7 Gründe, warum du nicht mit mir verreisen solltest

Bist du ein guter Reisepartner? Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht? Ich bisher nicht so oft, bis ich kürzlich einen Text der lieben Katharina von So nah und so fern las, die wunderbar selbstironisch erzählte, warum sie sich nicht als ideale Reisepartnerin sieht. Und ich begann zu überlegen …

2012 verreiste ich zum allerersten Mal alleine. Es ging nach London und ich genoss diese Tage ohne jeden Kompromiss wirklich sehr. Seitdem reise ich regelmäßig ohne Reisepartner. Ich bin zwar nicht immer alleine unterwegs, aber ziemlich oft. Und das mag ich sehr. Und mittlerweile bin ich auch davon überzeugt, dass ich eine richtige Albtraum-Reisepartnerin bin. Das hat so einige Gründe.

Warum du nicht mit mir verreisen solltest: Ich bin ein Angsthase.

Ich bin ein ziemlicher Schisser und mache mir immer über alle Dinge Gedanken, die passieren könnten. Ich hasse zum Beispiel Menschenmassen und versuche – wann immer es geht – sie zu meiden. Du hast Lust auf einen Ausflug zu einem gut besuchten Volksfest oder willst auf ein angesagtes Konzert gehen? Dann geh, aber bitte ohne mich. Die Angst vor Menschenmassen ist eng verknüpft mit meiner Platzangst, die wirklich sehr ausgeprägt ist. Die Besteigung eines engen Turms, ist für mich zum Beispiel ein Ding der Unmöglichkeit. Volle Züge oder U-Bahnen lösen gar richtige Panikattacken bei mir aus. Ach ja, hatte ich übrigens erwähnt, dass ich auch Flugangst habe? Ich verzichte zwar nicht gänzlich aufs Fliegen, schreie aber nicht laut “Hurra”, wenn eine Flugreise ansteht.

Warum du nicht mit mir verreisen solltest: Ich bin Frühaufsteher.

Dass ich Menschenmassen nicht mag, weißt du nun. Aber manchmal möchte man doch bestimmt touristische Hotspots, wie einen beliebten Markt oder ein berühmtes Museum sehen. Kein Problem: Mit mir als Reisepartner kann es sein, dass ich dich um 6 Uhr morgens zwinge, zu einem Ausflug zu starten. Dann sind auch die Straßen meist nicht so voll und ich bekomme Fotos, auf denen mir nicht massenhaft Menschen durchs Bild rennen. Mein frühes Aufstehen auf Reisen hat aber noch einen weiteren Grund. Ich mag es besonders, die Stimmung in sonst stark frequentierten Orten am Morgen aufzusaugen. Diese Stille ist einfach wunderbar.

Warum du nicht mit mir verreisen solltest: Strandurlaub? Nicht mit mir!

Wenn du mit mir in den Urlaub fährst, musst du dir bewusst sein, dass ich nicht den ganzen Tag am Strand abhängen will. Ich habe viele Freunde und Bekannte, die regelmäßig zu reinen Strandurlauben aufbrechen. Brechen ist diesbezüglich ein gutes Stichwort, denn den Wunsch hätte ich bei der Aussicht auf zwei Wochen Strand. Kann es was Langweiligeres geben? Um am Strand zu chillen, muss ich nicht stundenlang fliegen, da kann ich auch zum Stranddeck am Kemnader See hier im Ruhrpott fahren. Mal ein oder zwei Stunden am Strand sind ja echt schön, aber das reicht doch auch. Wenn ich ein anderes Land bereise, möchte ich was von den Leuten und der Kultur erleben.

Warum du nicht mit mir verreisen solltest: Aktivurlaub? Da bin ich ebenfalls raus.

Ach ja, nicht nur Strandurlaube sind mir zuwider. Aktivurlaub ist ebenfalls nicht mein Ding: Wassersport, Wandern oder Klettern kann ich aufgrund meiner lädierten Wirbelsäule nicht und habe da – ehrlich gesagt – auch überhaupt keine Lust drauf. Denn all diese Dinge lösen eher Stress- statt Glücksgefühle bei mir aus.

Warum du nicht mit mir verreisen solltest: Ich plane gedanklich immer Blogtexte.

Kein Strandurlaub? Kein Aktivurlaub? Was macht sie denn dann eigentlich, wenn sie unterwegs ist, wirst du nun vielleicht denken. Viel! Ich möchte den von mir besuchten Ort sowie Sitten und Bräuche der Einheimischen möglichst gut in der zur Verfügung stehenden Zeit kennenlernen. Ohne Vorbereitung fahre ich nicht weg. Erst recht nicht mehr, seitdem ich meinen Blog habe. Meist weiß ich schon vor der Reise genau, was ich anschauen will und wie viele Texte ich für meinen Blog plane. Klingt stressig? Das mag es für meinen Reisepartner vielleicht sein, aber mir macht die Vor-Ort-Recherche immer großen Spaß.

Warum du nicht mit mir verreisen solltest: Ich fotografiere die ganze Zeit.

