Isola Madre am Lago Maggiore: Die größte der Borromäischen Inseln

Aller guten Dinge sind drei: Nach der Isola Bella und der Isola dei Pescatori, darfst du natürlich auch die dritte Borromäische Insel, die für Touristen am Lago Maggiore zugänglich ist, nicht verpassen, die Isola Madre. Auf der größten der drei Inseln warten ein paradiesischer botanischer Garten und ein Palazzo mit gleich mehreren Ausstellungen auf dich.

Ich muss zugeben: Bei meinem ersten Besuch am Lago Maggiore stand die Isola Madre nicht direkt auf Platz eins meiner Muss-ich-sehen-Liste. Wichtiger waren mir die Isola Bella und die Isola dei Pescatori. Eine Schande eigentlich, denn die Isola Madre ist nicht weniger sehenswert.

Isola Madre am Lago Maggiore: Mit Worten kaum beschreibbar

Die Isola Madre, die zur Gemeinde Stresa gehört, soll eine der ersten bewohnten Inseln im Lago Maggiore gewesen sein. Historische Quellen reichen bis in 9. Jahrhundert zurück. Zu der Zeit soll auf der Insel Olivenöl hergestellt worden sein.

Heute ist die Isola Madre längst nicht mehr bewohnt, sondern ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Sie interessieren sich vor allem für den botanischen Garten im englischen Stil. Auch ich besuchte die Insel vor allem deshalb. Auf dem 220 Meter breiten und 330 Meter langem Eiland findest du exotische Pflanzen, uralte Bäume und sogar ein paar Tiere.

Ich tue mich immer schwer damit, die wunderschönen Sehenswürdigkeiten des Lago Maggiore in Worte zu fassen. Denn, so kitschig das vielleicht klingt, die Schönheit der Insel ist mit Worten kaum ausdrückbar, egal wie gut ein Texter auch ist. Die Isola Madre musst du erleben. Steige aus dem Boot und gehe die Treppe zum Eingang hinauf. Schon dort wirst du nicht wissen, wo du zuerst hinblicken sollst. Umgeben von Palmen, Kamelien und unzähligen weiteren bunten Blüten, fühlst du dich direkt wie in eine tropischen Paradies. Wenn du erst den Eingang passiert hast, wird es noch viel schöner. Schließe die Augen und atme tief ein. Ich wette: Kein Parfümeur dieser Welt kann diesen angenehmen und klaren Duft nachahmen.

Isola Madre am Lago Maggiore: Botanischer Garten mit weißen Pfauen

Das milde Klima auf der Isola Madre machte den botanischen Garten einst zum Obstgarten, dann zum Olivenhain und schließlich zum Zitronenhain. Heute ist er vor allem für zahlreiche seltene Pflanzenarten aus aller Welt bekannt. Bei all’ meinen bisherigen Besuchen sind mir vor allem die viele Gärtner ins Auge gefallen, die sich um die teils vom Aussterben bedrohten Arten kümmerten und den Besuchern immer gerne freundlich Auskunft und auch Tipps für den heimischen Garten gaben.

Ein Spaziergang über die Insel ist vor allem an sehr heißen Tagen ein Genuss. Die uralten Bäume spenden viel Schatten, auf der Insel weht immer ein angenehmer Wind und zu jeder Zeit des Jahres erwartet dich ein Blütenmeer. Durch die unterschiedlichen Blütezeiten ist kein Besuch auf der Insel wie der andere. Besonders berühmt ist die Isola Madre für ihre Azaleen, die Kamelien und die Rhododendren. Mir gefielen vor allem die wundervoll duftenden fliederfarbenen Pergolen und die Magnolienbäume, aber auch der Bambus und die tollen Seerosen. Und natürlich die Tiere …

Die weißen Pfauen auf der Nachbarinsel Isola Bella sind nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch eine Art Maskottchen. Auf der Isola Madre leben auch ein paar Exemplare dieser seltenen Tierart. Sie spazieren frei zwischen den Touristen umher. Manchmal würde ich mir allerdings ein bisschen mehr Respekt und Abstand von Seiten der Menschen wünschen, die die Tiere leider viel zu oft als Selfie-Accessoires missbrauchen wollen und auch nicht von ihnen ablassen, wenn sie zu fauchen beginnen. Tja, wer nicht hören will, muss fühlen … Zusätzlich leben auf der Isola Madre Pfauen mit buntem Federkleid, Fasane und Papageien.

Isola Madre am Lago Maggiore: Ein Palazzo voller Schmuckstücke

Alleine für den botanischen Garten lohnt sich ein Abstecher zur Isola Madre. Aber auch den Palazzo Borromeo solltest du nicht verpassen. Von außen wirkt er viel schlichter als sein Pendant auf der Isola Bella, innen ist er aber voll von sehenswerten Ausstellungsstücken.

Antik eingerichtete Zimmer, Porzellan, Gemälde, Wandteppiche, Einrichtungsgegenstände der Familie Borromeo aus dem 16. und 17. Jahrhundert und Livreen sind nur einige Beispiele der Exponate. Puppenfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn es gibt eine große Sammlung an Marionetten und Puppen.

Doch du solltest nicht nur Augen für die Schönheiten im Palast haben. Der Blick aus den Fenstern auf den Lago Maggiore ist atemberaubend. Vom Palast aus hast du auch einen tollen Blick auf die Kapelle der Familie Borromeo, die neben dem Palast steht und mit ihren Terracotta-Platten verzierten Fassade einer der Hingucker der Insel ist.

Isola Madre am Lago Maggiore: Anreise und Tipps

Die Isola Madre wird zwischen März und Oktober regelmäßig von jedem Hafen des Westufers zwischen Intra und Arona angefahren. Bei meinem ersten Besuch war die Insel so gut wie ausgestorben, obwohl wir uns mitten in der Hauptsaison befanden. Doch dies hatte einen Grund: Es war Fußball-EM und Italien spielte. Wenn also nicht gerade so ein spezieller Grund vorliegt, würde ich dir sogar einen Kartenkauf vorab empfehlen. Denn bei meinem zweiten Besuch ging ich wieder von einer so leeren Insel aus und stand dann zwanzig Minuten am Eingang, um mein Ticket zu kaufen.

Wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten am Lago Maggiore am selben Tag anschauen möchtest, ist eventuell ein Rabatt möglich. Informiere dich vorab deshalb am besten auf dieser Internetseite über aktuelle Eintrittspreise, Rabattmöglichkeiten und vor allem die genauen Öffnungszeiten, die von Saison zu Saison immer leicht variieren.

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2 Kommentare zu “Isola Madre am Lago Maggiore: Die größte der Borromäischen Inseln

  1. Jürgen 'JvS' Theiner

    Sehr sehr schöner Bericht vom Lieblings-See. Danke dafür!!
    Ich habe leider keinen Text über meinen letzten Besuch des Maggiore geschrieben, aber die Erinnerungen sind noch sehr farben- und geruchsintensiv.

    Grazie, e ciao!

  2. Christine Autor des Beitrags

    Ciao Jürgen,

    ich danke dir für die Blumen. Ja, den Lago Maggiore muss man einfach mit allen Sinnen erleben.

    Tanti saluti,
    Christine

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