8 Dinge, die ich am Reisen hasse

Meist geht es auf meinem Blog um die schönen Aspekte des Reisens. Die Vorfreude auf den Urlaub, die unfassbar schönen Orte, die die Welt zu bieten hat und die Erfahrungen, die ich unterwegs sammle. Doch heute spreche ich mal andere Aspekte an: Dinge, die ich am Reisen hasse.

Ja, die gibt es auch. Und ja, das ist Jammern auf ganz hohem Niveau, denn Reisen ist auch mit diesen negativen Nebeneffekten immer noch großartig. Aber die Aspekte, die ich nun nenne, trösten mich immer ein wenig, wenn ich mal gerade keinen Urlaub in Aussicht habe.

Dinge, die ich am Reisen hasse: Koffer packen

Du hast richtig gelesen. Ich hasse nichts mehr, als meinen Koffer zu packen. Und hier meine ich explizit das Packen vor einer Reise. Ich kann mich dazu einfach nie aufraffen. Zwar habe ich Packlisten, die ich nur abhaken muss, dennoch sträubt sich alles in mir, trotz der großen Vorfreude auf den Urlaub. Meistens fange ich schon zwei Tage vor der Reise an und packe kurz vor Abfahrt den Rest. Früher war das ganz anders. Wenn meine Mutter einen Urlaub gebucht hatte, dann habe ich sofort meinen Koffer aus dem Regal geholt und die wichtigsten Spielsachen gepackt. Es war mir auch meistens egal, dass Januar oder Februar war und gerade der Sommerurlaub an Nord- oder Ostsee gebucht worden war …

Dinge, die ich am Reisen hasse: Meine Flugangst und Flughäfen

Ich habe ja schon öfter darüber berichtet, dass ich nicht soooo gerne fliege. Früher habe ich mich immer aufs Fliegen gefreut, aber nach unschönen Erlebnissen an Bord steige ich öfter auch mal ins Auto oder in den Zug. Zumal ich meist auch von Düsseldorf fliegen muss und die langen Wege dort einfach nur hasse. In den letzte zwei Jahren war die Organisation dort beim Check-in eine einzige Katastrophe. Zu wenig Personal, zu viele Passagiere. An Eingang A bin ich die letzten Male nie durch den Sicherheitscheck gegangen, da es IMMER maßlos überfüllt war. Heißt: Es ging mit dem Handgepäck zurück zu Eingang B oder C, durch den Sicherheitscheck und mit dem gesamten Gepäck den gesamten Weg wieder zurück, weil alle meine Flüge bisher immer von Gate A starteten. Als ich das letzte Mal zum Lago Maggiore geflogen bin, war ich bis zum Abflug bereits knapp sieben Kilometer gelaufen, nur auf dem Gelände des Flughafens. Deshalb liebe ich kleine Flughäfen wie den in Dortmund. Dort ist es sehr entspannend.

Dinge, die ich am Reisen hasse: Wartezeiten

Das kennst du bestimmt auch: Du hast sich tierisch beeilt, um rechtzeitig zum Flug oder Zug zu kommen und dann hast du aufgrund des großen Zeitpuffers noch ganz viel Wartezeit am Flughafen oder Bahnhof. Verlorene Zeit – jedenfalls früher. Mittlerweile weiß ich, diese Wartezeiten halbwegs sinnvoll zu nutzen. Ärgerlich ist es trotzdem immer.

Dinge, die ich am Reisen hasse: Andere Reisende (manche zumindest)

Manchmal machen es einem die anderen Reisenden einfach sehr schwer, den Urlaub zu genießen. Ich hasse es, wenn sich andere Menschen nicht benehmen können. Was habe ich diesbezüglich schon alles in Flugzeugen erlebt! Ein Typ meinte mal, er müsse dort allen Mitreisenden die besten Kotzgeschichten erzählen. Von den vielen Stinkern, die natürlich immer neben mir sitzen oder Menschen, die anscheinend ein Problem mit ihren Ohren haben und so laut sind, dass man sie aus der zweiten Reihe bis ganz hinten hört, fange ich gar nicht erst an. Ist ein bisschen gegenseitige Rücksichtnahme denn zu viel verlangt?

Dinge, die ich am Reisen hasse: Fremdschämsituationen

Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn ich mich im Urlaub für andere Menschen schämen muss. Ich erinnere mich an ein Rentnerehepaar, dass sich bei einem meiner Spanienurlaube an der Hotelrezeption ernsthaft darüber beschwerte, dass in Spanien die Menschen nicht deutsch reden. Also manchmal kann man nur mit dem Kopf schütteln. Einmal kam am Lago Maggiore in einem der edelsten Hotels dort ein Mitreisender mit seinem VfL-Bochum-Trikot zum Frühstück. Da war ich auch nahe dran mich zu schämen, obwohl ich mich als Bochumerin auch ein Stück weit über die Heimatverbundenheit gefreut habe. Aber es war schlicht und einfach unangemessen.

