“Die bunte Christine” persönlich: Noch mehr Infos über mich

Als ich mit dem Bloggen vor fünf Jahren startete, hatte ich noch ein paar Probleme mit dieser Form der Veröffentlichung. In der Journalistenschule wurde mir jahrelang eingebläut, dass Objektivität das oberste Gebot ist und persönliche Meinungen ausschließlich im Kommentar etwas verloren haben. Das ist auch richtig so, und ich denke, das sollte man in der journalistischen Berichterstattung immer beherzigen. Doch ein Blogpost ist eine besondere Textform. Längst habe ich raus, dass es die Mischung macht, und gerade die persönliche Note einen Blog erst lesenswert macht. Deshalb möchte ich heute noch ein paar Infos über mich preisgeben, damit vielleicht noch deutlicher ist, wer hier überhaupt schreibt. 

Zum Start meines Blogs war mir eins immer wichtig: Egal wie viel ich schreibe, es sollte niemals zu persönlich oder zu privat werden. Ich war geschockt, als ich sah, dass es manche – vor allem Mädels – gibt, die etwas über wirklich jedes noch so private Thema unter ihrem Klarnamen veröffentlichen, ohne sich anscheinend Gedanken darüber gemacht zu haben, dass vielleicht mal der Tag kommt, an dem sie sich auf einen Job bewerben und der Personaler ihren Namen bei Google eingibt … Mir ist es schon wichtig, dass auf meiner Website ein wenig rüberkommt, wie ich so ticke, aber – wie gesagt – zu privat wird es niemals werden. Und ich denke, man kann jemanden auch wunderbar kennenlernen, ohne dass derjenige komplett die Hosen runterlassen muss. Deshalb habe ich ein bisschen nachgedacht und mir sind einige Infos eingefallen, die dich vielleicht interessieren.

„Die bunte Christine“ persönlich: Eine peinliche Vorliebe

Der eine oder andere wird es vielleicht schon gesehen haben: Ich habe eine spezielle Eigenart. Oder sagen wir besser Vorliebe. Ich twittere für mein Leben gern über bestimmte Fernsehsendungen, und zwar, wenn diese gerade live laufen. Am liebsten – und jetzt verurteilt mich bitte nicht – twittere ich über das „Dschungelcamp“. Gerne hätte ich hier auch das „Sommerhaus der Stars“ erwähnt, aber das besteht dieses Jahr ja nur aus Mobbing. Das hat nichts mehr mit Unterhaltung zu tun.

Die sarkastischen Bemerkungen von anderen Twitter-Usern machen manche Sendungen oft erst interessant. Ich kommentiere auch gerne „Goodbye Deutschland“ und rate bei „The Masked Singer” mit. Jetzt ist es raus. Aber ich mache natürlich auch nicht jeden Quatsch mit. Dieser Bachelor-Kram und andere Dating-Sendungen sind selbst mir zu niveaulos. Irgendwo hört es echt auf …

„Die bunte Christine“ persönlich: Ein ungewöhnlicher Studentenjob

Apropos Fernsehen: Ich habe während meines Studiums auf die unterschiedlichsten Arten Geld verdient, zum Beispiel als studentische Hilfskraft in der Univerwaltung, als Inventurhelferin und an der Theaterkasse. Und selbstverständlich schrieb ich auch für unterschiedliche Medien. Noch lange bevor Anja Rützel und Co. auf die Idee kamen, ironische Texte über Fernsehsendungen zu schreiben, tat ich dies für eine Website. Ich schrieb meist über irgendwelche Dating-Shows aus den USA, die auf MTV der Renner waren, was zu unglaublichen Klickzahlen führte. Ähnlich erfolgreich waren meine Texte über „Bauer sucht Frau“. Heute frage ich mich, wie ich diese Sendungen überhaupt ertragen habe, aber hey, ich war jung und brauchte das Geld. „Bauer sucht Frau“ habe ich schon viele Jahre nicht mehr geschaut und verspüre auch keinerlei Bedürfnis das zu ändern.

