Wie ich als Reisebloggerin die Coronakrise sinnvoll nutze

Machen wir uns nichts vor: Die derzeitige Situation ist scheiße! Na klar, ist sie das. Wir müssen unser aller Leben gerade massiv umstellen. Aber es geht nun einmal nicht anders. Da müssen wir jetzt durch. Aber mit dem Bloggen aufzuhören, kommt mir gar nicht in den Sinn, auch wenn es mit dem Reisen vorerst nichts wird. Statt zu jammern, möchte ich die Coronakrise sinnvoll nutzen. Ja, auch das geht, aber ich brauchte tatsächlich erstmal einige Zeit, um wieder zu positiven Gedanken zu kommen.

Vergangene Woche sah ich alles noch viel negativer: Eine Bloggerkollegin, die ebenfalls als Journalistin arbeitet, fragte mich, ob ich ihr nicht für einen geplanten Beitrag ein kurzes Statement schicken könnte, wo ich über positive Begegnungen und Erfahrungen in der Coronakrise berichte. Ganz ehrlich: Ich überlegte sehr lange, aber mir fiel nichts ein. Ich hatte solche Probleme, mich mit den täglichen Horrornews auseinanderzusetzen, dass ich zunächst nichts Positives sah. Ich gehöre aufgrund einiger Vorerkrankungen nämlich zur Risikogruppe, was dieses bekloppte Coronavirus angeht und gehe schon seit mehr als zwei Wochen nur noch raus, wenn es nötig ist oder dorthin, wo keine Menschen sind.

Dazu kommen weitere Sorgen und Einbußen: Dass ich als Reisebloggerin und freie Reisejournalistin gerade nicht viel zu lachen habe, sollte klar sein. Dazu habe ich noch einen anderen Job, den ich zum Spaß und als Ausgleich zu der Arbeit am Schreibtisch vor einigen Monaten begonnen habe. Das Problem: Aufgrund des Versammlungsverbots kann ich auch diesen gerade nicht ausüben und bekomme somit auch da kein Geld.

Dennoch habe ich so viel, dass ich meine laufenden Rechnungen zahlen kann, weshalb ich auch nicht rumjammern möchte. Aber ein Schlag waren die vergangenen Tage und Wochen für mich schon. Bei allem Ärger hat in diesen Zeiten jedoch meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Lieben oberste Priorität. Alles andere wird schon – irgendwie.

Die Coronakrise sinnvoll nutzen: Ich miste aus

Ich nutze die Coronakrise, um mal auszumisten. Damit meine ich aber nicht etwa meinen Kleiderschrank, obwohl der gerade auch fällig wäre, sondern meine Social-Media-Kanäle. Denn einer der Gründe, warum ich von dieser Krise besonders am Anfang sehr gestresst war, waren die unzähligen Dinge, die ich im (a)sozialen Web gesehen habe. Manches hat mich echt sprachlos gemacht, weil es teilweise von Menschen kam, die ich eigentlich sehr mochte und denen ich schon lange auf unterschiedlichen Plattformen folgte. Aber es gibt einfach Sachen, die gehen nicht.

So hat sich zum Beispiel eine Bloggerin ernsthaft darüber beschwert, dass es ja nicht sein könne, dass nun die Fitnessstudios geschlossen würden. Sie arbeite immerhin gerade an ihrem Wunschgewicht und habe nun Angst, dass sie zunehme. Gut, andere fürchten gerade um ihr Leben oder ihre wirtschaftliche Existenz, sie um ihr Gewicht … Unfassbar. Ich wollte der Dame schon früher kein Gehör mehr schenken, da sie dauernd „behindert“ als Synonym für „dumm“ benutzt und das ist echt eine Frechheit und zeugt einfach nur von fehlender Intelligenz.

Was mich auch wütend macht, sind gerade die Menschen, die sich für besonderer halten als andere: Eine andere Bloggerin rief zum Beispiel auf ihren Social-Media-Plattformen dazu auf, dass wir nun alle zu Hause bleiben sollen, was ja auch richtig ist. Sie meckerte auch über Menschen, die die Regeln nicht einhielten und zeigte dann kurze Zeit später Live-Bilder von ihrem Friseurbesuch. Anschließend filmte sie sich sogar mit einer großen Gruppe von Freunden. Wir sollen uns also alle an Regeln halten, sie kann aber so weitermachen wie bisher. Diese Doppelmoral ist mir unbegreiflich und das Handeln dazu noch unverantwortlich.

