5 Dinge, die du in Mailand nicht verpassen solltest

Mailand nicht verpassen Aufmacher 2 bearbeitet klein NEU Na, Lust auf eine Städtereise? Wie wäre es mit Mailand? Die als Modemetropole bekannte Stadt bietet weitaus mehr als Gucci, Versace und Armani. Wenn man sich ein bisschen mit der norditalienischen Stadt beschäftigt und die richtigen Gegenden besucht, ist es nur sehr schwer, sich nicht ihrem Charme zu ergeben.  

Zugegeben: Liebe auf den ersten Blick war es bei mir und Mailand nicht. Der Stadtkern war mir bei meinen ersten Besuchen oft zu touristisch und die industriell geprägten Stadtteile rund um den Hauptbahnhof, die ich bei der An- und Abreise zu Gesicht bekam, erinnerten mich oft an meine Heimat – das Ruhrgebiet. Und an den Ruhrpott möchte ich nicht denken, wenn ich in Bella Italia unterwegs bin …

Mittlerweile war ich schon unzählige Male in Mailand. Und ich entdecke immer neue schöne Sehenswürdigkeiten. Deshalb war es gar nicht so leicht, eine Auswahl von nur fünf Dingen, die du nicht verpassen solltest, für diesen Text zu finden. Ich hoffe, ich habe eine schöne Mischung gefunden.

Was du in Mailand nicht verpassen solltest: Den Dom

Mailand nicht verpassen Bild 3 bearbeitet kleinJa, ich weiß. Ein Geheimtipp ist der Mailänder Dom ganz und gar nicht. Und er ist vielleicht auch nicht der beste Tipp, wenn man Touristenmassen vermeiden will. Allerdings ist der Dom in Mailand die EINE Sehenswürdigkeit, die du unbedingt anschauen solltest, wenn du mal in der Metropole bist. Auch dann, wenn du dich eigentlich gar nicht so sehr für Kirchen interessierst. Denn der Mailänder Dom ist ganz außergewöhnlich und auch ein toller Aussichtspunkt, aber dazu später mehr.

Der Mailänder Dom ist eine Kirche der Superlative. Mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern und einem Fassungsvermögen von 35.000 Menschen ist sie die drittgrößte christliche Kirche der Welt. Hättest du das gewusst? Nur der Petersdom in Rom und die Kathedrale von Sevilla sind größer. Zudem besitzt der Mailänder Dom eine Besonderheit, die du sofort siehst, aber die dir vielleicht nicht sofort auffällt. Nein, anders. Dem Mailänder Dom fehlt etwas, was ihn deshalb von ziemlich vielen Kirchen unterscheidet: Er hat keinen Glockenturm. Als die Kirche fertiggestellt wurde, fehlte das Geld für einen Glockenturm. Später wollte man einen ergänzen, doch es ist bisher nie dazu gekommen.

Mailand nicht verpassen Bild 4 bearbeitet kleinHingucker an der überwiegend aus rosa Marmor bestehenden Fassade des Bauwerks sind die mehr als 2000 Verzierungen. Du kannst tatsächlich eine ganze Zeit vor dem Dom verweilen und entdeckst immer neue Kunstwerke. Gleiches gilt auch bei der Aussicht vom Dom. Denn du kannst auch auf dem Dom spazieren. Eine Dachterrasse macht es möglich. Die Besteigung des Domdachs* zählt zu den beliebtesten Attraktionen von ganz Mailand. Bei gutem Wetter kannst du sogar die Alpen sehen.

Ich empfehle den Dom in Mailand aber nicht nur, damit du dir die Kirche anschaust. Der Dom ist umgeben von zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten, die du ebenfalls nicht verpassen solltest, wenn du in der Gegend bist. Gleich nebenan ist zum Beispiel die edle Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II. Und auch die luxuriösen Einkaufsstraßen (das Goldene Viereck) grenzen an den Domplatz.

Alles, was du für deinen Besuch im Mailänder Dom wissen musst, verrate ich dir in diesem Blogpost.