Dinge, die ich am Reisen hasse: Nepp und Touristenfallen

Kaum etwas ärgert mich mehr, als im Urlaub auch noch übers Ohr gehauen zu werden. Kürzlich erst berichtete ich von einer verbreiteten Touristenfalle in Italien. Friend Post heißt das Ganze. Da zahlst du beim Kauf der Postkarten nach Hause mehr für die Briefmarken, aber sie brauchen auch noch viel länger. Auf Gran Canaria hatten ominöse Immobiliengeschäfte, mit denen Touristen zum Kauf von Anteilen an Ferienwohnungen überredet werden sollten, vor zwanzig Jahren Hochkonjunktur.

Dinge, die ich am Reisen hasse: Promoter

Typische Strand- und Partyurlaube sind nicht mein Ding. Insbesondere, weil man an diesen Orten alles findet, aber keine Erholung. Ich habe einmal den Fehler gemacht, nach Mallorca zu reisen. Am dortigen Strand hatte ich keine fünf Minuten am Stück, an denen ich mal Ruhe hatte. Immer kamen irgendwelche Promoter, die mir Flyer in die Hand drücken wollten für Veranstaltungen, an denen ich keinerlei Interesse hatte. Am Strand möchte ich entspannen und nicht dauernd angesprochen werden. Auf Gran Canaria lief es einmal leider ähnlich. Auch Promoter vor Restaurants (nennt man die Menschen, die einen ins Lokal zerren wollen so…) können ganz schön unverschämt und aufdringlich werden. Ich mag den Lago Maggiore deshalb auch so gerne, weil so etwas dort bisher nie passiert ist.

Dinge, die ich am Reisen hasse: Rückreisen

Ich freue mich immer Ewigkeiten darauf, in den Urlaub zu fahren und dann vergeht die Zeit auf Reisen unfassbar schnell. Spätestens zwei Tage vor der Rückreise wird meine Laune deshalb immer etwas schlechter. Insbesondere, wenn ich mich am Urlaubsort sehr wohl fühle. Die ersten Tage zurück in der Heimat sind noch schlimmer. Gegen den Post-Urlaubs-Blues hilft dann meist nur eine Sache: neue Reisen planen!

Und nun bist du dran: Was magst du am Reisen nicht. Da gibt es doch sicher etwas, oder? Verrätst du es mir?

6 Kommentare zu “8 Dinge, die ich am Reisen hasse

  1. Sandra

    Hallo

    Ich kann mit dir mitfühlen – als ich noch in Wien gearbeitet habe – hatte ich das Pech das sich zu mir im Zug imer Leute gesetzt haben die entweder: extrem nach Parfüm gestunken haben – also 1 km gegen den Wind, Leute die extrem nach Alkohol gestunken haben, oder Typen die mit gespreizten Beinen dasaßen und die Hand auf der Hose liegen hatten (ich find das pervers) oder welche die dauern mit dem Fuß gewippt haben (warum zum Geier macht man das ???)

    Ich weiß nciht ob es in Deutschland auch diese Möglichkeit gibt – ich hab in Österreich die goldene Miles & More Kreditkarte. Mit der Karte kann ich bei der Business Class einchecken, auch wenn ich Economy fliege. Ist praktsich. Mit der Karte komme ich auch gratis in die Lounge rein.

    Als Kind hab ich immer geweint, wenn wir heimgefahren sind, wir waren zwar immer im gleichen Hotel, aber ich liebte den Ort. Manchmal freu ich mich auch auf die Heimreise – endlich wieder fliegen – vor allem wenn ich neue Fluglinien oder Flugzeugtypen kennenlerne.

    Im März haben wir ja eine Kreuzfahrt in Südamerika gemacht – bei Norwegian Cruiseline gibt es ja die Möglichkeit essen zu gehen wenn man will – wir haben da sogar mal abgelehnt, das sie uns zu anderen deutschsprachigen Gästen setzen. Beim Buffet haben wir ein paar besondere Exemplare gesehen, wo wir uns geniert haben – wir haben uns sogar, wenn welche in der Nähe waren uns in Englisch unterhalten. Mein Freund war beim Buffet – es war ein 4er Tisch – ein deutschprachiger Gast setzte sich einfach dazu ohne zu fragen: „Ist hier noch frei“ etc. Wir haben uns immer zu englischsprachigen Gäste setzen lassen, wenn es möglich war, und wir haben sehr sympathische Leute kenenngelernt – auch bei den englsichsprachigen Touren. Auch am Schiff hat man viele der deutschsprachigen Gäste erkannt – Fußball T-Shirts oder eben Baseballkappen mit Vereinslogos. Warum muß sowas im Urlaub sein 🙁

    Grüße Sandra

  2. SchädelMädel

    Liebe Christine,

    du triffst das wirklich gut.