Ähnlich unverständlich war mir, dass Blogger, trotz bereits beschlossener Reisebeschränkungen und vorheriger Warnungen, kürzlich noch wegflogen. Es kam, was kommen musste: Der Rückweg stellte sich als schwierig heraus. Statt aber nun einzusehen, dass man auf die 1000 Warnungen hätte hören können, wurde dann oft öffentlichkeitswirksam mit Schmollmund auf jedem Foto rumgeheult, weil man ja nur über Umwege nach Hause kam. Da hebe ich mir mein Mitleid lieber für diejenigen auf, die unverschuldet in so eine Situation gerieten.

Die Coronakrise sinnvoll nutzen: Ich suche nach positiven Kollegen

Ein weiteres Beispiel: Ich habe kurz nach der Absage der ITB Anfang März einen Text geschrieben, in dem ich erläutere, warum ich die Entscheidung vollkommen richtig fand und erkläre, dass ich auch ohne die offizielle Absage nicht hingefahren wäre. Aufgrund meiner gesundheitlichen Vorbelastungen wäre mir das einfach zu gefährlich gewesen. Eine Bloggerkollegin fühlte sich dann dazu bemüßigt, mir zu unterstellen, dass ich viel zu vorsichtig sei, die ganze Coronakrise nur reine Panikmache wäre und ich „mein Hirn einschalten sollte“. Die gleiche Dame meckert jetzt fröhlich Menschen im Social Web an, wenn diese sich über Reisepläne nach Corona austauschen. Sie ist nämlich jetzt plötzlich der Meinung, dass wir alle bis 2022 in Quarantäne müssen …

Ich sehe diese ganzen Dinge, denke mir meinen Teil und habe die zugehörigen Accounts aus meinen Timelines geworfen. Seitdem geht es mir viiiieeeeel besser. Wenn ich auf irgendetwas gerade keine Lust habe, dann ist das zusätzlicher Stress. Wir haben doch gerade alle schon genug Sorgen, oder?

Stattdessen schaue ich öfter mal bei meinen liebsten Kollegen auf den Seiten vorbei, kommentiere mehr, freue mich über ihre kreativen Ideen für die Quarantänezeit oder genieße die Reiseeindrücke und Geschichten, die sie so zu erzählen haben.

Die Coronakrise sinnvoll nutzen: Ich lerne

Ich nutze die vermehrte Freizeit derzeit auch, um mal wieder an meinen Sprachkenntnissen zu schrauben. Ich lerne ja schon seit einiger Zeit Italienisch. Kurz bevor der Corona-Spuk begann, habe ich an der Ruhr-Uni Bochum einen Kurs auf dem Niveau A2/B1 abgeschlossen. Den nächsten Kurs wollte ich ohnehin erst wieder im Winter besuchen, weil sich die Unterrichtszeiten sonst zu sehr mit meinen Reiseplänen ins Gehege gekommen wären.

Eine so lange Pause ist natürlich weniger optimal. Deshalb versuche ich nun, ein- bis zweimal die Woche, auf spielerische Art Italienisch zu lernen. Ich habe zum Beispiel einen Sprachrätselblock* auf meinem Nachttisch liegen und war selbst überrascht, wie schnell ich die ersten 50 Rätsel gelöst hatte. Das ist übrigens der gleiche Block, vor dem ich noch vor einigen Monaten saß und keine Ahnung hatte, wie die gesuchten Wörter lauten und was ich tun soll. Nun sind einige Rätsel schon fast zu leicht. Ich mache also tatsächlich Fortschritte und das freut mich wirklich sehr. Ich kann es kaum erwarten, die Kenntnisse wieder in Italien zu testen.

Seitdem ich Italienisch lerne, habe ich das Gefühl, dass meine Französisch-Kenntnisse leiden. Das möchte ich natürlich nicht, weil Französisch schon immer meine liebste Fremdsprache war und ich mich eigentlich immer sicher fühlte. Nun drängeln sich dauern italienische Begriffe in meinen Kopf, sobald ich einen französischen Satz formulieren möchte. Um dem entgegenzuwirken, mache ich zwischendurch auch wieder Französisch-Übungen. Ich lese zum Beispiel einen Krimi auf Französisch* oder höre zwischendurch französische Musik und versuche mir den Text zu übersetzen. Wenn mir was entfallen ist, schlage ich die Begriffe nach.

