Unterwegs in London: Lohnt sich die Oyster Card?

 Du möchtest bald nach London reisen? Ich beneide dich! Doch zwangläufig stellst du dir die Frage, wie du dich am besten in London fortbewegst. Schnell wirst du dich für die Tube und Busse entscheiden. Doch nun kommt die nächste Frage: Nutze ich die Oyster Card oder lieber eine Alternative? Ich kann dir bei deiner Entscheidung helfen.

Ich war mittlerweile schon unzählige Male in London. Mal auf eigene Faust, mal mit Reisegruppen. Eins fällt mir dabei immer wieder auf. Reiseführer und Reiseleiter empfehlen fast ausnahmslos die Oyster Card, wenn es darum geht, sich Tickets für den öffentlichen Nahverkehr in London zu kaufen. Die Oyster Card ist eine Art Prepaid-Karte, mit der du ein vorab aufgeladenes Guthaben verfährst. Sie ist in allen Tarifzonen, zu allen Zeiten gültig. Bei Fahrten mit Tube oder DLR musst du dich vor Fahrtantritt ins System ein- und beim Verlassen der Station auschecken, dann wird ein Fahrpreis berechnet. Bei Busfahrten musst du dich nur beim Einsteigen einbuchen (gelbes Touch Pad). Doch ist die Oyster Card wirklich so alternativlos?

Was sind die Vorteile der Oyster Card?

Die Oyster Card setzt automatisch gewisse Preisgrenzen. Du fährst oft am Tag mit Bus oder Bahn? Die Oyster Card sorgt dafür, dass du nicht mehr bezahlst als für eine Tageskarte (Travelcard). Fährst du nur ein oder zweimal, wird auch nur der Preis für diese Fahrten abgebucht. Du sparst Geld. Du kannst die Karte auch nach deinem London-Trip behalten und bei deiner nächsten Reise wieder mitnehmen. Das Guthaben verfällt nicht, und du bist bereits bei Ankunft in der Stadt mobil und musst dich nicht um eine Karte kümmern. Außerdem bist du flexibler. Du musst dich nicht auf eine Tarifzone festlegen, was bei Tageskarten der Fall ist (fährst du doch einmal außerhalb der Tarifzone, musst du dir einen Extra-Fahrschein besorgen).

Was sind die Nachteile der Oyster Card?

Das Geld, das du durch nicht gemachte Fahrten im Vergleich zur Tageskarte sparen kannst, bist du eigentlich direkt wieder los. Denn die Aktivierungspauschale der Oyster Card beträgt derzeit 3 Pfund, dazu kommen 5 Pfund Pfand. Um die Rückerstattung und die Erstattung des Restguthabens musst du dich nach/am Ende der Reise kümmern. Das Prinzip der Prepaid-Karte kann außerdem nach hinten losgehen. Dann nämlich, wenn du nicht genau darauf achtest, wie viel Geld noch auf der Karte ist. So kann es passieren, dass du mit Tube oder Bus fahren möchtest, aber nicht mehr genug Guthaben hast. Das kann leicht in Stress ausarten. Zudem habe ich mich mit der Oyster Card oft beim Taktieren erwischt. Mache ich diese Fahrt noch oder laufe ich nicht doch lieber? Kann ich hier noch ein bisschen sparen, wenn ich auf den Bus verzichte? Das will ich im Urlaub nicht. Ein weiterer Fallstrick: An Stationen ohne Drehkreuz darfst du nicht vergessen, dich auszubuchen. Ansonsten kann der maximale Tagespreis zuzüglich einer Strafe berechnet werden.

Gibt es Alternativen zur Oyster Card?

Ja, die bereits erwähnte Travelcard. Dies ist eine vordatierte Tages- oder Mehrtageskarte, die dazu berechtigt, innerhalb des Gültigkeitszeitraums unbegrenzt viele Fahrten in den gebuchten Tarifzonen zu machen. Ich muss zugeben: Ich nutze sie so gut wie immer, bestelle sie mir vor Reiseantritt im Internet, sodass ich gleich bei Ankunft mobil bin. Eine Aktivierungspauschale oder Pfand kostet sie nicht. Leider gibt’s nur noch Travelcards für einen und sieben (nur online) Tage. Wenn du also nur drei Tage in London bist, überlege dir genau, ob du nicht doch besser zur Oyster Card greifst. Ab einem Aufenthalt von vier Tagen kann sich die Wochenkarte bereits lohnen.

Und es gibt einen weiteren Vorteil der Travelcard: Sie trägt das National-Rail-Logo und darf deshalb auch in den meisten Zügen innerhalb Londons benutzt werden. Mit der Oyster Card ist das nicht möglich.

Nun habe ich dir die Vor- und Nachteile der Oyster Card aufgezeigt. Ob du sie nutzt, musst du entscheiden. Du hast noch Fragen zu dem Thema? Hinterlasse mir doch einen Kommentar.

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Ein Kommentar zu “Unterwegs in London: Lohnt sich die Oyster Card?

  1. Cordula

    Danke für den Tipp. Ich beneide die Londoner ja eigentlich immer für die bequeme und unkomplizierte Art zu bezahlen. Wenn ich da an die unterschiedlichenund unübersichtlichen Systeme in Deutschland denke … Die Travelcard habe ich bisher in London noch nicht benutzt, werde sie beim nächsten Mal aber in Betracht ziehen. Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Menschen, die im Urlaub anfangen zu rechnen (zumindest nicht bei kleinen Beträgen). Wenn ich die Card noch mal aufladen muss, dann ist das halt so.
    Gruß Cordula von abseits-der-pfade.de

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