10 Fotos, die Lust auf Danzig machen

Lust auf Danzig Aufmacher 2 bearbeitet 2 kleinStädtereisen sind immer eine feine Sache, oder? Ich mache sie jedenfalls unheimlich gerne. Eine Stadt, die nicht besonders überlaufen ist, aber eine Menge zu bieten hat, ist Danzig. Und das Beste: Danzig ist ein wirklich günstiges Reiseziel. Du bist noch nicht überzeugt? Dann zeige ich dir gerne 10 Bilder, die dir definitiv Lust auf Danzig machen werden. Versprochen.

Danzig stand so lange auf meiner Reisewunschliste wie kaum ein anderer Ort bisher. Da mein Vater ganz in der Nähe geboren wurde, wollte ich mir Danzig eigentlich schon seit meiner frühen Kindheit anschauen. Aber irgendwie kam es nie dazu. Kennst du solche Situationen? Irgendwann kam aber der Tag, an dem ich sagte „Wir machen das jetzt“ und wir buchten eine Ferienwohnung unweit der wunderschönen Danziger Altstadt. Was soll ich sagen: Es war ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge und ausgiebige Fototouren entlang der vielen tollen Sehenswürdigkeiten von Danzig.

Lust auf Danzig: Das Krantor

Lust auf Danzig Bild 3 bearbeitet kleinEs gibt in jeder Stadt Sehenswürdigkeiten, die für die Stadt stehen und sie einzigartig machen. Sehenswürdigkeiten, die man sieht und weiß, in welcher Stadt man sich gerade befindet. In Paris ist es der Eiffelturm, in London sind es Big Ben oder die Tower Bridge und in Köln ist es der Dom. In Danzig ist es das Krantor am Mottlau-Ufer, das einst aus Backstein und Holz gefertigt wurde. Wenn ich das Krantor sehe, weiß ich: Okay, wir befinden uns in Danzig.

Das ursprüngliche Krantor wurde im 14. Jahrhundert errichtet und soll noch ein wenig anders ausgesehen haben als die heutige Konstruktion. Doch im Jahr 1442 brannte das Krantor, das damals schon als Hebewerk eingesetzt wurde, ab und wurde neu errichtet, und zwar in der Gestalt, wie wir es heute kennen. Original ist aber leider nicht alles. 1945 brannte ein Teil des Krantors während des Zweiten Weltkriegs erneut runter und wurde rekonstruiert. Heute befindet sich in dem historischen Bauwerk ein Teil des Nationalen Maritimen Museums.

Fotos vom Krantor selbst hast du vielleicht schon öfter gesehen. Mein liebstes Krantor-Foto ist dieses, weil es eine ungewöhnliche Perspektive zeigt. Als ich zum ersten Mal direkt unter dem Krantor stand, habe ich einfach im Bild festgehalten, wie es gerade über mir aussieht. Gefällt dir die Perspektive?

Lust auf Danzig: Der Neptunbrunnen

Lust auf Danzig Bild 4 bearbeitet kleinEigentlich hätte auch der Neptunbrunnen Potenzial, als typische unverwechselbare Danzig-Sehenswürdigkeit zu gelten. Aber seitdem ich regelmäßig in Italien unterwegs bin, schaue ich auf Fotos von Neptunbrunnen immer ganz genau hin. Zwar ist meine erste Assoziation immer noch Danzig, aber man muss schon genau hinschauen, ob nicht vielleicht doch ein anderer Neptunbrunnen abgebildet ist. In Bologna habe ich zum Beispiel einen ähnlichen gesehen und auch in Florenz.

Der schönste Neptunbrunnen bleibt aber für mich immer der in Danzig, obwohl die ursprüngliche Idee zu dieser Art Brunnen tatsächlich den Weg aus Italien nach Danzig gefunden hatte. Der ehemalige Danziger Bürgermeister Bartholomäus Schachmann sah bei einer Italien-Reise ebenfalls so einige Neptunbrunnen und kehrte mit der Idee solch einen Brunnen in seiner Heimat zu errichten nach Danzig zurück. Das Projekt wurde in Angriff genommen, die Realisierung dauerte aber einige Zeit. Das Resultat: Schachmann erlebte die Umsetzung seiner Idee nicht mehr. Er starb 1614, seit 1633 steht der Neptunbrunnen vor dem Danziger Artushof.