Die Coronakrise sinnvoll nutzen: Ich lese

Die meisten Fernsehsender und Sendungen halte ich derzeit nur schwer aus. Es ist mir schlicht und einfach zu viel zum Thema Corona, was da gerade gezeigt wird. Nicht falsch verstehen: Es ist richtig und wichtig über die Fakten zu sprechen, aber die ganzen Spekulationen oder Infos über erkrankte Promis oder son Quatsch müssen doch echt nicht sein. Deshalb bleibt mein Fernseher derzeit auch häufiger aus und ich lese.

Am liebsten habe ich Literatur, die an den Orten spielt, die ich nun gerne besuchen würde. Ganz frisch erschienen ist zum Beispiel der Lago-Maggiore-Krimi Tutto Bene* von Andrea Di Stefano, den ich hier rezensiert habe. Aber auch London-Bücher oder generell jede Art von Reiseführer mag ich sehr gerne. Schöne Inspirationsquellen sind auch der Bildband der bekannten Reihe 1000 Places To See Before You Die* und der Atlas der Reiselust Italien*.

Aber ich lese nicht nur Bücher, sondern auch andere Blogs. Da komme ich nämlich sonst viel zu selten zu. Ganz nebenbei helfe ich damit auch dem einen oder anderen Kollegen, denn jeder Klick kann am Ende des Jahres bares Geld wert sein, sofern der Blogger einen bestimmten Code der VG Wort in den Text eingebaut hat. Die VG Wort ist für Autoren ungefähr das, was die GEMA für Musiker ist. Kann der Autor nachweisen, dass ein Text am Ende des Jahres eine bestimmte Reichweite hatte, bekommt er von der Gesellschaft eine bestimmte Summe an Geld für diesen Text ausbezahlt. Wenn du also deinen Lieblingsblogger in der Krise unterstützen möchtest, dann schaue mal häufiger auf seiner Website vorbei.

Die Coronakrise sinnvoll nutzen: Ich netzwerke

Eigentlich bin ich beim Thema „Netzwerken“ echt schlecht. Ich vernachlässige und unterschätze dieses Thema oft. Dabei weiß ich eigentlich genau, dass ein gutes Netzwerk Gold wert sein kann, weshalb ich mich zum Beispiel kürzlich auch bei LinkedIn angemeldet habe.

Nach diesem ganzen Corona-Spuk braucht Italien Hilfe. Dass der Lago Maggiore für mich eine Herzensangelegenheit ist, weißt du vielleicht, wenn du meinen Blog schon länger liest. Ich verfolge täglich, was die Bewohner für Sorgen plagen und das ist wirklich einiges, denn die meisten Jobs am Lago Maggiore hängen nun einmal am Tourismus. Deshalb ist gerade jetzt eine gute Zeit, um zu netzwerken, und so vielleicht auch etwas Hoffnung zu geben.

Ich kommentiere häufig das Geschehen auf sozialen Plattformen wie Instagram und Facebook. Und so sind schon viele Verantwortliche auf mich und meine Website aufmerksam geworden. Meine Verbundenheit zum See hat es sogar in einen Bericht eines lokalen Fernsehsenders geschafft. Und das blieb nicht ohne Folgen. Es melden sich nun viele Verantwortliche bei mir, die gerne nach Corona mit mir zusammenarbeiten möchten. Bei der ganzen Kommunikation helfen mir natürlich auch meine Italienisch-Kenntnisse enorm weiter.

Die Coronakrise sinnvoll nutzen: Ich plane Reisen

Natürlich ist es gerade blöd, dass wir nicht reisen können. Ich weiß auch, dass man derzeit nicht voraussagen kann, wann es wieder soweit sein wird. Das heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem Reisepläne machen kann. Nach Corona möchte ich so schnell wie möglich wieder zum Lago Maggiore und auch an die Lübecker Bucht. Tagesausflüge in die Niederlande stehen natürlich auch weit oben auf meiner Liste. Aber ich habe auch gemerkt, dass das Reisen nicht selbstverständlich ist und ich noch sehr viel Neues kennenlernen möchte. Welche Ziele in Italien auf meinem Zettel stehen, habe ich kürzlich in diesem Blogpost erzählt. Aber es gibt ja noch so viel mehr.