„Die bunte Christine persönlich“: Ich wusste schon mit acht Jahren, was ich werden will 

Und wenn wir schon beim Thema „Schreiben“ sind: Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten und darf mich tatsächlich heute Redakteurin nennen. Dass ich mit dem Schreiben mein Geld verdienen möchte, wusste ich schon in der zweiten Klasse. Oder insgeheim vielleicht sogar etwas eher.

Als ich sechs Jahre alt war, belegte ich bei einem Malwettbewerb eines großen örtlichen Kaufhauses den dritten Platz meiner Altersgruppe. Entweder war mein Bild wirklich so toll oder ich gewann, weil mein Bruder den ersten Platz in seiner Altersklasse holte und man so eine Familie weniger zwecks Preisübergabe kontaktieren musste. Wie dem auch sei. Als Preis gab es ein Paket voll von großartigen Geschenken. Ich weiß noch, was das für ein Spaß war, das Paket zu öffnen. Fast so toll wie Geburtstag.

Unter anderem war in dem Paket ein weißer Füller. Ich liebte diesen Stift. Schreiben wollte ich von da an noch dringender lernen und hatte immer einen riesigen Spaß, wenn ich den Füller in den Händen hielt und aus Buchstaben Worte wurden und aus Worten Geschichten. Ich nutzte diesen Füller jeden Tag, bis er eines Tages in der dritten Klasse kaputt ging. Ich war so traurig. Denn dieser Stift war nicht nur ein Füller. Er war mitunter ein Grund für meine Schreibleidenschaft und ich habe schon in der Grundschule jedem erzählt, dass ich mal mit dem Schreiben mein Geld verdienen werde. Den Füller habe ich heute noch irgendwo. Ich habe es nie übers Herz gebracht, ihn wegzuwerfen.

„Die bunte Christine persönlich“: Erste Schritte als Buch-Autorin

Wenn ich ehrlich bin, war Journalistin nur die zweite Wahl, was meinen Berufswunsch angeht. Denn eigentlich wollte ich immer Schriftstellerin sein. Ich betonte das Wort schon als kleines Kind immer. Es faszinierte mich. Schriftstellerin, nicht Autorin. Das Wort Schriftstellerin klang in meinen Kinderohren einfach 100-mal besser als Autorin.

Schriftstellerin, das ist man in meinen Augen irgendwie erst, wenn man sein eigenes Buch in den Händen hält, das man selbst oder als Co-Autorin geschrieben hat. Klar, ich habe meine Bachelor-Arbeit als Buch* rausgebracht, aber das zählt ja irgendwie nicht.

Ganz so unerfahren bin ich aber dann doch nicht, was das Thema Bücher angeht. Ich habe nämlich schon an diversen Buch-Projekten mitgewirkt, zum Beispiel als Redakteurin an diesem Fußballbuch hier*. Ich habe in diesem Buch auch zwei Kapitel geschrieben, und zwar über die Jahre 2005 und 2007. Und ja, ich freue mich auch heute wie ein kleines Kind, dass ich in einem Schalke-Buch sehr oft den Namen meines liebsten Vereins „VfL Bochum“ unterbringen konnte, ohne dass mir das jemand weggekürzt hätte …

„Die bunte Christine“ persönlich: Mein erster Job nach dem Abi

Wo wir schon einmal beim Thema Jobs sind: Mein erster Job war ehrenamtlich. Während der Fußball-WM in Dortmund war ich als Volunteer und im Bereich Zuschauer-Betreuung eingesetzt. Heute kann ich es ja zugeben. Das habe ich jetzt nicht unbedingt gemacht, um Karma-Punkte zu sammeln. Ich wollte einfach die WM-Spiele sehen. Und da ich als Abiturientin nicht das Geld für Tickets hatte und mich auch nicht rechtzeitig um Eintrittskarten bemühte, musste eine andere Lösung her. Beim Bewerbungsgespräch durfte man natürlich nicht sagen, dass man nur wegen der Spiele dabei sein wollte, aber das wollten doch letztendlich alle.

