10 Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest

Zugegeben, ich brauchte etwas, aber mittlerweile habe ich die Schönheit Mailands erkannt und fahre gerne und regelmäßig in die italienische Metropole. Mit jedem Besuch lerne ich neue Ecken dieser unfassbar facettenreichen Stadt kennen. Und jetzt, nachdem ich schon oft da war, weiß ich genau, welche Dinge du in Mailand unbedingt vermeiden solltest.

Meine Besuche in Mailand sind meist Tagesausflüge. Denn von meinem geliebten Stresa am Lago Maggiore brauche ich keine Stunde mit dem Zug bis in die Modestadt. Diesen Vorteil nutze ich eigentlich immer, wenn ich am Lago Maggiore bin, um neue Ecken der Dom-Stadt zu erkunden. Dabei bin ich auch schon in einige Fettnäpfchen getreten …

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Nicht vorbestellen

Keine Frage: Das Gemälde “Das letzte Abendmahl” von Leonardo da Vinci gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mailand. Solltest du das Bild unbedingt anschauen wollen, empfehle ich dir, dir frühzeitig Tickets* zu sichern. Denn Eintrittskarten sind oft schon auf Wochen ausgebucht. Ein Spontanbesuch ist leider so gut wie unmöglich.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Unvorbereitet zum Dom gehen

Ja, auch ich wäre beinahe drauf reingefallen und habe mich am Dom in die Besucherschlange einreihen wollen, um Einlass zu bekommen. Was viele nicht wissen: Die Eintrittskarten gibt es nicht im Dom, sondern beim Ticketverkauf rechts neben dem Dom. Ich hatte damals Glück und ein Mitarbeiter am Dom erklärte mir, dass ich ein Ticket besorgen müsse. Ich habe aber auch schon erlebt, dass am Beginn der Schlange nicht immer dieser Mitarbeiter steht. Heißt: Vielleicht wartest du völlig umsonst und wirst, obwohl du vorne an der Schlange angelangt bist, zum Ticket Office geschickt.

Um sicher zu gehen, kannst du dir auch hier schon Tickets kaufen*.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Die falsche Kleidung wählen

Viele Dom-Besucher vergessen oft, dass es sich beim Dom um eine katholische Kirche handelt, in der es eine Kleiderordnung gibt, auf die auch von den Mitarbeitern vor dem Einlass strikt geachtet wird. Schulterfreie Kleidung ist tabu, dazu sollten deine Knie bedeckt sein. Solltest du dennoch falsche Kleidung gewählt haben, gibt es am Dom eine Art Umhang (sieht ein wenig aus, wie ein Regencape), den du für den Dom-Besuch anziehen kannst.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: In der Nähe des Doms essen

Wenn du den Dom besichtigt hast, kann ich verstehen, dass du vielleicht ein wenig hungrig bist. Wenn du allerdings nicht Unmengen an Geld für Essen ausgeben möchtest, rate ich dir, nicht sofort zu essen, sondern einige Straßen weiter ein Lokal zu suchen. In Mailand ist es, wie in fast jeder touristischen Stadt: Je weiter du von den Hotspots weg bist, desto günstiger kannst du essen. Eine tolle Ausnahme ist die Bäckerei Luini (Via Santa Radegonda 16) , wo du günstig großartige Panzerotti (süß oder herzhaft) kaufen kannst. Lass dich von der Menschenschlange vor der Tür nicht abschrecken. Die Mitarbeiter sind echt flott.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Die falsche Reisezeit wählen

Ein Sommertrip nach Italien: Kann es was Schöneres geben? Kaum. Aber Mailand solltest du im August besser nicht besuchen. Warum? Der August – besonders die Tage rund um Ferragosto – ist der Urlaubsmonat der Italiener. In Mailand sind die Straßen dann zwar angenehm leer, aber viele Sehenswürdigkeiten, Geschäfte, Restaurants und Cafés eben auch geschlossen.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Nachts alleine am Hauptbahnhof sein