Was du in Mailand nicht verpassen solltest: Chinatown

Mailand nicht verpassen Bild 5 bearbeitet kleinSchon eher in die Kategorie Geheimtipp fällt das Viertel Chinatown in Mailand. Ich wusste bis zu meinem vierten oder fünften Besuch in der Metropole nicht einmal, dass es ein chinesisches Viertel in Mailand gibt. Chinatown in London, ja, das kannte ich und das hatte ich auch schon mehrfach besucht. Und auch das chinesische Viertel in New York ist mir natürlich ein Begriff. Aber Chinatown Mailand, das war mir neu. Ich entdeckte es damals durch Zufall. Zufallsentdeckungen sind ja eigentlich fast immer die besten Entdeckungen, oder?

Das chinesische Viertel ist nur einen kurzen Fußmarsch von bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Parco Sempione entfernt. Du findest es in der Via Paolo Sarpi und den umliegenden Straßen. In Mailand sollen tatsächlich 20 Prozent der in Italien ansässigen Chinesen wohnen. Ein Großteil davon lebt sicherlich im chinesischen Viertel.

In Chinatown findest du eine bunte Mischung aus chinesischen Restaurants, chinesischen Supermärkten und anderen chinesischen Läden, wie Boutiquen, Bäckereien oder Metzgern. Die Boutiquen mit der chinesischen Kleidung haben es mir nicht so angetan, dafür aber der ganze Rest. Insbesondere, wenn du in Mailand gut und günstig essen möchtest, bist du in Chinatown gut aufgehoben. Wärmstens empfehlen kann ich den Laden Foodie in der Via Paolo Sarpi 4. Wundere dich nicht, wenn du einen Bubble-Tea-Laden vorfindest. Du kannst da auch Herzhaftes und Süßes kaufen. Ich hatte bei meinem ersten Besuch dort eine leckere Bubble Waffle mit Erdbeereis. Wenn du chinesische Ravioli probieren möchtest, kann ich dir außerdem die Ravioleria Sarpi (Via Paolo Sarpi 27) ans Herz legen.

Mehr über Chinatown in Mailand kannst du in diesem Blogpost nachlesen.

Was du in Mailand nicht verpassen solltest: Die Piazza Gae Aulenti

Mailand nicht verpassen Bild 6 bearbeitet kleinSicher hast du schon einmal die bepflanzten Hochhäuser von Mailand gesehen, die ich hier auch auf dem Foto zeige. Sie gelten als Prototyp für die Stadt von morgen. Denn die Balkone der Zwillingstürme beherbergen 900 Bäume sowie mehr als andere 20.000 Pflanzen und bieten in der Großstadt damit zahlreichen Insekten und Vögeln neuen Lebensraum. Die Pflanzen und Bäume werden von „fliegenden Gärtnern“ gepflegt, die sich regelmäßig von den Dächern der Hochhäuser abseilen, um die Bäume zu schneiden oder sie auf Windschäden zu prüfen.

Du findest den Bosco Verticale (senkrechter Wald) im noch recht jungen Stadtteil Porta Nova an der Piazza Gae Aulenti. Die bepflanzten Zwillingstürme sind nicht die einzigen Gebäude, die mir in dem Stadtteil gefallen haben. Das komplette Umfeld der Piazza ist sehenswert. Hier bist du im neuen und modernen Mailand.

Auf der einen Seite sind da die urbanen Zwillingstürme und andere Hochhäuser, aber auf der anderen Seite findest du im Stadtteil auch diverse Fußgängerzonen. Alleine zwei Kilometer Fußwege und fünf Kilometer Radwege laden zum Flanieren ein. Dazu gibt es eine Menge Restaurants und Shops. Dieses Mailand ist ganz anders als alles andere in der Stadt und es beherbergt ganz nebenbei das höchste Gebäude Italiens: der Torre Unicredit misst mit seinen 32 Stockwerken ganze 231 Meter.

Was du in Mailand nicht verpassen solltest: Das Castello Sforzesco

Mailand nicht verpassen Bild 7 bearbeitet kleinMeinen ersten Besuch in Mailand startete ich ziemlich unvorbereitet. Das kann komplett in die Hose gehen, aber man hat auch die Möglichkeit, positiv überrascht zu werden. Insgesamt war ich von meinem ersten Ausflug nach Mailand ja nicht sooo begeistert. Doch eine Sache gefiel mir richtig gut: das Castello Sforzesco.

Das Stadtschloss der Adelsfamilie Sforzesco ist innen wie außen ein Hingucker. Bei meinen ersten Besuchen in Mailand reichte schon ein Gang über den tollen Innenhof, um mich zu beeindrucken. Das Schlossinnere ist aber noch viel sehenswerter, denn darin befinden sich diverse interessante Museen mit beeindruckenden Sammlungen.