    Ich hasse es besonders, wenn ich in einem fremden Land ankomme und gleich von sogenannten Helfern überrannt werde. Aufdringliche Leute wollen dir den Koffer tragen oder andere Dienstleistungen aufdrängen, natürlich gegen Geld. Aber wie viel ist angemessen? Zu wenig, und man hört sich üble Beschimpfungen an. Zu viel, und man macht die Preise kaputt. Ich bin daher sofort gestresst und im Abwehr-Modus, auch wenn die Menschen dort jeden Job brauchen.

    Taxifahrer nennen danach überhöhte Preise, aber nach vielen Stunden Flug habe ich auch keine Nerven mehr ewig zu verhandeln, was sprachbedingt auch nicht immer so leicht ist. Ich liebe öffentliche Shuttle-Busse, und Festpreise sowieso, aber die gibt es häufig eben nicht. Also lässt man sich allzu leicht aus lauter Frust und der Sehnsucht nach Ruhe doch übers Ohr hauen.

    Wahrscheinlich sind das Gründe, warum viele Pauschalreisen mit Reiseleitung bevorzugen. Das ist für mich aber auch keine Alternative, denn es wird ja besser, sobald man sich kurz eingewöhnt und mit Preisen und Sitten vertraut gemacht hat.

    Viele Grüße aus Bremen

    Ingrid

  3. Danni

    Toller Beitrag da fallen mir auch viele Dinge ein aber das mit dem Fremdschämen ist wirklich das schlimmst da könnte ich mich manchmal richtig aufregen. Besonders Deutschsprachige Gäste sind da Nervig weil man sie halt gleich versteht, bei Englisch kann ich im Kopf abschalten und dann ist okay.
    Oder wie ist es im Flieger wenn die Person vor dir ihre Lehne ohne zu schauen einfach nach hinten macht und ich bin 1,90 gross.
    Was mich auch tierisch nervt sind Selfie-Sticks die Leute können echt Nerven wenn sie einen damit fast das Auge ausstechen.
    Und das beste am Schluss sind die Touristen die im All-Inklusiv Hotel die Liegen früh morgens reservieren und beim Essen immer Angst haben das es etwas nicht mehr gibt und deshalb den Teller voll machen das es für drei reicht.

    LG Danni

  4. Christine Autor des Beitrags

    Hallo Sandra,

    in Zügen und Flugzeugen trifft man manchmal schon seltsame Exemplare! 😀
    Ich bevorzuge auch immer die englischsprachigen Mitreisenden. Selbst wenn die mal peinlich Dinge reden, verstehe ich es wenigstens nicht immer im Detail. Letztens in Italien war ein älteres Ehepaar, das den Restaurantbesitzer konsequent auf Kölsch zugetextet hat und dann sauer war, dass der sie nicht verstanden hat. Dann hat die Dame mit ihrem Brot noch in MEINE Richtung geworfen, um die Tauben anzulocken und zu füttern, als ich gegessen habe (geht’s noch ekliger). Von dem Restaurantbesitzer haben die Herrschaften erwartet, dass er ihre Sprache versteht, dass ich ihr dann aber mitgeteilt habe, dass sie dieses ekelhafte Verhalten mit dem Tauben lassen soll, war die Dame ganz erschrocken.

    Liebe Grüße,
    Christine

  5. Christine Autor des Beitrags

    Hallo Ingrid,

    ja dieser Nepp und die aufdringliche Art einiger Leute kann einem echt einige Reisemomente vermiesen. Ich nehme mir zwar immer vor, mich nicht aufzuregen, klappt aber leider nicht immer …

    Liebe Grüße und einen schönen Abend,
    Christine

  6. Christine Autor des Beitrags

    Hallo Danni,

    stimmt, Selfie-Stick-Träger, Handtuch-Reservierer und Buffet-Gangster gehen mir auch ganz schön auf die Nerven. Ich versuche zwar, nicht immer diese typischen Touristen-Hotels zu buchen, aber in den meisten Unterkünften an Urlaubsorten bleibt das ja nun mal nicht aus, dass man auf andere Reisende trifft …

    Liebe Grüße,
    Christine

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