Rezension: Rom – 100 unbekannte und geheimnisvolle Orte

Welche Sehenswürdigkeiten kommen dir zuerst in den Sinn, wenn du an Rom denkst? Das Kolosseum? Der Trevibrunnen? Oder der Petersdom? Ja, mir auch. Doch über genau diese Sehenswürdigkeiten ist schon in unzähligen Reiseführern ausführlich berichtet worden. Einen anderen Ansatz für sein Buch über die ewige Stadt wählte Gerhard Kotschenreuther. Er stellt 100 unbekannte und geheimnisvolle Orte in Rom vor.

Rom ist eine so vielfältige Stadt, dass du fast unmöglich bei nur einer Reise die besten Sehenswürdigkeiten entdecken kannst. Ähnlich wie in London, gibt es in der ewigen Stadt immer etwas zu sehen. Wenn du nach einigen Aufenthalten die Must-Sees „abgearbeitet“ hast, steht dir vielleicht der Sinn nach Orten, die nicht jeder kennt. Dann solltest du Rom – 100 unbekannte und geheimnisvolle Orte lesen.

Unbekannte und geheimnisvolle Orte in Rom: Aufbau und Inhalt

Das Buch beginnt mit einem Vorwort und einer Gebrauchsanleitung. Dort weist der Autor darauf hin, dass nicht jeder der 100 genannten Orte leicht zugänglich ist. Er führt eine Legende ein, an der du ablesen kannst, wie einfach die geheimnisvollen Orte zu erreichen sind. Auch wichtige Web-Adressen trägt Kotschenreuther schon hier zusammen.

Es folgen die versprochenen 100 geheimnisvollen Orte (78 im Zentrum von Rom und 22 außerhalb des Zentrums). Die Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind geografisch unterteilt in „Trevi bis Piazza del Popolo“, „Monti und Quirinal“, „Piazza Navona und Pantheon“, „Via Giulia und Campo de‘ Fiori“, „Zwischen Ghetto und Circus Maximus“, „Circus Maximus und Aventin“, „Zwischen Bahnhof Termini und Santa Croce“, „Forum Romanum, Celio und Laterano“, „Trastevere und Gianicolo“ und „Vatikan“.

Das Buch schließt mit einem mehrseitigen Anhang. Gerhard Kotschenreuther stellt seine alternative Top-10-Liste für Rom mit seinen liebsten Geheimtipps vor. Außerdem erzählt er kurz was über die römische Küche und verrät Restaurant-Tipps in verschiedenen Teilen von Rom. Es folgen die wichtigsten Ausspracheregeln für die italienische Sprache, ein Glossar und Platz für Notizen. Im Buchumschlag sind zwei Karten eingearbeitet.

Unbekannte und geheimnisvolle Orte in Rom: Mein Fazit

Auf Reisen interessieren mich immer besonders die Orte, die nicht von Touristen überrannt werden. Und auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag: Rom ist voll von solchen Orten. Das zeigt Autor Gerhard Kotschenreuther in seinem Buch wirklich ganz beeindruckend.

Ich kenne einige Rom-Experten, aber selbst diese kannten viele der im Buch vorgestellten Orte nicht. Gerhard Kotschenreuther entführt den Leser zu unzähligen unterirdischen Bauten, versteckten Kellern und Gärten sowie schmucken Kirchen. Ich habe mir bei der Lektüre einen Zettel neben das Buch gelegt, um mir die Orte zu notieren, die mir besonders gut gefielen. Dieser Zettel füllte sich schneller als ich dachte. Auch hier wird wieder eine Rom-Reise nicht ausreichen, um zum Beispiel den sprechenden Statuen einen Besuch abzustatten, das Wohnhaus von Karol Wojtyla zu begutachten, die Reste des Pompeiustheaters zu bestaunen, die weltweit erste Babyklappe zu sehen oder mit einer Pyramide ein Stück Ägypten auf römischen Boden unter die Lupe zu nehmen.

Kotschenreuther schreibt leicht verständlich und schien bei seiner Arbeit am Buch tatsächlich auch den Leser und seine Bedürfnisse im Hinterkopf zu haben. Er stellt nicht nur plump Orte vor, sondern denkt auch, welche Fragen der Leser haben könnte und liefert direkt Antworten. So beschreibt er zum Beispiel, wie man bei manchen Sehenswürdigkeiten laufen muss, um ans gewünschte Ziel zu kommen und nennt immer Öffnungszeiten, Adressen und weitere Infos. Auch die Gebrauchsanweisung, die dem Buch vorangestellt ist, und die Tipps am Ende des Buchs zu Restaurants und Aussprache einiger Buchstaben, unterstützen meinen Eindruck, dass dieser Reiseführer nicht nur eine wunderbare Lektüre vor der Reise, sondern auch ein praktischer Begleiter während der Reise ist.

Schön ist auch, dass im Buch sehr ausführlich historische Kontexte erklärt werden. Selbst wenn du bald nicht nach Rom fährst, lernst du bei der Lektüre unheimlich viel geschichtliches Hintergrundwissen über die ewige Stadt.

Schade ist, dass im Buch wirklich sehr viele Kirchen beschrieben werden. Ich bin mir bewusst, dass dies bei einer Stadt wie Rom nicht ausbleibt. Gerade in Kirchen sind oft historische Geheimnisse zu finden. Dennoch waren manche Kirchen nicht so besonders, dass sie ins Buch gemusst hätten. Bei einigen Kirchen allerdings macht der Autor wirklich neugierig auf das Aussehen. Ausgerechnet diese Kirchen sind aber unzureichend bebildert. Ein Beispiel ist die Santa Maria Vittoria: Angeblich gibt es keine andere Kirche in Rom, die so mit Schmuck überladen ist. Ins Buch gelangte lediglich ein Foto der Außenansicht. Fehlende Fotos könnten natürlich auch rechtliche Gründe haben, dennoch fand ich es schade, wenn man manchmal angefüttert wurde, um dann letztendlich doch enttäuscht zu werden. Da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als bald mit dem Buch im Gepäck genau diese Orte zu besuchen und mit eigenen Augen zu sehen, was Kotschenreuther beschreibt.

Unbekannte und geheimnisvolle Orte in Rom: Umfang und Preis

Das Buch Rom – 100 unbekannte und geheimnisvolle Orte von Gerhard Kotschenreuther umfasst 312 Seiten, kostet 16,90 Euro und ist im Reise Know-How Verlag erschienen. Wenn du es haben möchtest oder verschenken willst, kannst du es direkt hier bestellen*.

Ich danke dem Reise Know-How Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung bleibt – wie immer – dadurch unbeeinflusst.

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