Mein anfangs schlechter Eindruck von Mailand hatte vor allem damit zu tun, dass die Gegend rund um den Bahnhof eher an Wanne-Eickel oder Gelsenkirchen erinnert, inklusive dem Klientel, was da immer so rumläuft. Schon tagsüber habe ich große Bauchschmerzen, dort entlangzulaufen. Deine Taschen solltest du unbedingt immer im Blick haben. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft mir da schon eher nicht so vertrauenswürdige Herrschaften bedrohlich nahe kamen. Im Zweifel bleibe ich stehen und lasse die Menschen vorbeigehen. Abends ist die Gegend eine No-Go-Area – insbesondere für alleinreisende Frauen. Meinen Eindruck bestätigte mir auch ein Bekannter, der mehrere Jahre in Mailand wohnte und so einige unschöne Storys über die Gegend erzählen kann.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Keinen Kassenbon verlangen

In Deutschland verzichten immer viele Menschen darauf, einen Kassenbon zu verlangen, in Italien ist dies Pflicht. Noch mehr: Den Bon musst du in einem Umkreis von 100 Metern mit dir führen. Damit soll verhindert werden, dass Geschäftsleute Summen am Finanzamt vorbeischleusen. Solltest du ohne Bon von den Behörden erwischt werden, droht dir ebenfalls eine Strafe. Der Vorwurf: Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Vermeintliche Geschenke annehmen

Wenn du in Mailand in die Nähe der touristischen Hotspots kommst, werden sie dir schnell auffallen. Männergruppen, die dir vermeintliche Geschenke (meist Armbänder) anbieten. Nehme diese Dinger auf keinen Fall an. Dies ist ein Trick, um sich eine Spende von dir zu erpressen. Manchmal werfen die Männer ihre Armbänder auch auf Personen und hoffen, dass die auf ihnen oder ihren Rucksäcken hängenbleiben und versuchen dann an dein Geld zu kommen, da du ja das “Geschenk” angenommen hast. In Mailand geht die Polizei strickt gegen diese Gruppen vor. Deshalb verlagern sie nun teilweise ihre Standorte. Im Juni 2019 habe ich erstmals diese Trickbetrüger auf den Märkten am Lago Maggiore gesichtet. Polizei? Fehlanzeige.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Ausschließlich in Dom-Nähe bleiben

Natürlich sind Dom und das umliegende Goldene Viereck sowie die Galleria Vittorio Emanule II toll und ein absolutes Muss, wenn man in Mailand ist. Doch auch fernab des Doms gibt es unzählige tolle Dinge zu entdecken. Ich bin zum Beispiel absoluter Fan von Chinatown, das du auch zu Fuß vom Parco Sempione aus erreichen kannst. Toll sind auch das Brera-Viertel, das Viertel Navigli und das Viertel Isola, das vom Klientel bodenständiger ist, aber atemberaubende moderne Architektur zu bieten hat. Erst seitdem ich auch fernab des Doms die Stadt erkunde, weiß ich, dass Mailand toll ist. Man muss nur wissen wo.

Dinge, die du in Mailand vermeiden solltest: Zu viel bezahlen

Ja, Mailand kann teuer sein, aber du kannst auch Schnäppchen machen oder sogar tolle Dinge kostenlos erleben. Mein liebster Tipp ist immer das Castello Sforzesco, das viele tolle Ausstellungen zeigt, die jeden ersten und dritten Dienstag im Monat ab 14 Uhr kostenlos zu sehen sind. Gratis zu besichtigen und bezaubernd ist zum Beispiel auch der botanische Garten im Brera-Viertel. Günstig essen kannst du vor allem in Chinatown oder bei einem – für Mailand typischen – Aperitivo am Abend. Während dieser Happy Hour, die viele Restaurants und Bars anbieten, zahlst du den Preis für einen Cocktail und kannst dich zusätzlich an den – oft üppigen – Buffets satt essen.

Jetzt bist du dran: Warst du mal in Mailand? Wie hat es dir gefallen? Fallen dir weitere Dinge ein, die man in Mailand vermeiden sollte?

Weitere Ideen für deine Zeit in Mailand sind diese:

Weiterlesen: In meinem Text “Mailand für Anfänger” verrate ich dir, was du noch alles in der Metropole entdecken kannst.

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