Die Zeit war großartig. Von den sechs Spielen, die in Dortmund ausgetragen wurden, durfte ich fünf sehen. Beim sechsten konnte ich nicht, weil ich zeitgleich mein Abizeugnis bekommen habe. Mein fußballverrückter Opa Willy meinte zwar, ein Zeugnis könne man sich doch auch zuschicken lassen, aber ich ging zur Abiverleihung und verpasste so Japan gegen Brasilien. Die Brasilianer sah ich aber dennoch, und zwar bei ihrem 3:0-Sieg gegen Ghana im Achtelfinale. Außerdem sah ich Trinidad-Tobago gegen Schweden (0:0), Togo gegen die Schweiz (0:2), Polen gegen Deutschland (0:1, Flanke Odonkor und Vollstreckung durch Neuville, wer erinnert sich) und das Halbfinale, das Deutschland gegen Italien 0:2 in der Verlängerung verlor. So gerne ich Italien habe, was Fußball angeht, kann ich die Italiener echt nicht leiden … 😉

Jetzt kommt gerade wieder die Sportjournalistin in mir durch. Die Ergebnisse kann ich noch 14 Jahre später runterbeten, ohne, dass ich es hätte nachschauen müssen. Auch so ein Tick von mir, Fußballergebnisse kann ich mir extrem gut merken.

„Die bunte Christine“ persönlich: Auf die Größe kommt es an … 

… jedenfalls in manchen Lebenssituationen. Ich bin leider nur 1,57 Meter klein. Normalerweise macht mir das nicht viel aus. In Zügen und Flugzeugen hätte ich sogar einen klaren Vorteil, wenn nicht meine Platzangst wäre. Aber manchmal ärgere ich mich über meine fehlende Körpergröße. Zum Beispiel auf Reisen.

Viele berühmte Sehenswürdigkeiten sehen aus meiner Perspektive nämlich immer so aus, wie auf diesem Foto. Ich habe es 2012 während meiner ersten London-Reise aufgenommen und alle anderen auf dem Bild schauten sich gerade den Wachwechsel im Buckingham Palace an, während ich nur Hinterköpfe und Rücken sah …

„Die bunte Christine“ persönlich: Der Teller-Tick

Normalerweise halte ich ja nicht so viel von Deko und Nippes, den man so unterwegs kaufen kann. Eine Sammelleidenschaft habe ich aber doch: Ich sammle schon seit meiner frühesten Kindheit Wandteller. Dieses Hobby habe ich von meinem bereits erwähnten Opa Willy geerbt, der im Rentenalter extrem viel reiste und von seinen Reisen unterschiedliche Teller mitbrachte. Die hängte er dann in seiner Wohnung auf und erzählte mir dann seine ganzen Reisegeschichten. Als Opa starb, bekam ich den größten Teil seiner Tellersammlung und hängte sie zwischen meinen Tellern auf. So habe ich nun eine bunte Mischung, denn es war später irgendwie unser gemeinsames Hobby. Denn meinen ersten Teller schenkte mir mein Opa. Ab da sammelte auch ich. Als Opa gesundheitsbedingt nicht mehr reisen konnte, brachte ich ihm Teller von meinen Reisen mit.

Heute freue ich mich jedes Mal besonders, wenn ich auf Reisen einen Teller entdecke, von dem ich genau weiß, dass dieser meinem Opa auch gefallen hätte.

Mehr zu meinem Teller-Tick habe ich in diesem in diesem Blogpost geschrieben und zeige auch einige meiner liebsten Teller.

„Die bunte Christine“ persönlich: Eine besondere Abneigung

Ich hasse fast nichts mehr auf der Welt als zu telefonieren. Schon wenn das Telefon klingelt, könnte ich … na ja, du weißt schon. Ich setze da mehr auf das geschriebene Wort, denn beim Schreiben fasst man sich außerdem viel kürzer und konzentriert sich mehr aufs Wesentliche.

Ich verstehe Menschen nicht, die permanent telefonieren. Mich stresst sowas total. Wenn ich also freiwillig mit dir telefoniere, kannst du dir schon was drauf einbilden.