Kennst du den Film „Willkommen bei den Sch’tis?“* Wenn nicht, solltest du das ändern. Für mich ist das einer der besten französischen Filme überhaupt. Als ich den Film kürzlich schaute, kamen Fragen, die einem als Reisefanatiker zwangsläufig kommen. Wie heißt der Drehort? Wo liegt er genau? Und so weiter. Schnell fand ich heraus, dass der Film in Bergues gedreht wurde. Ob das wohl weit weg ist von Bochum? Nein, ist es nicht, es sind nur 380 Kilometer. Das hörte sich schon einmal gut an. Meine Recherche ging weiter.

Erst rede ich mir bei neuen Reisezielen immer ein, dass ich bestimmt noch etwas finde, was dagegen spricht. Also dachte ich, dass die Unterkünfte in Bergues sicher sehr teuer sein würden. Im Fall der Fälle würde ich mit meinen Eltern nach Bergues fahren, weil sie den Film auch sehr mögen. Ich schaute also im Netz nach einer etwas größeren Unterkunft. Was soll ich sagen? Ich wurde direkt fündig und speicherte die Wohnung ab. Nun gab es nur noch einen Zweifel beiseite zu räumen. Bergues, redete ich mir ein, liegt bestimmt so weit ab vom Schuss, dass man sich sonst nichts anschauen kann. Weißt du was? Auch das ist nicht wahr: Dunkerque, Lille, Calais und auch Belgien sind quasi um die Ecke. Da sind viele tolle Tagesausflüge möglich.

Vielleicht überlegst du nun auch einmal: Gibt es Orte, die du schon immer mal besuchen wolltest? Oder vielleicht Ziele, über die du bisher nicht nachgedacht hattest. Jetzt hast du die Zeit, um diese Ideen zu konkretisieren.

Die Coronakrise sinnvoll nutzen: Ich schreibe, und zwar nicht nur Blogposts

Dass ich weiter fleißig Blogposts veröffentliche, hast du bestimmt schon gemerkt. Da es ja eine Zeit nach Corona geben wird, habe ich so meine Website schon gut bestückt. Ich habe – alleine was den Lago Maggiore betrifft – noch mehr als 60 Themen für Blogposts ausrecherchiert und das passende Bildmaterial. Dazu kommen unzählige andere Themen zu anderen Reisezielen. Die Themenideen werden mir also sehr lange nicht ausgehen.

Aber das Weiterschreiben hat noch zwei weitere Gründe. Normalerweise ist dies die Zeit im Jahr, in der meine Leserzahlen drastisch steigen. Den Saisonbeginn am Lago Maggiore merke ich in jedem Jahr deutlich (das Saisonende leider auch) und jetzt steigt nichts an. Im Gegenteil: Meine Leserzahlen halbieren sich gerade. Und damit bin ich noch gut bedient, denn von vielen Kollegen weiß ich, dass die Einbrüche noch größer sind. Deshalb versuche ich, mit neuen Texten wenigstens ein wenig gegenzusteuern. Aber auch die VG-Wort-Vergütung, die ich oben schon beschrieben habe, ist ein Grund, um weiterzuschreiben. Texte, die in diesem Jahr eine bestimmte Zugriffszahl erreichen, werden mir von der VG Wort vergütet. Und je mehr und vor allem früher im Jahr ich veröffentliche, desto mehr Texte könnten die Zugriffszahlen erreichen. Natürlich hilft mir das nicht direkt weiter, sondern erst, wenn das Geld im kommenden Jahr ausgeschüttet wird, aber es schadet mir ja auch nicht.

Ich schreibe aber in der Coronakrise nicht nur Blogposts. Ich schraube auch weiter an Buchprojekten. Schon seit der Grundschulzeit möchte ich Schriftstellerin sein. Ideen habe ich, und zwar für Diverses. Aber oft fehlen mir Zeit und Muße, um mich dahinterzuklemmen. Das Bücherschreiben ist ein langer Prozess. Deshalb bin ich froh über jeden Schritt, der mich weiterbringt und den ich nun umsetzen kann. Und wann, wenn nicht jetzt, wäre der perfekte Zeitpunkt, um Ideen zu Papier zu bringen?