Meine Texte benötigen aber nicht nur recherchierte Fakten, die man zur Not auch von Daheim nachrecherchieren kann, sondern auch schöne Fotos in unterschiedlichen Formaten, damit ich auch meine Social-Media-Profile ausreichend bestücken kann. Solltest du also so verrückt sein, mit mir auf Reisen zu gehen, musst du dich darauf einstellen, dass ich die ganze Zeit fotografiere. Fotografiert habe ich schon als Kind gerne, aber seitdem ich meine Website habe, ist es nochmal mehr geworden. Wenn ich zum Beispiel am Lago Maggiore bin, schaffe ich es selten, bei unter 2000 Fotos die Woche zu bleiben.

Warum du nicht mit mir verreisen solltest: Ich suche immer nach kostenlosen Parkplätzen.

Zum Schluss gibt es noch eine kleine Marotte, die ich mir in Italien angewöhnt habe. Ich sehe es nicht ein, in den touristischen Orten rund um Lago MaggioreLago d’Orta oder Gardasee horrende Parkgebühren zu bezahlen. Natürlich ist man in einem fremden Land erstmal froh, wenn man überhaupt einen freien Parkplatz findet, auf dem man sein Auto abstellen kann, aber oft ist es so, dass man schon zwei oder drei Straßen von den Seen oder Ortskernen weg völlig kostenlos parken kann. Solltest du also mit mir verreisen, musst du dich darauf einstellen, dass ich so lange durch die Orte kurve, bis ich einen kostenlosen Parkplatz habe. Das hat einen ganz praktischen Grund: Ich lasse mich – trotz aller Vorbereitung – gerne durch mir unbekannte Orte treiben und habe so schon tolle Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder Shops entdeckt. Dieses entspannte Treibenlassen kann ich nicht, wenn ich die ganze Zeit an einen ablaufenden Parkschein denken muss.

Jetzt bist du dran: Wärst du ein guter Reisepartner? Warum sollte ich unbedingt mit dir verreisen? Oder kennst du Gründe, warum ich nicht mit dir verreisen sollte? Ich bin gespannt.

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7 Kommentare zu “7 Gründe, warum du nicht mit mir verreisen solltest

  1. Horst

    Servus Christine!

    Na wir wären ja fast die perfekten Reisepartner! Viele deiner Punkte treffen bei mir ins Schwarze. Frühaufsteher, kein Strandurlaub, ständig fotografieren, den Kopf dauernd beim nächsten Blog-Artikel. Alles Volltreffer!

    Aber dann kommst du mit “Kein Aktivurlaub” und dass du Wandern nicht magst. Das geht gar nicht 😉 .

    Sympathischer Artikel!

    Have fun
    Horst

    1. Christine Autor des Beitrags

      Hallo Horst,

      wie lustig, dass da so viel passt. 🙂
      Wie schon bei Twitter geschrieben: Vielleicht komme ich ja eines Tages doch noch auf den Geschmack. Aber dann sollte ich tatsächlich mit gaaaaaaanz einfachen Touren anfangen.

      Liebe Grüße und frohe Feiertage
      Christine

  2. Angelika Raabe

    Ein wenig finde ich mich auch in Deinen Zeilen wieder. Ich reise allerdings erst seit diesem Jahr alleine. Bis dahin hab ich das nie kennengelernt und hätte es mir auch nicht für mich vorstellen können. Doch seit einer knappen Woche Paris und auf Usedom, demnächst eine Woche auf Rügen, liebe ich es und freue mich schon auf weitere Reisen.
    Platz- und Flugangst hab ich zum Glück nicht, aber ich bin auch schon gerne früh unterwegs, Strandurlaub wäre mir eine Gräuel…

    1. Christine Autor des Beitrags

      Hallo Angelika,

      danke für deinen Kommentar.
      Es ist schön zu lesen, dass viele sich mit den “Reisemacken” identifizieren bzw. ähnlich reisen.
      Ich wünsche dir noch viel Spaß auf Usedom und bei deinen weiteren Solo-Trips.

      Liebe Grüße und schöne Feiertage
      Christine

  3. Kasia Oberdorf

    Hallo Christine, ich glaube, ich könnte ganz gut mit dir verreisen 🙂 in vielen Dingen bin ich genauso, etwa was das Fotografieren und Blogtexte planen betrifft. Da musste ich eben doch schmunzeln. Bei mir ist es noch ein bisschen verrückter, weil ich mir häufig Sprachnotizen mache – könnte also sein, dass ich öfters vor mich hin in mein Handy spreche 😅 Und ein Angsthase kannst du gar nicht sein, denn dann würdest du alleine keinen Fuß vor die Türe setzen 😉

    1. Christine Autor des Beitrags

      Hallo Kasia,

      vielen Dank für deinen Kommentar. 🙂
      Das mit den Sprachnotizen ist eine gute Idee. Ich schreibe immer alles als Notiz ins Handy. Wie umständlich. Da werde ich wohl bald auch häufiger vor mich hinsprechen 😉

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Christine

      PS: Okay, vielleicht ist Angsthase echt übertrieben, aber eine kleine Schisserin bin ich schon …

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