Ausflug nach Windsor: Frust, Fascinator und ein fantastisches Schloss

Hand aufs Herz: Hast du im Mai 2018 auch die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle im Fernsehen verfolgt? Ich schon. Ich war so gespannt: Nicht auf das Brautkleid. Nein, auch nicht auf die prominenten Hochzeitsgäste oder das Programm während der Trauung. Ich wollte mehr von Windsor und insbesondere Windsor Castle sehen. Denn bei meinem Ausflug in die Stadt in Berkshire lief ein bisschen was schief.

Jetzt weiß ich wieder, warum ich mich so ungerne auf andere Leute verlasse. Ich plane am liebsten meine Reisen selber, dann bin ich auch selber schuld, wenn etwas nicht klappt. Zu meinem 30. Geburtstag gönnte ich mir eine Reise nach London. Wenn du meinen Blog verfolgst, weißt du das vielleicht. Ich habe nämlich ausführlich über die Anreise voller Pleiten, Pech und Pannen berichtet. Ich hatte zwei volle Tage Aufenthalt in London und nutzte den ersten Tag, der mein runder Geburtstag war, um den Buckingham Palace zu besuchen. Dies hatte ich im Vorfeld selbst organisiert. Zum Glück. Es klappte alles. Ich hatte einen wunderbaren Tag, war am Nachmittag noch auf dem Portobello Market in Notting Hill und genoss abends einen Spaziergang über die wunderbar angestrahlte Tower Bridge. Mehr organisierte ich bei dieser Reise nicht, denn eigentlich war es eine pauschale Busreise, bei der das Programm im Reisepreis inklusive war.

Am ersten Tag hatten meine Reisebegleitung und ich – wie gerade erwähnt – zugunsten von Buckingham Palace und Notting Hill auf das Programm verzichtet. Am zweiten Tag stand ein Ausflug nach Windsor, angeblich inklusive Schlossbesichtigung, an. Toll, dachten wir. Da waren wir beide noch nicht und nach dem Buckingham Palace würde ein Ausflug zum Hauptwohnsitz der Queen unser royales Wochenende perfekt machen. Ich sage mal so: Das Schloss haben wir besichtigt. Aber nicht von innen …

Ausflug nach Windsor: Vorbereitung ist alles

Es ging schon damit los, dass wir fast 45 Minuten später als gedacht aus London herauskamen, weil der Reiseleiter erst nicht in der Lage war, die Uhr richtig zu lesen (sprich zu spät kam) und dann den nicht ortskundigen Busfahrer immer in die falsche Richtung leitete. Mein Ruhepuls erhöhte sich minütlich. Durch die verspätete Abfahrt nach Windsor nahmen wir die Rush Hour voll mit. Irgendwann kamen wir dann doch endlich in Windsor an. Es war nur ein kurzer Spaziergang vom Busparkplatz zu Windsor Castle, bei dem wir auch den Bahnhof Windsor & Eton Central passierten. Doch vor dem Schloss erwartete uns schon der nächste Aufreger. Denn der Reiseleiter hatte keine Eintrittskarten für das Schloss besorgt, obwohl dies seine Aufgabe gewesen wäre.

Ich habe mich nach der Reise beim Veranstalter extra rückversichert und eine Entschädigung aufgrund dessen und der vielen weiteren Fehltritte des Reiseleiters erhalten. Das hat mir in dem Moment aber leider nichts gebracht. Stattdessen durften wir uns über die freundliche Reaktion des Reiseleiters über seinen Fauxpas freuen. “Wenn sie rein wollen, stellen sie sich halt an.” Das Problem: Die Schlange am Schloss war so lang, dass ich es nach einigen Minuten aufgab, bis ans Ende zu laufen. Andere Mitreisende haben sich allerdings einreiht, zahlten die rund 25 Euro Eintritt und erzählten später, dass ihnen am Ende weniger als 30 Minuten für die Schlossbesichtigung blieben. Gut, dass meine Reisebegleitung und ich uns anders entschieden.

Ausflug nach Windsor: Das Alternativprogramm

Da Windsor ja auch noch mehr zu bieten hat als das Schloss, schlenderten wir durch die Stadt. Erst sind wir natürlich ein wenig die Schlossmauern entlanggelaufen und stellten fest, dass Windsor Castle einfach nur gigantisch groß ist. Dann zog es uns in die entzückende Fußgängerzone.

Sie war meine positive Überraschung des Tages. Denn es machte großen Spaß, durch die inhabergeführten Geschäfte zu schlendern und sich die hübsch dekorierten Schaufenster anzusehen. In einem Buchladen, in dem ich mehr Zeit verbrachte als ich eigentlich wollte, habe ich eines der Notizbücher erstanden, in das ich heute meine Ideen für den Blog schreibe. So denke ich auch im Alltag häufiger an den Ausflug nach Windsor. Und in einer Stadt wie Windsor muss man natürlich auch einen Fascinator anprobieren. Meine Reisebegleitung und ich probierten gleich mehrere an beziehungsweise auf, die Fotos von der Anprobe bleiben aber unter Verschluss …

Gut gefiel uns auch der Bahnhof Windsor & Eton Central, auf dem wir eigentlich nur eine Toilette suchten. Doch dieser Bahnhof ist schon eine Sehenswürdigkeit für sich. Dort steht zum Beispiel die Lokomotive “The Queen”, die zu dem Sonderzug gehörte, mit dem Queen Victoria einst zu reisen pflegte. Dazu gab es im Bahnhof einige kleine Geschäfte, Restaurants und einen kleinen Flohmarkt.

Der Ausflug nach Windsor, der so ernüchternd begann, entwickelte sich doch noch zu einem schönen Tag. Und wenn ich das nächste Mal in London bin, dann organisiere ich mir selbst einen Ausflug nach Windsor und die Eintrittskarten für Windsor Castle werde ich dann schon vorgebucht haben.

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