Jetzt bist du dran: Wie bleibst du in der Coronakrise positiv? Was machst du so den ganzen Tag? Hast du berufliche, finanzielle und private Sorgen? Langweilst du dich oder hast du weitere Tipps, um die Zeit sinnvoll zu nutzen?

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8 Kommentare zu “Wie ich als Reisebloggerin die Coronakrise sinnvoll nutze

  1. Renate

    Liebe Christine,
    schöner Beitrag! Wo fange ich an? Ah ja die (a)sozialen Medien. In den letzten Wochen ist das da ja noch schlimmer geworden. Menschen rasten förmlich aus und beleidigen andere wegen Kleinigkeiten. Sie zeigen mit dem Finger auf andere. Wir haben da eine FB Gruppe über unseren Ort. Was da abgeht – unglaublich.

    Wobei das schon mit dem Thema Flüchtlinge anfing. Ich habe bei vorher guten Freundinnen Veränderungen erlebt, die ich nicht nachvollziehen konnte. Es waren noch dazu Menschen, denen es gut ging. Guter Job, sehr guter Verdienst, studiert, keine größeren Probleme. Sie waren nur noch negativ, immer am Schimpfen und bepöbelten grundlos wildfremde Menschen. Ich staune und reibe mir die Augen. Mein ohnehin nicht großer Freundeskreis wird immer kleiner. Ich denke, wenn man sich nur noch mit negativen Dingen beschäftigt und dazu viele Fake News liest, wird man verrückt.

    Bei einigen, zum Glück wenigen Bloggerinnen ist mir aufgefallen, dass immer die sofort und am lautesten schimpfen, die sich in Wirklichkeit selbst ganz anders verhalten. Ein Blick auf Instagram und deren Blog lässt staunen. Aber Aufregen lohnt sich nicht, besser ignorieren und entfolgen.

    Ich lese jetzt mehr Blogs als vorher, kommentiere mehr und versuche das alles ein bisschen am Leben zu halten. In meinem Blog werde ich weiterschreiben, wenn ich gerade motiviert bin.

    Besonders gern lese ich Bücher oder schau Filme, die in Städten und Regionen stattfinden, in denen ich mal war. Man kennt die Straßen und Plätze, das macht es spannend. Den Film “Willkommen bei den Sch’tis” habe ich mal im Fernsehen geschaut und Tränen gelacht. Er erinnerte mich an meinen Schüleraustausch und die mittlerweile kaum noch vorhandenen Französischkenntnisse.

    Witzig, ich wollte auch immer schon ein Buch schreiben. Bisher fehlt mir ein knackiges Thema.

    Bleib gesund und munter.

    Liebe Grüße
    Renate

    1. Christine Autor des Beitrags

      Hallo Renate,

      ich danke dir für deinen langen Kommentar. 🙂

      Ja, leider lernt man Menschen in Krisenzeiten und Ausnahmesituationen noch einmal von einer anderen Seite kennen. Bei manchen war ich positiv überrascht, bei den allermeisten aber nur enttäuscht. Ich habe zuletzt auch schon mehrere eigentlich gute Freundinnen verloren, weil ich Meinungen und Verhaltensweisen, so sehr ich mich auch angestrengt habe, einfach nicht nachvollziehen konnte und es oft zu Streit kam, obwohl ich bei Treffen schon versuchte, mir jede Unterhaltung über Politik oder andere Themen, bei denen man nicht gleich tickt, zu sparen. Ich habe mal gelernt, dass man andere Meinungen nicht verstehen muss, aber respektieren sollte. Meine Freundinnen versuchten aber, mir bei jeder Gelegenheit ihre Sichtweise aufzuzwingen und dann komme ich mir veralbert vor, denn das zeugt von wenig Respekt mir gegenüber. Immerhin habe ich mich andersrum ja auch bemüht und erwartete dies auch von meinem Gegenüber.