Die bunte Christine“ persönlich: Antje und Horst 

Manchmal gebe ich Dingen Namen, die gar keine Lebewesen sind. Als ich vor zehn Jahren mein erstes Auto kaufte, taufte ich es Antje. Ich hatte lange darauf gespart und war so froh, dass ich endlich mobiler war. Da das Auto aus den Niederlanden kam, bekam es natürlich auch einen Namen, der mich an dieses Land erinnerte. Und der erste Name, der mir in den Sinn kam, war Antje. Das passte, weil der erste Ausflug, den ich mit Antje unternahm, eine Fahrt nach Gouda war. Kein Witz!

Auch Horst wird von mir rege gebraucht und bekam deshalb einen Namen. Horst ist auf den ersten Blick ein Plüschpanda, aber in Wirklichkeit eine Wärmflasche, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn meine operierte Wirbelsäule schmerzt. Horst war sogar schon oft mit mir am Lago Maggiore und fährt dann immer auf dem Beifahrersitz mit, angeschnallt natürlich. Damit habe ich aber nur angefangen, um dem Grenzpersonal in der Schweiz ein bisschen Show zu bieten, wo sie mich doch ohnehin fast jedes Mal anhalten und mein Auto durchsuchen.

Kürzlich war Horst in Bochum sogar sechs Wochen auf einem riesigen Plakat zu sehen. Bochum Marketing hatte dazu aufgerufen, Fotos von Plüschtieren mit Mundschutz zu schicken. Mein Beitrag zur Aktion von meiner Wärmflasche Horst, die mit meinem viel zu großen Gummibärchen-Mundschutz Zeitung liest, war nur als Schmerz gedacht. Der Jury gefiel das allerdings so gut, dass Horst schließlich als einer von mehreren plüschigen Werbebotschaftern ein eigenes Plakat bekam.

Auch Tieren, die nicht bei mir wohnen, gebe ich Namen. Das Eichhörnchen aus dem Nachbargarten heißt zum Beispiel Hugo. Ich habe ganz schön doof geguckt, als ich Hugo kürzlich begrüßte und kurze Zeit später ein zweiter Hugo um die Ecke geflitzt kam.

„Die bunte Christine“ persönlich: Das Passwort-Problem

Ich kann mir zwar jeden blöden Namen für jedes Tier, was mir mal über den Weg lief, merken und Fußballergebnisse inklusive Torschützen und Spielzügen von Spielen, die mehr als zehn Jahre zurückliegen, aber eine Sache will niemals in meinen Kopf: Passwörter! Ich schwöre es, kein Mensch hat bisher häufiger den „Passwort vergessen“-Button auf Websites gedrückt als ich.

„Die bunte Christine“ persönlich: Oft zu perfektionistisch

Im kompletten Gegenteil zum Passwort-Problem steht, dass ich eigentlich viel zu oft, zu perfektionistisch bin. Beispiel gefällig? Manchmal sitze ich sogar mit einem Lineal vor meinem Rechner und messe nach, ob auch ja alle meine Pinterest-Grafiken auf jeden Fall die richtigen Abmessungen und gleichen Abstände haben, was die Schrift anbelangt. Ganz schön doof, oder?

Jetzt bist du dran: Hast du irgendwelche Angewohnheiten? Findest du dich sogar in einigen beschriebenen Eigenarten wieder? Ich möchte mehr über meine Leser wissen und freue mich über deinen Kommentar.

Weiterlesen: Im folgenden Blogpost verrate ich noch 11 weitere Fakten über mich.

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3 Kommentare zu ““Die bunte Christine” persönlich: Noch mehr Infos über mich

  1. Vanessa

    Hallo Christine,

    herzlichen Glückwunsch zum 5. Bloggeburtstag 🙂 Deine persönliche Abneigung zum telefonieren, kenne ich nur zu gut. Ich telefoniere auch überhaupt nicht gerne und versuche es immer zu vermeiden 😉

    Liebe Grüße Vanessa

    1. Christine Autor des Beitrags

      Hallo Vanessa,

      vielen Dank für die Glückwünsche. 🙂
      Je mehr Menschen ich von meiner Telefon-Abneigung berichte, desto mehr melden sich bei mir, weil sie das auch nicht mögen. Wir sind also nicht alleine. 😉

      Liebe Grüße
      Christine

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