dem Platz ist definitiv das heute als Industrie- und Handelskammer genutzte Gebäude, das du hier im Text ganz oben auf dem Foto sehen kannst. Das Haus soll laut Inschrift im Jahre 1548 erbaut worden sein. Bis 1898 war es ein Brauhaus.

Apropos: Vom Platz „Am Sande“ geht eine meiner liebsten Straßen ab: In der Heiligengeistraße findest du – unter anderem – das Brauereimuseum, das Ostpreußische Museum, viel Gastronomie und noch mehr malerische Häuser.

Was du in Lüneburg nicht verpassen solltest: Schlendere durch das Senkungsgebiet

Lüneburg nicht verpassen Bild 4 bearbeitet kleinMitten in der Altstadt, aber doch etwas entfernt von dem meisten Trubel, befindet sich das Senkungsgebiet von Lüneburg.

Sicher hast du schon einmal gehört, dass Lüneburg auch als Salzstadt bezeichnet wird. Das liegt daran, dass Lüneburg auch bekannt ist beziehungsweise bekannt dafür war, Salz abzubauen. Besonders im 15. und 16. Jahrhundert hat der Abbau von Salz Lüneburg zu Reichtum verholfen. Insgesamt sollen 1000 Jahre Salz in der Hansestadt abgebaut worden sein, bevor am 12. September 1980 die Tore der Lüneburger Saline für immer schlossen. Weitere Infos bekommst du im Lüneburger Salzmuseum. Die Folgen des Salzabbaus siehst du, wenn du mit offenen Augen durch einen Teil der Altstadt läufst.

Zur Salzgewinnung wurde in Lüneburg Sole unter der Erde abgepumpt. Dabei entstanden Hohlräume. Und genau diese sind nun für Absenkungen verantwortlich. Als Kind des Ruhrgebiets kenne ich das Prinzip gut. Nur bei uns im Pott war es die Kohle, die aus den Flözen geholt wurde und für Hohlräume und Bergschäden sorgte und sorgt. In Lüneburg sollen Teile der Stadt bis zu 13 Zentimeter pro Jahr absinken.

Das Senkungsgebiet befindet sich zwischen dem Deutschen Salzmuseum und dem Kalkberg und umfasst eine Fläche von 1,8 Quadratkilometern. Deutlich kann man die Senkungen und die dadurch verursachten Schäden an der Frommestraße sehen. Aber auch an vielen anderen Orten.

Vielleicht wirst du dich nun fragen, warum ich dir ausgerechnet einen Ort in Lüneburg empfehle, an dem man Schäden anschauen kann. Die Antwort ist einfach: Tatsächlich gehören zum Senkungsgebiet die für mich schönsten Straßen Lüneburgs. Rund um die St. Michaeliskirche findest du pittoreske kleine Gassen mit malerischen Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Besonders die Straße „Auf dem Meere“ hat es mir angetan, aber auch die Straßen „In der Techt“ und „Auf der Altstadt“ sind unbedingt einen kleinen Spaziergang wert.

Was du in Lüneburg nicht verpassen solltest: Besuche den wunderbaren Markt

Lüneburg nicht verpassen Bild 5 NEU bearbeitet kleinIch liiiiiebe Märkte. Wenn es dir genauso geht, dann ist Lüneburg die perfekte Stadt für dich. Zwar punktet die Hansestadt nicht gerade mit Quantität, was Märkte angeht, aber auf jeden Fall mit Qualität: Denn der Markt auf dem Lüneburger Rathausplatz, der jeden Mittwoch und Samstag zwischen ungefähr 7 Uhr und 13 Uhr stattfindet, bietet wirklich tolle Ware. Samstags ist es erfahrungsgemäß etwas voller, weil dann auch zahlreiche Tagestouristen den Weg in die Hansestadt finden. Wenn du es gerne entspannter magst und es sich einrichten lässt, dann besuche den Lüneburger Markt also lieber an einem Mittwoch.

Es sind zwei Dinge, die den Lüneburger Markt so besonders machen: die Lage und die Auswahl. Wie bereits erwähnt, findest du den Markt mitten in der Stadt vor dem Rathaus. Und das Lüneburger Rathaus aus dem 13. Jahrhundert ist wirklich malerisch und an sich schon einen Besuch wert. Eingerahmt wird der Markt aber außerdem noch von jeder Menge traumhaft schöner Giebelhäuser, die so typisch sind für Lüneburg. Ich kenne solche historischen Bauten aus meiner Heimat leider nicht und muss sie deshalb immer fotografieren, wenn ich sie sehe.

Neben der Lage punktet der Lüneburger Markt auch mit seiner hervorragenden Auswahl. Rund 50 Stände findest du auf dem Platz und die allermeisten davon betreiben regionale Bauern. Neben Obst und Gemüse kannst du auch Käse, Wurst, Fleisch, Brot, Gebäck, Honig, Fisch und Blumen auf dem Lüneburger Markt kaufen.

Mehr über den Markt in Lüneburg erfährst du in diesem Blogpost.

Übrigens: Mit dem Marktbesuch kannst du leicht einen Shoppingbummel durch die Lüneburger Altstadt verbinden. Die Stadt verfügt noch über zahlreiche inhabergeführte Geschäfte. Ich habe vor allem kulinarische Mitbringsel und Kunsthandwerk für meine Liebsten in der Heimat erstanden. Lasse dich durch die Gassen treiben. Vielleicht findest du ja auch was Schönes.