Lust auf Danzig: Die Langgasse

Lust auf Danzig Bild 5 bearbeitet kleinRund um den Neptunbrunnen findest du noch viele andere wunderschöne Fotomotive. Selten habe ich zum Beispiel eine so wunderschöne Straße gesehen wie die Langgasse in Danzig. Als ich das erste Mal durch die Straße flanierte, war es dunkel und ich sah nur einen Bruchteil der Schönheit. Und dennoch war ich schon da begeistert. Einen Tag später bei Tageslicht war ich gleich ein zweites Mal hin und weg von dieser Straße und wusste bei so viel Schönheit gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll. Das hatte ich vorher auch noch nie, dass ich gleich zweimal von einer Sehenswürdigkeit in einer Stadt so begeistert bin.

Die Langgasse ist die älteste und berühmteste Straße von Danzig. Sie ist einen halben Kilometer lang und sieht aus, als sei sie nie zerstört worden. Jedes Haus ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Die meisten Fassaden entstanden in der Renaissance, obwohl die Geschichte der Straße bis ins Mittelalter reichen soll. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil der Straße zerstört, doch alles originalgetreu rekonstruiert.

Die Langgasse geht nahe der Mottlau in den Langen Markt über. Hier findest du die berühmtesten Bauwerke von Danzig ganz nah beieinander: den schon vorgestellten Neptunbrunnen, den Artushof, das Rechtstädtische Rathaus, das Grüne Tor und allerhand Restaurants und Cafés. Vorsicht: Hier lauert viel Nepp. Wenn du gut und günstig essen möchtest, solltest du definitiv nicht dort dinieren.

Lust auf Danzig: Altstadt-Architektur

Lust auf Danzig Bild 6 bearbeitet kleinIch habe die wunderbare Architektur der Danziger Altstadt zwar schon erwähnt, aber ich muss sie einfach noch einmal hervorheben. Selten habe ich eine so wunderschöne Stadt gesehen wie Danzig. Die rekonstruierten Häuser der reichen Patrizier sind mit ihren markanten Giebeln einfach unfassbar schöne Hingucker. Kein Haus sieht aus wie das andere. Nicht nur Architektur-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Meine Kamera hatte bei meinen Spaziergängen durch die malerische Altstadt einiges zu tun.

Lust auf Danzig: Die Bernsteinstadt

Lust auf Danzig Bild 7 bearbeitet kleinWusstest du, dass Danzig auch die Bernsteinstadt genannt wird? Das “Gold der Ostsee” ist in der Stadt omnipräsent. Allen voran im Bernsteinmuseum, das du im Stockturm unweit der Langgasse findest und das nur einen geringen Eintritt kostet. Hier findest du auf fünf Stockwerken ganze 5000 Exponate. Du siehst wie wenig glamourös roher Bernstein meist aussieht, kannst aber auch fertige Schmuckstücke bewundern.

Bernsteinschmuck kaufen kannst du überall in Danzig. Aber die Mariengasse, die auch Bernsteingasse oder Frauengasse genannt wird, gehört wohl zu den bekanntesten Orten von Danzig. Nur hier haben die Kaufmannshäuser noch terrassenartige Vorbauten. Die Straße ist voll von kleinen Bernsteinwerkstädten, Schmuck- und Kunsthandwerksläden. Hier bekommst du den exklusivsten und teuersten Bernsteinschmuck der Stadt. Doch auch ein Blick in die Vitrinen der anderen Schmuckgeschäfte in Danzig lohnt durchaus.

Kleiner Extra-Tipp für Bernsteinfans: In der Brigittenkirche kannst du einen 11 Meter hohen Bernsteinaltar bewundern, der in Form einer aufstrebenden Lilie gebaut wurde. Der Altar ist den 28 Werftarbeitern gewidmet, die im Dezember 1970 bei Protesten ums Leben gekommen sind.

Lust auf Danzig: Die Markthalle

Lust auf Danzig Bild 8 bearbeitet kleinGanz viel Geschichte kannst du auch in der Danziger Markthalle erleben, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Als ich das erste Mal die Danziger Markthalle betrat, erfreute ich mich zwar an den vielen Lebensmittelläden, war aber auch enttäuscht über die hohe Dichte an Läden, die Ramsch zu – für polnische Verhältnisse – immensen Preisen anboten. Ich hätte das Gebäude wahrscheinlich relativ schnell wieder verlassen, wenn mein Vater mich nicht in den Keller der Markthalle geführt hätte. Denn dort unten findest du hinter einer Glaswand die ältesten Steine von Danzig. Es sind die Überreste eines Dominikanerklosters, das an der Stelle der Markthalle einmal stand. An der Ausgrabungsstelle findest du auch weitere Infos, aber leider weder auf Deutsch noch auf Englisch. Schade.

