Ascona: Die schönste Seepromenade am Lago Maggiore

Manchmal ist es ja schon seltsam, was für Umstände einen in eine bestimmte Stadt locken. Ich besuchte Ascona am Lago Maggiore zum Beispiel, weil meiner Mutter in den 1960er-Jahren genau dort ein kleines Missgeschick passierte.

Meine Mutter war ein kleines Mädchen von fünf oder sechs Jahren, als sie mit meinen Großeltern den Lago Maggiore besuchte. Sie wohnten auf einem Campingplatz in Cannobio und machten eines Tages einen Ausflug nach Ascona. Dort bekam meine Mutter ein Eis. Doch ein großer Teil von diesem Eis landete nicht in ihrem Mund, sondern auf dem Fußboden. Es muss ein traumatisches Erlebnis für meine Mutter gewesen sein. Denn das ist fast alles, was ihr von Ascona in Erinnerung geblieben ist.

Da ich hin und wieder auch mit meiner Mutter am Lago Maggiore bin, schenkte ich ihr vor einiger Zeit einen Gutschein für ein Eis in Ascona. An einem sonnigen Herbsttag machten wie beide uns schließlich auf den Weg in die Schweiz.

Ascona am Lago Maggiore: Lage und Anreise

Ascona ist ein kleiner Ort am Nordwestufer des Lago Maggiore. Er hat gerade einmal 5500 Einwohner und zählt zu den beliebtesten Urlaubsorten der Schweiz.

Ich habe schon an einigen Stellen erwähnt, dass ich immer in Stresa wohne, wenn ich am Lago Maggiore bin. Von dort aus ist es nicht gerade ein Katzensprung nach Ascona. Mit dem Schiff ist man weit mehr als zwei Stunden unterwegs und viel Geld los, eine Anreise per Zug ist unmöglich, da es keine Verbindung gibt. Mit dem Bus wäre es möglich, aber nicht anzuraten, denn eine Anreise von Stresa in die Schweiz dauert mit dem Bus sehr lange, wie ich bei meinem Ausflug nach Brissago mal feststellen musste. Also wählten wir die letzte Möglichkeit: die Anreise per Auto.

Der schnellste Weg führt über die Uferstraße, ist aber nicht gerade angenehm, da es zwischen Intra und Cannobio sehr eng und teilweise auch sehr voll ist. Aber anders ist es kaum möglich, ohne einen riesigen Umweg zu fahren. Vielleicht verbindest du die Fahrt dorthin deshalb direkt mit einem Besuch einer anderen Stadt oder Sehenswürdigkeit. Locarno wäre eine Idee oder die  Brissago-Inseln. Wir machten damals einen Zwischenstopp im schönen Cannero Riviera.

Ascona am Lago Maggiore: Sehenswürdigkeiten

Das Aushängeschild von Ascona ist sicherlich die wunderschöne Seepromenade, die voll ist von Restaurants und Cafés. Für mich ist es die schönste Promenade am Lago Maggiore. Hier spielt das Leben des Ortes. Man kann wunderbar flanieren oder es sich in einem der Cafés bequem machen und bei einem Gelato oder Cappuccino die Leute beobachten.

Beeindruckt haben mich auch die vielen schönen bunten Häuser im Stadtkern, in denen zahlreiche inhabergeführte Geschäfte zu finden sind. Es macht Spaß, durch die Gassen zu bummeln und die vielen jahrhundertealten Häuser im Ort zu entdecken.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo. In ihr findet man drei Gemälde von Giovanno Serodine, einem bedeutendem Maler des 17. Jahrhunderts. Eine weitere bedeutende Kirche ist die Santa Maria della Misericordia aus dem 15. Jahrhundert, da sie einen der umfangreichsten Freskenzyklen der Spätgotik in der Schweiz enthält.

Von den ursprünglich vier Burgen, die es einst in Ascona gab, kannst du lediglich an der Seepromenade noch Reste des Castello dei Griglioni sehen. In dem geschichtsträchtigen Bau ist heute ein Hotel.

Baden kannst du in Ascona auch ganz hervorragend. Ascona verfügt nämlich über gleich zwei Sandstrände, was am Lago Maggiore eher eine Seltenheit ist. Ich empfehle dir das öffentliche Strandbad von Ascona (“Bagno Pubblico”), das du gratis besuchen kannst. Der Strand ist 300 Meter lang und verfügt, unter anderem, über große schattenspendende Pappeln, Liegewiesen und Umkleideräume. Zusätzlich gibt es noch das kostenpflichtige Strandbad “Lido di Ascona”, das ein bisschen edler ist und Sprungtürme, Gastronomie und Beachvolleyball-Felder bietet. Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise kannst du hier nachlesen

Ascona am Lago Maggiore: Epilog

Da ich die Tochter meiner Mutter bin, ist mir in Ascona natürlich auch etwas runtergefallen. Keine Angst, es war nicht das Eis. Es war “nur” mein komplettes Kleingeld, was sich vor der Eisdiele selbstständig machte. Das Eis dagegen haben wir beide unfallfrei essen können. Und das ist doch schließlich die Hauptsache, oder?

Jetzt bist du dran: Warst du mal in Ascona? Wie hat es dir gefallen? Kannst du mir ein Restaurant oder eine Eisdiele empfehlen?

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