Die Borromäischen Inseln: Isola Bella, Isola dei Pescatori und Isola Madre

Sie sind ein absolutes Muss, wenn du am Lago Maggiore bist: Die Borromäischen Inseln zählen zu den Top-Sehenswürdigkeiten am See. Was du auf der Isola Bella, der Isola dei Pescatori und der Isola Madre entdecken kannst, verrate ich dir gerne.

Ich war mittlerweile schon so oft am Lago Maggiore, dass ich manchmal vergesse, was für traumhafte Orte da direkt vor meiner Haustür in Stresa zu finden sind. Die Isola Bella, die Isola dei Pescatori und die Isola Madre sind nicht nur bloße Hingucker oder Sehenswürdigkeiten, sie haben oft schon paradiesische Züge. Deshalb solltest du die Borromäischen Inseln auf keinen Fall verpassen, wenn du am Lago Maggiore bist. Auch, wenn du nur wenig Zeit hast, solltest du sie nutzen, um Abstecher zu den Inseln zu unternehmen. Es lohnt sich – versprochen.

Die Borromäischen Inseln: Wie viele gibt es?

In Reiseführern und auch zu Beginn meines Textes ist immer von der Isola Bella, der Isola dei Pescatori und der Isola Madre die Rede, wenn es um die Borromäischen Inseln geht. Man könnte also meinen, dass es lediglich drei Borromäische Inseln gibt. Doch das ist so nicht ganz korrekt. Es gibt drei Borromäische Inseln, die für Touristen zugänglich sind. Insgesamt existieren jedoch fünf Borromäische Inseln.

Die Liste komplettieren die Isolino di San Giovanni und die Scoglio della Malghera. Die Isolino di San Giovanni ist die einzige der fünf Inseln, die nicht zur Gemeinde Stresa, sondern zu Pallanza gehört. Du findest sie 30 Meter östlich von Pallanza. Sie hat lediglich einen Durchmesser von 140 Metern und ist im Privatbesitz der Adelsfamilie Borromeo. Diese kleine Insel, auf der auch ein Haus steht, das an den Palazzo Borromeo auf der Isola Madre erinnert, war einmal die Sommerresidenz des italienischen Dirigenten Arturo Toscanini. Nicht wirklich das Wort Insel verdient hat das Eiland Scoglio della Malghera. Dies ist lediglich ein 600 Quadratmeter großer aus dem Wasser herausragender Fels zwischen der Isola Bella und der Isola dei Pescatori, der größtenteils bewaldet ist.

Die Borromäischen Inseln: Isola Bella

Die Isola Bella gilt als DIE Sehenswürdigkeit überhaupt am Lago Maggiore. Die Insel ließ Carlo III Borromeo ab 1632 für seine Frau Isabella D’Assa errichten. Bis heute ist die Insel im Familienbesitz. Sehenswert sind vor allem der prunkvolle Palast und die angrenzenden terrassenartigen Gärten mit prachtvollen Pflanzen und weißen Pfauen. Wer den Eintrittspreis für Palast und Gärten nicht zahlen möchte, kann dennoch den Rest der Insel, der vor allem aus Restaurants, Geschäften und Marktständen besteht, erkunden. Zudem laden einige Bänke am Seeufer zum Verweilen ein und auch der Blick auf die Isola Pescatori ist nicht zu verachten. Mehr Infos über die Isola Bella bekommst du hier.

Übrigens: Einhorn-Freunde kommen auf der Isola Bella ebenfalls auf ihre Kosten, warum, das kannst du ihr nachlesen.

Die Borromäischen Inseln: Isola dei Pescatori

Die Isola dei Pescatori (= Fischerinsel) ist eine 350 Meter lange und 100 Meter breite Insel. Auf ihr wohnen circa 50 Menschen, die teilweise immer noch vom Fischfang leben, aber auch vom Tourismus. Deshalb findest du auf der Insel vor allem Restaurants, Cafés, Geschäfte und sogar ein Hotel. Sehenswert fand ich die kleine Kirche und den angrenzenden Friedhof. Die engen Gassen der Insel laden förmlich dazu ein, die Insel zu erkunden. Auch wenn ich schon so oft dort war, entdecke ich immer wieder etwas Neues. Mehr Infos zur Isola dei Pescatori bekommst du hier.

Mein Tipp: Wenn es möglich ist, besuche die Borromäischen Inseln nicht an einem Wochenende im Juli oder August. Dann quellen die kleinen Inseln vor Besuchern fast über und ein Ausflug ist nur Stress, aber kein Spaß. Am schönsten empfand ich die Isola dei Pescatori immer morgens, wenn ich direkt das erste Linienschiff rüber genommen habe und mit mir nur die Menschen mit übersetzten, die auf der Insel arbeiten.

Die Borromäischen Inseln: Isola Madre

Die Isola Madre ist die größte der Borromäischen Inseln. Sie ist eine wahre Wohltat für die Augen, beherbergt sie doch einen großen botanischen Garten im englischen Stil mit seltenen Pflanzenarten, unzähligen bunten und duftenden Blüten und sogar Tiere (Pfauen, Papageien und Fasane). Im Palazzo Borromeo findest du nicht nur zahlreiche antike Möbelstücke aus dem 16. und 17. Jahrhundert, sondern auch eine umfangreiche Puppen- und Marionettensammlung. Wenn du mehr Eindrücke von der Isola Madre haben möchtest, dann schaue mal hier.

Mein Tipp: Der Blick aus einigen Fenstern des Palasts ist wunderschön und du kannst Fotos mit Postkartenmotiv-Potenzial schießen.

Die Borromäischen Inseln: Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Alle drei vorgestellten Inseln liegen im Borromäischen Golf nahe Stresa und Baveno und sind von dort aus gut mit kleinen Booten oder dem Linienschiff erreichbar. Auch von Arona, Pallanza und Intra fahren sehr oft Schiffe zu den Inseln. Beachte, dass die Isola Bella und die Isola Madre nur von circa Mitte März bis circa Mitte/Ende Oktober für Reisende geöffnet sind. Die aktuellen Eintrittspreise und Öffnungszeiten bekommst du hier. Gute Nachrichten: Es gibt Rabatte für Familien und wenn du beide Inseln besuchen möchtest.

Da die Isola dei Pescatori bewohnt ist, ist sie wie eine ganz normale Stadt das ganze Jahr über zugänglich. Ein Eintrittspreis wird nicht verlangt.

Jetzt bist du dran: Warst du schon einmal auf einer Borromäischen Insel? Vielleicht sogar auf mehreren? Welche hat dir besonders gut gefallen? Welche ist deine Lieblingsinsel?

Weiterlesen: Wenn du Inseln magst, interessierst du dich vielleicht für meinen Text über die Brissago Inseln. Weitere Highlights liefert dir mein Text 10 tolle Sehenswürdigkeiten rund um Stresa.

Lust bekommen? Hier erhältst du weitere Inspiration für Ausflüge am Lago Maggiore.*

Du suchst ein Hotel am Lago Maggiore? Hier wirst du sicher fündig.*

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