London für Anfänger: Diese 10 Dinge muss man gesehen haben

Du stehst vor deinem ersten London-Besuch und bekommst gerade Schnappatmung aufgrund der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die es in der englischen Metropole zu entdecken gilt? Ich stelle dir 10 Orte vor, die du bei deinem ersten Trip nicht verpassen solltest.

Bei der Planung einer London-Reise kann dir leicht schwindelig werden. Die Reiseführer sind zahlreich und voll mit so vielen tollen Dingen und angeblichen Geheimtipps, die spätestens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung so geheim ja nicht mehr sein können. Wenn du deinen London-Aufenthalt planst, solltest du diese Orte auf dem Zettel haben.

Buckingham Palace: Das Zuhause der Queen

Mein allererster Gang bei meiner London-Premiere führte mich zum Buckingham Palace. Den Weg musste ich mir gar nicht raussuchen, ich folgte einfach den Menschenmassen. Ich erreichte den Palast pünktlich zum Wachwechsel. Aufgrund der vielen Touristen und meiner geringen Körpergröße habe ich zwar überhaupt nichts von der eigentlichen Zeremonie gesehen, dafür löste sich der Pulk nach deren Ende schnell auf und offenbarte den wunderbaren Palast. Tipp: Unbedingt auch einen kleinen Spaziergang durch den angrenzenden St. James‘s Park einplanen. Die Eichhörnchen können allerdings sehr aufdringlich werden.

Tower of London: Königliche Kronjuwelen

Über mehrere Jahrhunderte diente der Tower of London als Gefängnis und Hinrichtungsstätte. Wer ihn heute besucht, ist meist an etwas anderem interessiert. Denn im Tower kannst du die Kronjuwelen der Queen bestaunen. Zwischen Kerker, Kronen und Klunkern lässt sich vieles entdecken. Bringe Zeit mit und erschrecke dich nicht, wenn du die langen Schlangen vor den Eingängen siehst. Es lohnt sich!

Tower Bridge: Berühmteste Klappbrücke der Welt

Hier glühen regelmäßig die Kameras der Touristen heiß: Kaum ein Bauwerk beeindruckt Menschen aus aller Welt so sehr wie die 244 Meter lange und 65 Meter hohe Klappbrücke. Fast jeder London-Besucher überquert die Tower Bridge, nur die wenigsten finden den Weg in die Ausstellung. Ein Fehler. Denn dank eines Glasbodens hast du einmalige Ausblicke.

Westminster Abbey: Krönungskirche und Grabstätte

Wenn diese Wände reden könnten: In der Westminster Abbey wird seit Jahrhunderten Geschichte geschrieben. Meist geht es um traurige Anlässe. Denn in erster Linie fungiert die Westminister Abbey als königliche Grabstätte. Nicht-Adelige wie Georg Friedrich Händel und Charles Dickens fanden dort ebenfalls ihre letzte Ruhe. Doch auch bei freudigen Anlässen wird die Westminster Abbey aufgesucht. 1066 fand hier die erste Krönungszeremonie (Harald II) statt. Die letzte derartige Veranstaltung datiert vom 2. Juni 1953 als Queen Elisabeth II den Thron bestieg. 2011 gaben sich Prinz Wiliam und Kate Middelton in der Westminster Abbey das Ja-Wort.

Wenn du keine 26 Euro Eintritt ausgeben, aber dennoch einen Eindruck von der Kirche bekommen möchtest, besuche den Evensong (unter der Woche meist um 17 Uhr, am Wochenende in der Regel um 15 Uhr), an dem jeder kostenlos teilnehmen kann.

Houses of Parliament: Mehr als Big Ben

Oft wird das englische Parlament nur auf seine 13,5 Tonnen schwere Glocke „Big Ben“ reduziert. Ich kann verstehen, dass du bei deinem ersten London-Besuch zu den Touristen gehörst, die vor „Big Ben“ für Selfies posieren. Da war ich nicht anders. Dennoch möchte ich dir eine Besichtigung des Parlaments ans Herz legen. Ich habe vor zwei Jahren eine solche Tour mitgemacht, die sogar auf Deutsch angeboten wird, und war begeistert von den vielen Informationen und Einblicken in die englische Politik. Leider darf man während der Tour nicht fotografieren, aber den Anblick des Ankleidezimmers der Queen und des abgewetzten Throns darin, werde ich ohnehin nie vergessen.

London Eye: Metropole von oben

Touristenfalle oder Muss? In der Hinsicht scheiden sich die Geister. Einerseits hast du vom London Eye einen gigantischen Ausblick auf London und Umgebung (an klaren Tagen 40 Kilometer weit), andererseits ist der Eintrittspreis mit knapp 30 Euro für einen Erwachsenen mehr als stolz. Ich finde: Ein kleiner Spaziergang zum höchsten Riesenrad Europas lohnt, auch wenn du nicht mit ihm fahren möchtest. Denn rund um London Eye versammeln sich stets zahlreiche Schausteller, denen du auf einer der vielen Bänke am Themse-Ufer zuschauen kannst. Perfekt für eine kleine Auszeit im Trubel der Millionenstadt.