Lust auf Danzig: Lokale Spezialitäten

Lust auf Danzig Bild 9 bearbeitet kleinWenn ich in einem anderen Land bin, versuche ich natürlich auch immer, die lokalen Spezialitäten zu probieren. In Danzig, und da bin ich ganz ehrlich, fand sich jetzt nicht ganz so viel Lokales, was mir mundete, aber das kann ja bei dir ganz anders sein.

Ein Muss in Polen sind Bigos (eine Art Sauerkrauteintopf mit Pilzen sowie verschiedenen Wurst- und Fleischsorten) und Zurek (eine Sauermehlsuppe, die oft im Brotlaib serviert wird). Mag ich beides nicht. Dafür bin ich großer Fan von Pierogi (süße oder herzhaft gefüllte Teigtaschen). Ganz nach meinem Geschmack ist auch Szarlotka. Das ist eine Art Apfelkuchen, der meist warm und oft mit Vanilleeis und Sahne serviert wird. Aufgrund der Nähe zur Ostsee bekommst du in Danzig auch herausragend gute Fischgerichte. Beliebt sind Dorsch und Zander.

Bei Danziger Spezialitäten darf ich natürlich Danziger Goldwasser nicht vergessen. Das ist ein würzig-süßer Likör, in dem kleine Flocken aus Blattgold schwimmen. Wer es nicht ganz so hochprozentig mag, probiert sich durch die kleinen Brauereien der Stadt.

Lust auf Danzig: Wasserspeier

Lust auf Danzig Bild 10 bearbeitet kleinWenn du bei deiner Tour durch Danzig ganz genau hinschaust, wirst du an zahlreichen Häusern kleine Wasserspeier entdecken. Die kleinen Löwen, Seeungeheuer oder Drachen sind aber nicht etwa am Dach platziert, wie man das vielleicht vermuten würde, sondern finden sich meist an Treppenaufgängen. Dies ist ungewöhnlich und damit die große Besonderheit der Danziger Wasserspeier.

Übrigens: Heute spucken die Wasserspeier nur noch selten Wasser. Nach dem Bau einer funktionierenden Kanalisation haben sie ihre Funktion verloren. Hübsch sind sie dennoch, oder?

Lust auf Danzig: Gdansk Eye

Lust auf Danzig Bild 11 bearbeitet kleinMit dem London Eye steht das vermutlich bekannteste Riesenrad der Welt in der namensgebenden englischen Metropole. Bis ich zum ersten Mal nach Danzig kam, wusste ich nicht, dass auch die Hansestadt ein Riesenrad hat.

Gut, es ist vielleicht nicht so groß wie sein Pendant in London und lange nicht so berühmt, aber schön ist es allemal. Großes Plus: In Danzig stehst du für eine Fahrt bei Weitem nicht so lange an und zahlst auch nicht viel für das Vergnügen.

Lust auf Danzig: Das Mottlau-Ufer

Lust auf Danzig Bild 12 bearbeitet kleinEinen Spaziergang am Mottlau-Ufer darfst du dir bei deinem Aufenthalt in Danzig nicht entgehen lassen. Gut, das ist alles andere als ein Geheimtipp und gerade die Restaurants an der Promenade sind nicht gerade preiswert, aber man muss ja da nicht essen.

Zum Fotografieren lohnt sich das Flanieren entlang des Ufers allemal. Alleine schon, weil man am Mottlau-Ufer wunderbar das Krantor ablichten kann. Und Schiffe kann man sich dort ebenfalls einige ansehen. Zwischen April und Oktober starten vom Mottlau-Ufer aus diverse kleine Schiffsausflüge in die Umgebung. Mein Vater und mein Opa sind vor einiger Zeit zum Beispiel mit einem Piratenschiff bis zur Westerplatte gefahren und hatten bei ihrem kleinen Ausflug großen Spaß.

Jetzt bist du dran: Hast du nun Lust auf Danzig bekommen? Oder warst du sogar mal in Danzig? Wie hat es dir gefallen? Hast du eine liebste Sehenswürdigkeit in Danzig? Oder gibt es eine Spezialität, die dir besonders gut geschmeckt hat?

Weitere Ideen für deine Zeit in Danzig sind diese:

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Lust auf Danzig? Hier bekommst du weitere Inspiration*.

Du suchst ein Hotel in Danzig? Hier wirst du sicher fündig*.

Weiterlesen: Ebenfalls sehenswert ist in Danzig das Museum der Polnischen Post. Und auch einen Ausflug nach Sopot oder Marienburg solltest du dir nicht entgehen lassen. Außerdem lesenswert: Roadtrip nach Polen: Auf nach Danzig, Posen und Co..

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