      Was BloggerInnen angeht, habe ich mir schon lange abgewöhnt, in eine Diskussion zu gehen, wenn nur gepöbelt und provoziert wird, aber keine nachvollziehbaren Argumente vorgebracht werden können. Eine Diskussion, die ohnehin am Ende ins Leere läuft, kostet mich nur unnötig Kraft und Nerven. Und meine Energie brauche ich gerade für mich selber.

      Lustig, dass du auch ein Buch schreiben möchtest. Vielleicht fällt dir ja nun ein Thema ein, über das du mal schreiben könntest. Vielleicht ein Ort, an dem du gerne sein würdest. Oder etwas, bei dem du dich gut auskennst. Ich habe schon lange diverse Ideen für Sachbücher. Aber eigentlich wollte ich ja immer schon einen Krimi schreiben, aber mir fehlten wirklich überzeugende Ideen. Letzte Woche hatte ich endlich einen Geistesblitz von dem ich denke, dass es eine spannende Story werden könnte. Seitdem sprudeln die Ideen nur so und Figuren und Handlung werden mir immer klarer. Ich hoffe, dass ich es durchziehe, auch wenn es natürlich seeeeehr lange dauern wird, bis so ein großes Projekt fertig ist.

      Liebe Grüße und bleib gesund!
      Christine

  2. netreisetagebuch

    Oh, wie du mir aus der Seele sprichst. Auch ich versuche, die vielen negativen Schlagzeilen zu meiden, um nicht endgültig wahnsinnig zu werden. Stattdessen sage ich mir immer öfter, dass es auf alle Fälle eine Zeit nach Corona geben wird. Und für diese Zeit schmieden wir auch bereits schöne Pläne.
    Und ja, was teilweise in den sozialen Netzen abgeht, ist wirklich mitunter ein menschlicher Abgrund. Diese Kontakte braucht tatsächlich niemand.
    An meinem Reiseblog arbeite ich auch weiterhin, es gibt eine Menge Beiträge, die darauf warten, endlich mal fertig gestellt zu werden.
    Liebe Grüße
    Annette

    1. Christine Autor des Beitrags

      Hallo Annette,

      vielen Dank für deine lieben Worte. 🙂
      Es ist gut zu wissen, dass andere Menschen ähnlich ticken und nicht alle plötzlich durch Corona zum Monster werden. 😉 Menschen, die einem nur negative Gedanken einreden wollen, braucht wirklich niemand.

      Liebe Grüße, bleib gesund und lass dich nicht ärgern!
      Christine

  3. Jenny

    Liebe Christine,

    den Beitrag finde ich super schön geschrieben. Ich selbst arbeite weiterhin meine 40 Stunden im Hauptberuf – aber zuhause. Das schenkt mir etwas mehr Zeit und ich empfinde meine Arbeitszeit als produktiver.

    Ich habe auch schon einige Reisen abgesagt, aber ich muss sagen, dass dieses “eintönige” Zuhause sitzen gerade auch einfach gut tut. Ich habe viele kreative Ideen, lese viel und – wie du ja auch in deinem Artikel schreibst – lerne Neues.

    Bücher und Filme über Orte zu lesen/anzuschauen, die ich in der Zukunft sehen will, finde ich eine super Idee. Mal sehen, was sich da so finden lässt!

    Danke für diesen positiven Beitrag und die Denkanstöße.

    Viele Grüße und alles Gute,

    Jenny

    1. Christine Autor des Beitrags

      Hallo Jenny,

      danke für deinen Kommentar.

      Die Zeit kreativ zu nutzen ist für mich der beste Weg, um mit der derzeitigen Situation klarzukommen. Es freut mich zu hören, dass viele andere ebenfalls kreative Ideen haben oder umsetzen.

      Liebe Grüße und bleib gesund
      Christine

  4. Sabrina & Max

    Danke für den Beitrag.

    Die Coronakrise bringt uns alle an unsere Grenzen. Wir nutzen die Zeit aber auch möglichst sinnvoll. Haben sogar ein Buch/Anleitung geschrieben 😀

    Hoffen wir mal das das Ganze bald vorbei ist.

    1. Christine Autor des Beitrags

      Liebe Sabrina, lieber Max,

      Was anderes bleibt uns ja leider auch nicht übrig. 😉

      Liebe Grüße und frohe Ostern!
      Christine

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