Piccadilly Circus: Im Zentrum der Unterhaltung

Als ich zum ersten Mal den Piccadilly Circus mit dem Eros-Brunnen und seinen berühmten Reklametafeln am Eckhaus der Shaftesbury Avenue besuchte, war ich enttäuscht. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte mir den Platz immer viel größer vorgestellt. Dennoch ist der pulsierende Dreh- und Angelpunkt im West End ein Muss und gehört zu einem London-Trip dazu. Und wenn du ihn nur als Startpunkt für einen Spaziergang durchs beliebte Theater- und Musicalviertel oder durch China Town nutzt.

St. Paul’s Cathedral: Hier trauten sich Charles und Diana

Was für ein Märchen: Als die Kindergärtnerin Diana Spencer und Prinz Charles 1981 in der St. Paul‘s Cathedral „Ja“ sagten, waren Millionen – insbesondere Frauen – rund um den Globus verzückt. Doch wie die Westminster Abbey, findest du auch in der Kirche mit der markanten weißen Kuppel einige Gräber und kannst dir den Eintrittspreis von derzeit 21 Euro sparen, indem du an einem Gottesdienst (zum Beispiel Evensong) teilnimmst.

Trafalgar Square: Londons größter öffentlicher Platz

In erster Linie war der Trafalgar Square für mich immer ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Unzählige Male bin ich dort aus Tube oder Bus aus- oder umgestiegen. Dass er tatsächlich der größte öffentliche Platz Londons ist, las ich erst kürzlich in einem Reiseführer. Das Denkmal auf der Mitte des Platzes erinnert – wie der Name vermuten lässt – an die Schlacht von Trafalgar im Jahre 1805. Der Brunnen dient als beliebtes Fotomotiv und bei schönem Wetter sind dort viele Kleinkünstler anzutreffen. Praktisch: Direkt am Platz befinden sich die sehr sehenswerte National Gallery und die National Portrait Gallery.

Harrods: Kaufhaus der Superlative

Ein Paradies für Shopping-Freunde und DAS Luxuskaufhaus schlechthin: Bis 2001 war Harrods sogar Hoflieferant der Queen. Ein Streifzug durch die „Food Hall“ lohnt sich allemal und auch der Rest des Hauses (sieben toll gestaltete Stockwerke, riesige Auswahl) ist sehenswert – und voll. An besucherstarken Tagen sollen sich bis zu 300.000 Kunden in den mehr als 330 Abteilungen tummeln.

Mein Tipp für ein erfolgreiches erstes Mal

Verplane nicht die komplette Zeit, die du in London zur Verfügung hast. Oft entdeckst du beim Gang durch die Straßen spontan Dinge, die du dir näher anschauen möchtest. Ich halte mir immer ein Zeitfenster frei, um eins der tollen und meist kostenlosen Museen zu besuchen und nehme mir immer vor, über einen der vielen Märkte zu schlendern. Bei meiner London-Premiere war dies der großartige Portobello Market in Notting Hill.

Lust auf London? Hier bekommst du weitere Inspiration.



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2 Kommentare zu “London für Anfänger: Diese 10 Dinge muss man gesehen haben

  1. Iris von Reiseschnappschuesse

    Wir waren letztes Jahr das erste Mal in London und du hast genau die 10 Dinge aufgeführt, die wir uns angeschaut haben – witzig 🙂 Mit dem Buckingham Palast hast du recht – man sieht vor lauter Menschen kaum etwas, aber es gehört irgendwie dazu. Als kleine Erholungspause während unserer London-Zeit sind wir zu dem Viertel „Little Venice“ gefahren, dass sehr schön ist. Dort am Wasser sind viele Hausboote und es hat in dem ganzen Trubel auch gut getan, eine Ruheoase zu finden. Des Weiteren kann ich als Park den Greenwich Park empfehlen, der unterhalb vom Observatorium liegt. Auf jeden Fall ist London für uns eine Stadt, die man öfters besuchen kann. Wirst du London noch einmal besuchen?
    Viele Grüße
    Iris

  2. Christine Autor des Beitrags

    Liebe Iris,

    vielen Dank für deine Tipps!

    Du wirst lachen, als du deine Zeilen geschrieben hast, war ich gerade in London.
    Samstag erst war ich in Greenwich. Erstmals besuchte ich den Stadtteil vor zwei Jahren, und zwar nur aus Zufall, weil ich am Tower in ein falsches Boot gestiegen bin. Allerdings hat es mir dort schon damals super gefallen.

    „Little Venice“ habe ich schon lange auf meinem Zettel, es aber leider noch nie geschafft. Vielleicht beim nächsten Mal.

    Liebe Grüße,
    Christine

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