Musikliebhaber sollten das Museo delle arte decorative ansteuern. Es zeigt eine Sammlung antiker und vor allem sehr seltener Musikinstrumente. Deckenfresken von Leonardo da Vinci kannst du dagegen im Sala delle Asse in der Corte Ducale sehen. Ich empfehle einen Besuch am Nachmittag: Denn jeden Tag zwischen 16.30 und 17.30 Uhr ist der Eintritt in die Ausstellungen gratis, am Dienstag sogar schon ab 14 Uhr.

Was du in Mailand noch alles kostenlos anschauen kannst, verrate ich dir in diesem Blogpost.

Direkt hinter dem Schloss findest du mit dem Parco Sempione einen 40 Hektar großen Schlosspark, den du dir ebenfalls nicht entgehen lassen solltest. Ich mache dort immer gerne eine kleine Pause, um die vielen Eindrücke, die Mailand mir bietet, zu verarbeiten. Ein Tag in der Stadt kann anstrengend sein und im Park kann man wunderbar entspannen. Und von dort kann man die nächsten Sehenswürdigkeiten gut erreichen.

Nicht weit ist zum Beispiel die Kirche Santa Maria delle Grazie. Das ist die Kirche, in der eins der berühmtesten Gemälde der Welt zu sehen ist – „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci. Allerdings ist ein spontaner Besuch so gut wie unmöglich: Eintrittskarten sind meist Wochen vorher vergriffen. Am besten sicherst du dir Tickets deshalb schon vor der Reise*.

Was du in Mailand nicht verpassen solltest: Das Navigli-Viertel

Mailand nicht verpassen Bild 8 bearbeitet kleinWer an Mailand denkt, dem kommen sicher zuerst der Domplatz und die vielen edlen Boutiquen in den Sinn. Vielleicht denkt der eine oder andere dann noch an Museen oder das edle Teatro alla Scala. Dass Mailand aber ein Viertel bietet, in dem du meinen könntest, dass du gerade in Venedig bist, das würden wohl die meisten Menschen nicht für möglich halten. Aber es ist Realität. Wenn du gerne am Wasser bist, dann solltest du ins Navigli-Viertel fahren.

Die Kanäle im Navigli-Viertel sind Überreste aus der Vergangenheit. Früher war Mailand von zahlreichen kleinen Kanälen durchzogen. Besonders in der Antike wurden die Kanäle als Verkehrswege genutzt, um Steine für den Dombau vom Lago Maggiore in die Stadt zu fördern. Doch nicht nur zum Langensee gab es eine Verbindung. Auch der Comer See konnte auf dem Wasser von Mailand aus angesteuert werden. Heute sind nur zwei Kanäle übrig: der Naviglio Grande und der Naviglio Pavese. Zwischen April und September kannst du auf den Kanälen Schiffstouren unternehmen. Ich hätte vor meinem ersten Ausflug nach Mailand nicht gedacht, dass ich die Metropole auch auf dem Wasser erkunden kann.

Tagsüber ist es im Navigli-Viertel auch nicht leer, aber oft ruhiger als am Abend. Denn erst dann füllen sich die Straßen rund um die Kanäle. Das Navigli-Viertel gehört nämlich zu den beliebtesten Ausgehvierteln von Mailand. Viele Menschen treffen sich dann in den Restaurants am Wasser für einen Aperitivo und ziehen dann weiter in die angesagten Clubs. Selbst im August, wenn das übrige Mailand aufgrund der großen Ferien und der oft auch großen Hitze stellenweise wie ausgestorben wirkt, haben im Navigli-Viertel die meisten Läden geöffnet.

Wenn du mehr über das Navigli-Viertel und seine Geschichte erfahren möchtest, dann kannst du hier spezielle Touren* buchen.

Jetzt bist du dran: Warst du schon einmal in Mailand? Wie hat es dir gefallen? Welche Dinge darf man deiner Meinung nach nicht verpassen, wenn man in Mailand ist?

Weitere Ideen für deine Zeit in Mailand sind diese:

Weiterlesen: Sicher interessieren dich auch 10 Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest und tolle Möglichkeiten für Tagesausflüge ab Mailand.

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