Städtereise ohne Stress: 5 Tipps für einen entspannten Urlaub

Es ist mehr als einmal vorgekommen, dass ich nach einer Städtereise das Gefühl hatte, dass ich jetzt erstmal Urlaub brauche. Dabei war sie ja eigentlich zur Erholung gedacht. Ich wollte entspannen, was anderes sehen, eine Auszeit vom Alltag. Doch ich stresste mich selber und hetzte von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Dabei ist es gar nicht so schwer, eine Städtereise entspannt und ohne Stress und Hektik anzugehen.

Bei einer Städtereise steht man jedes Mal vor der Herausforderung einen Spagat zwischen Erleben, Entdecken und Entspannen hinzubekommen. Klappt dies nicht, kann die Reise schnell zum stressigen Vorhaben avancieren. Damit das nicht passiert, habe ich 5 Tipps, um auch nach der Städtereise entspannt zu sein.

Plane, aber verplane nicht

Die größte Gefahr bei einer Städtereise ist, dass man sich in dem großen Angebot an Sehenswürdigkeiten verliert und – wie oben beschrieben – nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten Sehenswürdigkeit eilt. Oder aber man verplempert viel Zeit in Warteschlangen, weil die Arbeitskollegin Attraktion Nummer 20 ja als unbedingtes Must-See eingestuft hat und man sie deshalb auch noch anschauen will. Aber muss man das echt? Nein, muss man nicht. Vermeide unbedingt die eben beschriebene Vorgehensweise.

Plane deinen Aufenthalt, aber verplane ihn nicht. Nehme dir eine Sehenswürdigkeit pro Tag vor, die du auf jeden Fall besuchen möchtest und klammere alle anderen zunächst aus. Was kommt dir zuerst in den Sinn, wenn du an die Stadt denkst, die du besuchen möchtest? Ist es in Rom der Petersdom oder das Colosseum? Oder ist es vielleicht sogar ein Ort, der nicht zu den Top-Sehenswürdigkeiten zählt? Wähle das aus, was dir Spaß macht oder am Herzen liegt. Nicht das, was Reiseführer oder Bekannte dir einflüstern. Es ist schließlich dein Urlaub. Besuche Orte, die dich glücklich machen. Ich wollte in London bei meinem ersten Besuch nicht die Tower Bridge oder Big Ben sehen, sondern das Wembley Stadion. Wenn du diesen einen Ort besucht hast, hast du noch genügend Zeit, die Stadt auf dich wirken zu lassen. Oder, wenn Lust und Kraft da sind, ein zweites Ziel anzusteuern. Aber denke dran: Morgen ist auch noch ein Tag und die Sehenswürdigkeiten laufen nicht weg.

Sei vorbereitet

Auch wenn du dir nur ein schlankes Programm vornimmst und dadurch mehr Zeit hast, um die Stadt auf dich wirken zu lassen, solltest du deine Städtereise nicht unvorbereitet antreten. Je nachdem, was du dir vorgenommen hast, solltest du Öffnungszeiten im Netz checken und ausloten, ob du dir nicht im Vorfeld Eintrittskarten besorgen kannst, die dir ermöglichen die lange Warteschlange zu überspringen. An manchen Tagen und zu manchen Zeiten sind Attraktionen auch kostenlos zu besuchen.

Da lohnt eine Recherche vorab in jedem Fall. Du kannst die Städtereise auch entspannter angehen, wenn du dir im Vorfeld eventuell Übersetzungs-Apps aufs Handy lädst, die du offline verwenden kannst. Praktisch sind auch Apps, die dir einen Offline-Abruf von Stadtplänen ermöglichen. Wenn du vorbereitet bist, ist das schon eine gute Voraussetzung, um eine Städtereise entspannt zu anzugehen.

Lasse dich treiben

Wenn du nur von Sehenswürdigkeit zur Sehenswürdigkeit hetzt, verpasst du das Beste. Du bekommst nämlich dann überhaupt kein Gefühl für die Stadt und die Bewohner. Nehme dir also auch mal Zeit, dich treiben zu lassen. Spaziere durch die Stadt, richte deinen Blick auf Details. Setze dich auf eine Bank und beobachte die Menschen. Nehme auch mal kleine Gassen und Abzweigungen, die nicht voll sind mit Touristenmassen. Ich habe so schon oft schöne Orte gefunden. Außerdem lohnt es sich nach Restaurants zu suchen, die auch von Einheimischen besucht werden.

Wohne zentral

In dem Punkt scheiden sich bei vielen Reisenden die Geister. Einige buchen extra Hotelzimmer außerhalb des Zentrums, um eine Städtereise entspannt anzugehen (und oft um Geld zu sparen). Ich rate davon ab. Früher habe ich das mal getan, aber das ist viel zu unpraktisch und beraubt mich einer meines liebsten Beschäftigungen bei Städtereisen. Ich schaue den von Touristen stark frequentierten Orten gerne beim Aufwachen zu. Ich besuche sie also dann, wenn die meisten Touristen noch beim Frühstück sitzen oder in den Bussen und Bahnen, um von den Randbezirken ins Zentrum zu gelangen. Es ist toll, die sonst so quirligen Orte fast verlassen zu sehen. Du entdeckst Details, die dir im Trubel der vielen Touristen sonst nicht auffallen. Der Markusplatz in Venedig ist so ein Ort, den du mal beim Aufwachen beobachten solltest, der Piccadilly Circus in London oder auch die Isola dei Pescatori am Lago Maggiore.

Ein zentrales Hotel macht auch Sinn, wenn du abends noch in die Stadt willst. Ich möchte, wenn ich in London bin, meist abends noch ins Musical. Doch wenn ich den ganzen Tag unterwegs war und vielleicht sogar shoppen war, will ich weder mit den durchgeschwitzten Klamotten noch mit Einkaufstüten ins Theater. Hätte ich ein Hotel im Randbezirk, müsste ich also den ganzen Weg zurück aus der Stadt, mich im Hotel umziehen, wieder in die Stadt und abends nach der Vorstellung den ganzen Weg wieder bis zum Hotel fahren. Klingt schon beim Lesen stressig, oder? Und es kostet Geld und Zeit. Soviel sparst du also gar nicht, wenn du die günstige Unterkunft außerhalb buchst. Und es gibt auch durchaus in den Zentren viele ruhige Gegenden.

Verabschiede dich vom falschen Perfektionismus

Ich habe das Gefühl, dass heutzutage immer alles perfekt sein muss. Autoren versprechen dir Tipps, um den “perfekten Tag” in London, Florenz, Mailand oder Paris zu verbringen. Sie haben für dich schon die “perfekte Unterkunft”, das “perfekte Restaurant” und den “perfekten Instagram-Hotspot” für das “perfekte Urlaubsfoto” ausgesucht. Solltest du alle diese perfekten Orte während deiner Städtereise nicht aufgesucht haben, dann solltest du dich schämen und am besten keinem erzählen, dass du überhaupt weg gewesen bist, denn dann kann dein Urlaub ja unmöglich perfekt gewesen sein.

Das alles war natürlich jetzt überspitzt erzählt, aber diese Tendenz beobachte ich leider immer wieder. Lasse dich von diesem falschen Perfektionismus nicht anstecken. Nur du alleine entscheidest, wann ein Urlaub für dich gelungen war und niemand anders.

Nun bist du dran: Hast du weitere Tipps, um eine Städtereise entspannt anzugehen.

Lust bekommen? Hier bekommst du weitere Inspiration für London*, Mailand* und Paris*.

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