Was du in Lüneburg nicht verpassen solltest: Schlemme dich durch die Stadt

Lüneburg nicht verpassen Bild 6 bearbeitet kleinIch schlendere nicht nur gerne über Märkte, sondern besuche auch unglaublich gerne Cafés und Restaurants. Lüneburg ist der perfekte Ort, wenn du ebenso gerne schlemmst wie ich. Denn mit mehr als 300 Restaurants und Cafés bei 75.000 Einwohnern verfügt Lüneburg über die höchste Kneipendichte Deutschlands. Hättest du das gewusst?

In erster Linie probiere ich natürlich gerne die Spezialitäten einer Region, wenn ich auf Reisen bin. Lüneburger Spezialitäten gibt es einige, zum Beispiel Heidschnuckengerichte, Lüneburger Pfannenschlag, Lüneburger Hochzeitssuppe oder Heidekartoffeln aller Art. Auch das Lüneburger Pils solltest du mal probieren. Mir hat vor allem das dunkle Lüneburger Pils gemundet.

Gemundet haben mir aber auch die vielen Kaffeespezialitäten, Kuchen und Torten, die ich in Lüneburg probiert habe. Den besten Kuchen habe ich im Café Mom and Me gegessen. Dies ist eine Mischung aus Café und Shop und hier kommen vor allem England-Fans auf ihre Kosten, denn es gibt – unter anderem – auch Scones dort. Da ich absoluter London-Fan bin, hat es mich wohl intuitiv dort hingezogen. Ich habe aber keine Scones gegessen, sondern ein unglaublich leckeres Stück Aprikosen-Schmand-Torte mit Haselnussboden.

Noch mehr tolle Cafés stelle ich dir in diesem Blogpost vor.

Meine Liebe zu Italien konnte ich bei meinem Restaurant-Tipp ausleben, den ich dir an der Stelle noch geben möchte. Man mag es nicht glauben, aber mitten im touristischen Wasserviertel findest du ein großartiges italienisches Restaurant, bei dem Preis, Leistung und Service absolut stimmen. Vor allem die umfangreiche Mittagskarte hat mich im La Taverna überzeugt. Ich habe sogar einen Platz mit Blick auf den Alten Kran erwischt.

Welche Restaurants in Lüneburg ich noch empfehlen kann, verrate ich dir in diesem Blogpost.

Was du in Lüneburg nicht verpassen solltest: Fahre in die Umgebung

Lüneburg nicht verpassen Bild 7 bearbeitet kleinEs klingt in erster Linie paradox: Eigentlich möchte ich dir in diesem Blogpost Dinge vorstellen, die man in Lüneburg nicht verpassen sollte. Und dann rate ich dir, dass du Lüneburg verlässt. Das mache ich aber nur, weil in der unmittelbaren Umgebung der Hansestadt so viele tolle andere Orte sind. Es wäre schade, sie zu verpassen.

Nur einen Steinwurf von Lüneburg entfernt befindet sich zum Beispiel die Schifferstadt Lauenburg. Die 11.000-Einwohner-Gemeinde direkt an der Elbe hat einen malerischen Stadtkern mit engen Gassen und zahlreichen Fachwerkhäusern.

Mir hat es vor allem Bispingen angetan: Nicht entgehen lassen solltest du dir dort das Heide-Kastell Iserhatsche. Es beherbergt das angeblich schönste Zimmer Deutschlands und die größte Biersammlung der Welt. Ein Hingucker in der 6000-Einwohner-Stadt ist auch das verrückte Haus, das tatsächlich auf dem Kopf steht.

Wenn du zufällig zur Heideblütenzeit in Lüneburg bist (ungefähr zwischen Mitte August und Mitte September), dann solltest du natürlich auch einen Ausflug in die Lüneburger Heide einplanen. Beliebte Orte in der Lüneburger Heide sind Amelinghausen, Bad Bevensen und das schon vorgestellte Bispingen.

Wenn du kein Auto dabei hast oder keine Lust hast auf lange Ausflüge, dann entdecke doch einfach ein paar Orte außerhalb der Lüneburger Innenstadt. Das Bild, das ich hier für diesen Abschnitt gewählt habe, habe ich in Lüneburg aufgenommen, als ich ein paar Drehorte der Telenovela Rote Rosen besucht habe. Es entstand direkt vor der Gärtnerei „Albers“, die in Wahrheit Blumenhof Müller heißt. Sie befindet sich „Am Teich 8“. Selten passte eine Adresse genauer zur Umgebung. Auch Ausflüge zu den vielen Hofläden in und um Lüneburg lohnen sich sehr und entspannen ungemein vom ganzen Trubel in der Stadt.

Jetzt bist du dran: Bist du schon einmal in Lüneburg gewesen? Was hat dir in der Hansestadt besonders gefallen? Was darf man deiner Meinung nach in Lüneburg in keinem Fall verpassen? Wohin ging deine erste Reise nach den langen Lockdowns im Frühjahr 2021? Welche Orte stehen auf deiner Reisewunschliste?

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